Niedersachsen: 111 neue Ganztagsschulen

Kultusministerin Heiligenstadt: "Wir schaffen neue Chancen und Möglichkeiten unter endlich guten Bedingungen!"

Der Ausbau der niedersächsischen Ganztagsschulen geht weiter: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt hat Anträge von insgesamt 111 Schulen genehmigt, die ihren Schulbetrieb nach den Sommerferien mit einem Ganztagsangebot erweitern wollen. Unter den neuen Ganztagsschulen befinden sich 71 Grundschulen, 20 Oberschulen, zehn Integrierte Gesamtschulen, sieben Gymnasien und drei Realschulen, teilte die Ministerin am (heutigen) Freitag in Hannover mit. Damit steigt die Zahl der Ganztagsschulen in Niedersachsen zum Schuljahr 2014/2015 auf rund 1700 an, dies entspricht rund 60 Prozent aller öffentlichen Schulen im Land.

„Ich freue mich, dass sich erneut eine so große Anzahl von Ganztagsschulen auf den Weg gemacht hat. Ihr Ausbau liegt mir ganz besonders am Herzen, weil ich in der Ganztagsschule eine große Möglichkeit sehe, Bildungsbenachteiligungen abzubauen und Chancengleichheit zu erreichen", sagte Heiligenstadt bei der Vorstellung der genehmigten Schulen. „Vor allem Schülerinnen und Schüler, die mehr Förderung brauchen, profitieren von guten Ganztagsschulen. Außerdem helfen sie, Familie und Berufsleben besser miteinander zu vereinbaren."

Die Genehmigung der neuen Ganztagsschulen erfolgt im Zuge der „Zukunftsoffensive Bildung", die bis Ende 2017 allein rund 260 Millionen Euro für den Ganztagsausbau vorsieht. In diesem Rahmen hat die Niedersächsische Landesregierung bereits die Ressourcen für schon bestehende Ganztagsschulen im landesweiten Durchschnitt nahezu verdreifacht: Zum 1. August 2014 tritt der neue Ganztagsschulerlass in Kraft, auch der Klassenbildungserlass wird angepasst, der für die Schulen eine Anhebung auf durchschnittlich 75 Prozent des Ganztagszuschlages vorsieht. Da auch die neu genehmigten Ganztagsschulen unter den gleichen guten Bedingungen starten, hätten sie durch die Anhebung der Mittel ebenfalls hervorragende Gestaltungsmöglichkeiten, so Kultusministerin Heiligenstadt: „Sie können einen anderen Rhythmus in den Schulalltag bringen, Lehrkräfte auch am Nachmittag einsetzen und sich auch weiterhin durch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern neue Impulse von außen holen."

Die Zukunftsoffensive Bildung gibt allen Ganztagsschulen erweiterte Spielräume: Bereits bestehende Ganztagsschulen haben bis zum Schuljahr 2015/2016 Zeit, wenn sie neue pädagogische Konzepte erarbeiten wollen. Aufgrund des neuen Erlasses haben jedoch bereits zum kommenden Schuljahr die ersten Ganztagsschulen angekündigt, ihr Angebot zu erweitern. Das Niedersächsische Kultusministerium hat unter anderem 17 Anträge von Integrierten Gesamtschulen genehmigt, die einen Wechsel der Organisationsform im Ganztag vornehmen wollen: von der offenen in eine vollgebundene bzw. teilgebundene Form. Diese Form biete noch mehr Möglichkeiten, Ganztag bunt und lebendig zu gestalten, erklärte die Kultusministerin: „Von der Vorgängerregierung waren diese Anträge stets ablehnend beschieden worden. Ich unterstütze die Schulen gern bei der Ausweitung ihres Angebots. Wir schaffen neue Chancen und Möglichkeiten: Für die Schulen, die Eltern und vor allem für die Schülerinnen und Schüler."

 

Quelle: Niedersächsisches Kultusministerium


 

 

 


 
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