„Hamburger Lernferien“ in 244 Schulen

Hamburg verlängert das Erfolgsmodell bis Ende 2022: In den Ferien können Schülerinnen und Schüler Lernrückstände aus der Zeit der Schulschließungen aufholen.

Bildungssenator Ties Rabe besuchte am 26. Juli 2021 in der Stadtteilschule Helmuth Hübener in Barmbek-Nord eine von rund 1.100 Hamburger Ferienlerngruppen, um sich ein Bild von der Weiterentwicklung der kostenlosen Lernferienkurse zu machen. In den Ferien können Schülerinnen und Schüler bereits zum vierten Mal Lernrückstände aus der Zeit der Schulschließungen aufholen. Das Angebot steht allen Stufen von der Vorschulklasse bis zur Abschlussklasse offen und erfreut sich großer Beliebtheit.

Senator Ties Rabe: „Ich freue mich sehr, dass die Hamburger Lernferien bei Hamburgs Familien auch nach einem Jahr noch so gut nachgefragt sind. Wir haben die Hamburger Lernferien stetig weiter ausgebaut. In den vergangenen Sommer- und Herbstferien haben wir erstmal nur Schülerinnen und Schüler mit akutem Bedarf gezielt angesprochen und ihnen eine Teilnahme empfohlen. Inzwischen steht das Angebot allen Interessierten offen und wird hamburgweit gerne angenommen. Die Schülerinnen und Schüler holen auf, was bei Schulschließungen zu kurz kam, sie bereiten sich zum Beispiel auf den Übergang in eine neue Schule oder in die Mittel- und Oberstufe vor und üben Stoff, der noch nicht so gut sitzt.“

Rabe weiter: „Erneut möchte ich das überragende Engagement unserer Schulen hervorheben, der unermüdliche Einsatz – auch in den Ferien – ist keine Selbstverständlichkeit. Vielen Dank, dass so viele Personen sich dafür einsetzen, die Lernrückstände von Schülerinnen und Schülern zu überwinden und auf das kommende Schuljahr vorzubereiten. Ihre gute Arbeit wird gesehen und geschätzt. Deswegen verlängert die Behörde das Projekt jetzt erneut um weitere fünf Lernferien – bis Ende 2022.“

Schulleitung Barbara Kreuzer: „Ich freue mich, dass Senator Rabe sich vor Ort, an unserer Schule darüber informiert, wie sinnvolle Förderstrategien für Schülerinnen und Schüler aussehen könnten und dabei erlebt, wie motiviert und neugierig diese in den Ferien lernen und von unseren Honorarkräften gezielt und geduldig unterstützt werden.“

In den kostenlosen Lernferien holen Schülerinnen und Schüler Lernrückstände aus der Zeit der Schulschließungen auf. In den Sommerferien haben 244 Hamburger Schulen insgesamt 1.094 Lerngruppen geplant. Die Angebote erstrecken sich von den Grundschulen über die Stadtteilschulen und die Gymnasien bis hin zu Regionalen Bildungs- und Beratungszentren. Wie bereits im letzten Jahr findet eine gute Abstimmung mit den für die Ferienbetreuung verantwortlichen Trägern statt. Die Schulbehörde finanziert die zusätzlichen Angebote in den Sommerferien mit rund eine Million Euro.

In besonderer Weise gilt das Angebot für Schülerinnen und Schüler mit Lernschwächen und Sprachförderbedarf. Auch diejenigen Kinder und Jugendlichen, die während des Distanzunterrichtes das digitale Lernen als besonders herausfordernd erlebt haben oder wenig Unterstützung durch erwachsene Bezugspersonen bekommen, wurden eingeladen. Die 4., 6. und 10. Klassen, die sich auf den Übergang in die nächste Stufe vorbereiten möchten, nutzen ebenfalls die Lernferien in der Schule. Daneben haben die Lehrkräfte gezielt einigen Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am Ferienunterricht besonders empfohlen. Die Teilnahme an allen Kursen ist kostenlos und freiwillig.

Die Gruppengröße der einzelnen Kurse liegt bei rund acht bis zehn Schülerinnen und Schülern, die täglich drei Schulstunden gemeinsam lernen. Die Kurse werden von Honorarkräften, Lehrkräften oder Erzieherinnen und Erziehern bzw. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen geleitet. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Personal aus der Schule, dass die Kinder und Jugendlichen gut kennen. Im letzten Sommer hat die Volkshochschule einen Pool an möglichen Kursleitungen aufgebaut, auf den die Schulen ebenfalls zugreifen können.

Die Angebote der Hamburger Lernferien berücksichtigen den Hamburger Bildungsplan und stellen Materialen und Informationen, die das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) erarbeitet hat zur Verfügung. Sprachliche und mathematische Kompetenzen werden in einem motivierenden und abwechslungsreichen Lernsetting geboten. Kreativ-kulturelle Inhalte werden unterhaltsam ergänzt, damit die Schülerinnen und Schüler sich in ihren Ferien auch den Umständen entsprechend erholen und vom Alltag ablenken können.

Die Stadtteilschule Helmuth Hübener im Stadtteil Barmbek-Nord ist eine weiterführende Schule mit aktuell 1.177 Schülerinnen und Schülern von der 5. Klasse bis zur Studienstufe. Die Schule zeichnet sich durch eine vorbildliche Berufsorientierung aus und ist eine Sportbetonte Schule, eine Umweltschule und eine Gesunde Schule. Die Lehrerinnen und Lehrer der Stadtteilschule Helmuth Hübener fördern das eigenverantwortliche und individualisierte Lernen.

Quelle: Behörde für Schule und Berufsbildung 

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