Ganztags Weihnachten

Die Advents- und Weihnachtszeit ist in vielen Ganztagsschulen eine aktive Zeit. Einige Beispiele haben uns besonders gefallen und beeindruckt.

Die Advents- und Weihnachtszeit ist in vielen Ganztagsschulen eine aktive Zeit: Es wird gesungen und musiziert, Theater gespielt, Geschenke werden gebastelt, Plätzchen gebacken, die Räume geschmückt und manchmal sogar ein Weihnachtsbaum und mehr aufgestellt, wie in der Ganztagsgrundschule Altmühlstraße in Braunschweig.

Die Gemeinschaftsgrundschule Frixheim in Rommerskirchen (NRW) begann Weihnachten schon mit dem „Martinsprojekt“, das die Rommerskirchener Tafel, speziell den Bereich für die Kinder, unterstützt. Außerdem gab es einen Adventsmarkt und ein „Adventscafé OGS“. Schließlich bastelten die Viertklässler Weihnachtskarten, die an Freunde und Helfer der GGS Frixheim versandt wurden.

In der Regelschule Saalfeld-Gorndorf (Thüringen) luden die Schülerinnen und Schüler kurz vor Heiligabend ihre Eltern, Großeltern und Geschwister in die Schule ein. Die Klassen 5 bis 7 bereiteten ein Weihnachtsprogramm vor: mit Weihnachtsgeschichte, Schattenspiel über den Weihnachtsbraten und Gedichten in englischer, französischer und russischer Sprache. Die Eltern mussten Gewürze wie Zimt, Ingwer, Anis und anderes erraten.

Das Haus vom Nikolaus oder Wo steht der größte Weihnachtsbaum?

In der Ganztagsschule Andernacher Straße (Bremen) haben sich drei Mathematik-Lehrerinnen etwas Besonderes ausgedacht: das „Mathelabor“. Wechselnde mathematische Themen werden in Stationen verschiedener Kompetenzstufen aufbereitet. In der Vorweihnachtszeit gab es nun „Weihnachten und Winter im Mathelabor“: Sterne falten, einen Tannenbaum zum Falten und Legen oder Kniffelaufgaben zu einem auf den Boden geklebten Nikolaushaus – Weihnachten mathematisch eben.

Auch die Sekundarschule CIERVISTI in Zerbst (Sachsen-Anhalt) wartet mit etwas Besonderem auf: Vom 1. bis 24. Dezember ist der „CIERVISTI-Adventskalender“ online. Die Schülerinnen und Schüler können an jedem Tag eine Quizfrage – „Welchen Tag feiert man in England am 26. Dezember?“, „Wo steht alljährlich der größte Weihnachtsbaum der USA?“ oder „In which country the song Stille Nacht, heilige Nacht was written?“ beantworten und kleine Preise gewinnen.

Neujahrsgrüße nach Antalya

Die Klassen 2b, 3b und 4b der Grundschule Lämmersieth in Hamburg, die von der Handelskammer Hamburg  als „Beste Ganztagschule 2013“ ausgezeichnet wurde, schickten vor Weihnachten Neujahrsgrüße und Steckbriefe an ihre Partnerschule Bahçeşehir Koleji in Antalya, in der die Kinder auch Deutsch und Englisch lernen.

Grundwissen über Weihnachten und „Weihnachten im Schuhkarton“

Die Weihnachtskarte 2013 des Johann-Schöner-Gymnasiums in Karlstadt am Main (Bayern) ist ein Schüler-Linolschnitt  „Der Stall zu Bethlehem“. An der Schule wird im evangelischen Religionsunterricht „Grundwissen“ über Weihnachten vermittelt. Das Gymnasium beteiligte sich auch an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“, einer Geschenkaktion für Kinder in Not.

An dieser Aktion haben sich überhaupt viele Ganztagsschulen beteiligt, so die Elsa-Brändström-Schule Hannover (Niedersachsen), die Benjamin-Schule Remplin (Mecklenburg-Vorpommern), die Realschule Verden (Niedersachsen) oder die Von-Drais-Schule Gernsbach (Baden-Württemberg).

„Sie bekamen drei Kinder und lebten glücklich bis an ihr Lebensende“

Ein umfangreiches Weihnachtsprogramm gab es in der von-Galen-Schule Ochtrup (NRW). Dort haben die Landfrauen Welbergen Workshops „Plätzchen backen“ und „Taschen bedrucken in Blaudrucktechnik“ angeboten. Ein besonderes Highlight auf der Schulhomepage sind Märchen, die die Kinder der Klasse 3a geschrieben und gleich selbst illustriert haben („Kinder für Kinder“). Eine Leseprobe: „Der König sagte zu dem Jungen: ‚Bist du derjenige, der den Teufel besiegt hat?’ ‚Ja, wieso?’, antwortete der Junge. ‚Dann bist du der größte Held des Landes’, sagte der König. ‚Willst du meine Tochter als Lohn erhalten?’ ‚Ja, sehr gerne’, antwortete der Junge. Schon bald feierten sie ein zweites Fest und dann noch die Hochzeit hinterher.“

Weihnachtsmarkt der Möglichkeiten

In den oberen Klassen gibt es schon mal Plätzchen mit Punsch. Aber Basteln, Backen und Kochen zum Weihnachtsmarkt erbrachten im Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding (Bayern) auch über 4000 €, die wie jedes Jahr zu einem Teil an ein Dorfentwicklungsprojekt in Äthiopien gehen, um eine Schule und eine Krankenstation zu unterstützen. Ebenso unterstützen die Schülerinnen und Schüler die Johanniter-Weihnachtstrucker.

Ob das Weihnachtstheater der Georg-Büchner-Schule Rodgau (Hessen), das Weihnachtsvolleyballturnier und die Aufführung von Mendelssohns „Verleih uns Frieden“ im Gymnasium Ottobrunn (Bayern) oder die „Zauberhaften Weihnachten mit dem Drachen Otto“ des Jugendbildungswerk Freiburg e.V. (Baden-Württemberg) – die Beispiele stehen für viele weitere.

Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest

„Früher war mehr Lametta... „Tipps für eine nachhaltige Gestaltung des Weihnachtsfestes bietet das Online-Portal Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). So empfiehlt der NABU den Kauf von heimischen Fichten, Kiefern oder Tannen bei regionalen Forstbetrieben, am besten aus ökologisch bewirtschafteten Kulturen mit Siegel – denn laut Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) werden immer noch viele Weihnachtsbäume importiert, die unter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aufgezogen wurden.

Darüber hinaus gibt es Anregungen für eine umweltfreundliche Festbeleuchtung (Bio-Kerzen statt Teelicht), für eine nachhaltige Bescherung und gesunde Leckereien sowie für faire Alternativen zu Versand-Riesen. „Kochen statt Kochbuch“ lautet zum Beispiel ein Motto, denn von den 9,36 Millionen verkauften Kochbüchern pro Jahr würde die Hälfte ungenutzt in Regalen verstauben. Zum Thema Spenden wird schließlich erläutert, was eine seriöse Spendenorganisation ausmacht.

Eine frohe Weihnachtszeit!


 

 

 


 
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