Hessen: Zwei Drittel der Grundschulen arbeiten ganztägig

Mehr als zwei Drittel der hessischen Grundschulen sind ganztägig arbeitende Grundschulen, während es im Schuljahr 2013/2014 lediglich 38 Prozent der Grundschulen waren.

In einer Debatte im Hessischen Landtag hat sich Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz am 29. September zu den Fortschritten des Landes beim Ausbau der schulischen Ganztagsangebote geäußert. Dabei erklärte er: „Erfreulicherweise arbeiten dank der Anstrengungen der Landesregierung immer mehr Schulen in Hessen ganztägig. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Wahlfreiheit der Eltern und die Orientierung an den Bedarfen vor Ort sind für uns die entscheidenden Kriterien beim Ausbau der schulischen Ganztagsangebote. Mit uns wird es deshalb keinen Zwangsganztag für alle Schülerinnen und Schüler – wie von Teilen der Opposition gefordert – geben.“

Kontinuierlicher Ausbau des Ganztagsprogramms

Bei den ganztägig arbeitenden Grundschulen habe Hessen seit dem Schuljahr 2013/2014 gleichwohl einen besonders großen Schritt gemacht, betonte der Minister. Während damals lediglich 38 Prozent der Grundschulen im Ganztagsprogramm gearbeitet hätten, seien es inzwischen mehr als zwei Drittel. Dazu werde der Lehrerstellenanteil Jahr für Jahr allein im Ganztag um 350 erhöht und liege derzeit bei rund 4.000. Auch in der derzeitigen Pandemie halte das Land am kontinuierlichen Ausbau fest, unterstrich Lorz. Im vergangenen Schuljahr profitierten dadurch rund 100.000 Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter von der Ganztagsbetreuung.

„Auch der ab 2026 geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen schreckt uns nicht, denn wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind schon jetzt gut vorbereitet. Gemeinsam mit dem Bund und den Schulträgern übernehmen wir noch mehr Verantwortung und bieten den Eltern in Hessen ein hochwertiges Bildungs- und Betreuungsangebot für ihre Kinder“, hielt der Minister abschließend fest.

Quelle: Hessisches Kultusministerium

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