Ganztags zwischen den Jahren – Teil vier

2013 öffneten sie ihre Schultüren und nahmen sich die kostbare Zeit, um der Online-Redaktion die Möglichkeit zu geben, Schule vor Ort zu erleben. Zum Jahresende ziehen sechs Schulleiterinnen und Schulleiter in vier Teilen nun noch einmal Bilanz und geben Ausblicke auf 2014.

Was wird 2014 bringen?

Anita Krüger (Sekundarschule „An der Elbe“ Parey): Wir wollen auf jeden Fall unsere Qualität halten und verbessern. Wie das konkret aussehen wird, kann ich jetzt noch nicht sagen. Das hängt auch immer davon ab, welche Ideen die Kolleginnen und Kollegen mitbringen.

Armin Asper (Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden): Der Generationenwechsel in der Lehrerschaft muss angegangen werden. Alle sächsischen Schulen stehen vor der Herausforderung, massenweise Nachwuchs auszubilden. Das bringt eine Belastung für die Schulen mit sich – die Lehrerinnen und Lehrer werden gebraucht, um als Mentoren junge Kolleginnen und Kollegen im Referendariat auszubilden. Auch für die Schülerinnen und Schüler wird das Umstellungen mit sich bringen: Sie werden seltener nur eine Lehrkraft im Unterricht erleben, sondern häufig Referendare, die ihre Unterrichtsversuche und Prüfungslehrproben durchführen müssen. Das ist eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen.

Falko Schupa (Ökowegschule Weißenfels): Jedes Jahr wird besser als das letzte. Wir werden weiter im Referenzschulprogramm „Abgucken erwünscht!“ mitarbeiten. Und wir wollen auch unter schwieriger werdenden Bedingungen – Lehrkräftemangel, Stundenkürzungen – unser Niveau hier halten.

Günter Kaspar (Waldschule Obertshausen): Erstmal meine Kur, ich brauche zwischendurch Erholung. Aber Scherz beiseite: Es gibt in Hessen einen neuen Erlass für ganztägige Schulen. Mit dem Träger unseres Nachmittagsangebots, dem FreizeitPädagogischenZentrum, haben wir uns vorgenommen, die Qualitätskriterien für uns nochmal zu sichten und an bestimmten Stellen nachzuarbeiten. Insbesondere müssen wir ein Angebot für die Überbrückungszeiten der Kinder erarbeiten, die nicht im FreizeitPädagogischenZentrum sind, aber nachmittags an einer Arbeitsgemeinschaft teilnehmen. Und unter einer pädagogischen Fragestellung wollen wir diskutieren, wie wir mit schwierigen Kindern umgehen. In unserem sehr offenen System brauchen wir etwas für Schülerinnen und Schüler, die sich nicht so gut orientieren können. Wenn die Lehrerinnen und Lehrer durch ständige Konflikte belastet sind, dann haben sie keinen Kopf für andere Dinge.

Jörg Möller (Valentin-Traudt-Schule Großalmerode): Das neue Jahr wird von Bauarbeiten geprägt sein. Seit November ist ein Drittel der Schule wegen der Generalsanierung außer Betrieb gesetzt worden. Wir sind sehr dankbar, dass wir bei der Neugestaltung der Räumlichkeiten wie bei unseren anderen beiden Gebäudeteilen unsere pädagogischen Ideen einfließen lassen können. Wir hoffen, dass die Bauarbeiten dann in diesem Jahr enden.

Elke Laue (Regionale Schule „Am Burgwall“ Garz auf Rügen): Ich hoffe, dass das nächste Schuljahr uns mindestens zwei 5. Klassen bringt. Das wäre ein sehr großer Wunsch. Es wäre auch schön, wenn sich etwas im Schulverbund mit der Grundschule tut und wir die Inklusion hier auf Rügen meistern.

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