"Ich kann mir Schule ohne Ganztag überhaupt nicht vorstellen"

Zum Jubiläumskongress am 6. und 7. Dezember 2013 in Berlin hat die Redaktion Grundschülerinnen und -schüler der Berliner Schule in der Köllnischen Heide gefragt, warum ihre Ganztagsschule für sie wichtig ist. Ihre Lehrerinnen und Lehrer, der Vereinstrainer der Fußball-AG sowie Erzieherinnen und Erzieher kommen ebenfalls zu Wort.

10 Jahre Ganztagsschulkongresse. 10 Jahre Ganztagsschulprogramm. 10 Jahre Ganztagsschulportal. Vor dem Jubiläumskongress hat die Online-Redaktion eine Berliner Ganztagsgrundschule besucht. In Videos kommen diejenigen zu Wort, die den Ganztag mit Leben erfüllen: die Schülerinnen und Schüler, die Schulleitung, die Lehrkräfte, die Erzieherinnen und Erzieher sowie die Kooperationspartner.

 

Die Schule in der Köllnischen Heide in Berlin arbeitet seit 34 Jahren als gebundene Ganztagsschule. Einst war sie als so genanntes Kinderzentrum inklusive Kita und Jugendgesundheitsdienst konzipiert worden.

Die Schule findet sich im grünen Norden Neuköllns, mit 310.000 Einwohnern einem der einwohnerreichsten Bezirke der Stadt, und liegt auf einem 2,3 Hektar großen Gelände mit eigenem Sportplatz, einer neuen, wettkampfgerechten Halle, zwei Spielplätzen sowie einem separaten Freizeitgebäude. An das Schulgelände schließt sich ein Park mit weiteren Spielplätzen an.

Jede Klasse wird von einem Team aus Klassenlehrerin oder -lehrer sowie Klassenerzieherin oder -erzieher geleitet. Die meisten dieser Klassenteams arbeiten schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Für die Schülerinnen und Schüler sind sie alle gleich wichtig. Die Erzieherinnen und Erzieher sind teilweise im Unterricht oder bei Elternabenden dabei und voll stimmberechtigte Mitglieder in den Gremien der Schule. Zum Team der Schule gehören aber auch außerschulische Partner wie der Vereinstrainer, der die Fußball-AG leitet.

20 Prozent der Schülerinnen und Schüler kommen aus anderen Teilen des Bezirkes und anderen Stadtteilen, da die Eltern das Konzept der Schule, insbesondere die ganztägige Betreuung schätzen.

Die Kinder bleiben täglich von 7.30 bis 16.00 Uhr in der Schule. Freitags besteht die Möglichkeit des "freien Abgangs", wovon die Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 5 und 6 Gebrauch machen. Die jüngeren Kinder werden dann von den Klassenerziehern betreut. Außerdem können die Eltern eine kostenpflichtige Betreuung
von 6.00 bis 7.30 Uhr, von 16.00 bis 18.00 Uhr sowie eine Ferienbetreuung nutzen. Lediglich in den ersten vier Wochen der Sommerferien sowie zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Schule in der Köllnischen Heide geschlossen.

Das Kollegium setzt sich aus 68 weiblichen und 13 männlichen Lehrkräften zusammen.
41 Lehrerinnen und Lehrer, ein Lehramtsanwärter, ein Religionslehrer und ein Schulsozialarbeiter sowie 41 Erzieherinnen und Erzieher unterrichten und betreuen im Schuljahr 2013/2014 die 601 Kinder der Jahrgangsstufe 1 bis 6 in 29 Klassen.

Dem Schulleitungsteam gehören die Schulleiterin Astrid-Sabine Busse, Konrektor Gösta Isakowitz, die Koordinierende Erzieherin Mirjana Telalbasic und eine Lehrerin an. Jede ist für ausgewiesene Bereiche zuständig.

In den Interviews erzählen Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 bis 6, warum ihnen die Schule wichtig ist, was ihnen an ihrer Schule besonders gefällt, welche Kurse sie gerne besuchen oder wie sie die ungebundene Freizeit nutzen. Die Erwachsenen berichten von ihrer Zusammenarbeit, den erweiterten Lehrmöglichkeiten in der gebundenen Ganztagsschule oder warum sie manchmal für die Kinder beinahe "Mama und Papa" sind.

"An der Schule gefällt mir alles, so, wie es ist", sagt eine Schülerin. Und eine Lehrerin: "Es ist einfach schön hier zu arbeiten, es macht mir Spaß."

Die Redaktion bedankt sich herzlich bei den Schülerinnen und Schülern sowie dem Kollegium der Schule in der Köllnischen Heide für ihre Gastfreundschaft und die Gespräche!

Die Schule in der Köllnischen Heide arbeitet im Ganztagsschulnetzwerk Berlin, in dem sich seit Herbst 2010 Pädagoginnen und Pädagogen aus 39 Grund- und Oberschulen der Stadt gemeinsam daran machen, ihre Schulen zu guten Ganztagsschulen zu entwickeln.