Rheinland-Pfalz: Stärkere Berufsorientierung an Schulen

Rheinland-Pfalz verstärkt die Berufs- und Studienorientierung an den Schulen. Das neue, verbindliche Beratungskonzept für alle rund 400 weiterführenden Schulen des Landes gilt für Realschulen plus, Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen gleichermaßen.

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz verstärkt die Berufs- und Studienorientierung junger Menschen in den Schulen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bildungsministerin Vera Reiß stellten nach der Befassung des Ministerrates zusammen mit der Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, ein neues, verbindliches Beratungskonzept für alle rund 400 weiterführenden Schulen des Landes vor, das für Realschulen plus, Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen gleichermaßen gilt.

Neben den Praktika und weiteren Elementen des Lernens in der Praxis soll es bereits ab der Klassenstufe 8 an einem „Tag der Berufs- und Studienorientierung“ mehr Informationen über Berufs- und Studienwahlmöglichkeiten für alle Schülerinnen und Schüler geben. In den Oberstufen der Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen und an den mit Realschulen plus verbundenen Fachoberschulen werden sie künftig nicht nur über ihre Studienmöglichkeiten informiert, sondern auch über Karrierechancen und Weiterbildungsperspektiven durch eine betriebliche Ausbildung im dualen System. Die Bundesagentur für Arbeit, die Kammern des Landes, Wirtschaftsorganisationen und die Hochschulpräsidenten unterstützen das neue Beratungskonzept. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wird die neue Konzeption der Beratungsmaßnahmen wissenschaftlich begleiten.

Die organisatorische Steuerung des landesweit ersten „Tages der Berufs- und Studienorientierung“ im kommenden Frühjahr wird das Ministerium übernehmen, das dabei insbesondere die Schulen bei der Vermittlung der Fachleute unterstützt. Der Tag ist in die Berufsorientierungskonzepte der jeweiligen Schulen eingebettet und soll im Unterricht sowohl vor- als auch nachbereitet werden. Die Schulen erhalten hierfür zusätzliche Unterstützungsangebote sowohl personell durch ein 20-köpfiges Beraterteam als auch durch Materialien und Best-Practice-Beispiele. Zur Optimierung der Entscheidungskompetenzen von Schülerinnen und Schülern soll künftig außerdem eine wissenschaftlich fundierte Potenzialanalyse dienen, die ihnen ihre Stärken und Entwicklungspotenziale aufzeigt.

Quelle: Ministerium für Bildung
 

 

 


 
(Ende der inhaltlichen Zusatzinformationen)