Ganztags zwischen den Jahren – Teil drei

2013 öffneten sie ihre Schultüren und nahmen sich die kostbare Zeit, um der Online-Redaktion die Möglichkeit zu geben, Schule vor Ort zu erleben. Zum Jahresende ziehen Schulleiterinnen und Schulleiter in vier Teilen nun noch einmal Bilanz und geben Ausblicke auf 2014.

Was hat 2013 an prägenden Erfahrungen und Ereignissen gebracht?

Armin Asper (Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden): Es war wichtig, dass sich die Gymnasialdirektoren in Sachsen nochmal zusammengerauft und zusammengesetzt haben, um konstruktiv den Generationenwechsel, der jetzt in der Lehrerschaft ansteht, vorzubereiten. Und es war gut, dass wir uns auf kooperative Art und Weise im Ministerium damit Gehör verschaffen konnten.

Falko Schupa (Ökowegschule Weißenfels): Wir sind Referenzschule in Sachsen-Anhalt geworden, worauf wir sehr stolz sind. Durch die Mitarbeit in diesem Referenzschulprogramm „Abgucken erwünscht!“ können wir vielen anderen Schulen Impulse und Tipps geben.

Günter Kaspar (Waldschule Obertshausen): 2013 wurde im ersten Halbjahr durch mehrere pädagogische Tage geprägt, auf denen wir die Richtung dieser Schule zu definieren und zu festigen versucht haben. Das war sehr anstrengend und konfliktreich, aber wir haben auch einen Konsens erreicht. Zum Beispiel zu den Themen Flexible Eingangsstufe oder Ganztagsangebote. Das war eine heftige pädagogische Auseinandersetzung, die aber nicht negativ zu sehen ist, sondern die zur Klärung beigetragen hat. Wenn in den Köpfen keine Ganztagsschule drin ist, kann man auch keine Ganztagsschule machen. Das ist bei diesem Prozess angekommen. Das zweite Halbjahr drehte sich vornehmlich um das Thema Inklusion. Da haben wir uns viel vorgenommen, und ich habe die erforderlichen Ressourcen jetzt in der Hand. Dazwischen gab es wunderbare Erlebnisse wie das Schulfest oder das Weihnachtstheaterstück „Ali Baba und die 40 Räuber“. Das war ein gutes Jahr, zwar mit viel Arbeit, aber auch mit vielen guten Ergebnissen.

Jörg Möller (Valentin-Traudt-Schule Großalmerode): Das Jahr ist sehr arbeitsintensiv gewesen, aber mit schönen Erfolgen und einer schönen Würdigung unserer Arbeit. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur gute Leistungen gebracht, wie wir bei zentralen Abschlussprüfungen sehen konnten, sondern auch bei der Teilnahme an Wettbewerben, beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ und bei „Jugend trainiert für Olympia“.

Elke Laue (Regionale Schule „Am Burgwall“ Garz auf Rügen): Wir sind ein großes Stück weitergekommen, was unsere Sportklassen betrifft. Schön ist, dass wir eine stabile Schülerzahl halten konnten, was im ländlichen Bereich ja immer von großem Vorteil ist. Schwierig ist der Zeitmangel, der für die Lehrkräfte aufgrund der 27 Wochenstunden herrscht – das geht schnell in eine Überlastung. Aber das kriegen wir hin.

 

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