Ganztags zwischen den Jahren – Teil zwei

2013 öffneten sie ihre Schultüren und nahmen sich die kostbare Zeit, um der Online-Redaktion die Möglichkeit zu geben, Schule vor Ort zu erleben. Zum Jahresende ziehen sechs Schulleiterinnen und Schulleiter in vier Teilen nun noch einmal Bilanz und geben Ausblicke auf 2014.

Was ist die beste Entscheidung, die Sie je getroffen haben?

Anita Krüger (Sekundarschule „An der Elbe“ Parey): Die besten Entscheidungen sind immer diejenigen, welche die Schulentwicklung vorwärts bringen. Diese müssen aber vom gesamten Kollegium getragen werden. Es nützt ja nichts, wenn ich die tollsten Ideen habe und alleine vorpresche und keiner folgt. Für unsere Schule waren sicherlich wichtige Entscheidungen die Einführung eines Schulprogramms als eine der ersten Schulen in Sachsen-Anhalt und die Verständigung auf ein Leitbild, das nach wie vor gültig ist und an dem wir uns weiterhin orientieren.

Armin Asper (Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden): Die Leitung dieser Schule zu übernehmen. Ich wurde kurzfristig in einer Krisensituation des Gymnasiums gefragt, ob ich dazu bereit wäre, habe mich dafür entschieden – und das war ganz klar die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Ich habe es hier mit einem sehr engagierten Kollegium zu tun, und es macht Spaß, mit ihm zusammen zu arbeiten. Und auch mit den Schülerinnen und Schülern hier zu arbeiten, zu lehren und zu lernen, ist eine prima Sache.

Falko Schupa (Ökowegschule Weißenfels): Ralf Spörl zu meinem Stellvertreter gemacht zu haben. Wir sind irgendwie seelenverwandt und damit die Mannschaft „Spiel und Spaß“ – und es läuft einfach. Aus dieser Entscheidung heraus hat sich alles entwickelt.

Günter Kaspar (Waldschule Obertshausen): Mich für diese Schule zu entscheiden und 1999 die Entwicklungsmöglichkeiten dieser Schule gesehen und auch genutzt zu haben. An den Weggabelungen, vor denen wir mit der Schule standen, habe ich – toi, toi, toi – immer den richtigen Weg erwischt. Diese Schule hat mir von Anfang an gefallen, sie hat sich unheimlich gut weiterentwickeln können. Ich bin da, wo ich mir immer erträumt habe, wo ich sein möchte. Ich bin dem Ziel, wie ich mir eine menschlich gestaltete Schule für Kinder vorstelle, sehr nahe.

Jörg Möller (Valentin-Traudt-Schule Großalmerode): Die Änderung des Stundenrhythmus und die Einführung einer verbindlichen Mittagspause nach der 5. Stunde. Dadurch hat sich der ganze Schultag enorm entschleunigt, und wir haben viel mehr Zeit füreinander, für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für kollegiale Gespräche.

Elke Laue (Regionale Schule „Am Burgwall“ Garz auf Rügen): Im bundesweiten Netzwerk Ganztagsschulen des Programms „Ideen für mehr! Ganztägig lernen“ mitzuarbeiten. Da haben wir unwahrscheinlich viel gelernt, und es hat uns für unsere Arbeit in der Ganztagsschule enorm viel gegeben.

 

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