Schulspeisung in Südtirol

Die Südtiroler Landesregierung unterstützt die 116 Gemeinden bei der Schulspeisung, auch um geselliges Beisammensein bei Tisch zu fördern und den Schulbesuch am Nachmittag zu erleichtern.

Die Landesregierung hat jüngst insgesamt 4,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um Südtirols 116 Gemeinden bei der Finanzierung der Schulausspeisungen und der Bildungsausschüsse zu unterstützen. Der Löwenanteil der bereitgestellten Mittel ist mit 4,1 Millionen Euro für die Finanzierung der Schulausspeisungen in den verschiedenen Gemeinden bestimmt, allen voran Bozen mit 975.000 Euro gefolgt von Brixen mit 395.000 Euro. Das Land bemisst seinen Anteil an der Finanzierung der Schulmensen auf der Grundlage der im zurückliegenden Schuljahr effektiv verabreichten Mahlzeiten.

Schulverpflegung in Südtirol: 

Die Gemeinden betreiben die Schulausspeisung (Mensen) für die Grund-, Mittel- und Oberschulen. Die Mahlzeiten werden täglich in den Großküchen im Gemeindegebiet zubereitet. Vorrangiges Ziel der Schulverpflegung ist es, den Kindern und Jugendlichen eine gesunde und ausgewogene Ernährung in einem angenehmen Ambiente anzubieten, ein geselliges Beisammensein bei Tisch zu fördern und den Schulbesuch am Nachmittag zu erleichtern. 

Die Speisepläne werden in Übereinstimmung mit den Referenzwerttabellen für die Nährstoffzufuhr des Gesundheitsministeriums ausgearbeitet und von den Fachkräften des Dienstes für Diätetik und klinische Ernährung des Sanitätsbetriebs Südtirol geprüft und zugelassen. Die mehrwöchigen Speisepläne orientieren sich an den Jahreszeiten. Dabei kommen auch Bioprodukte und Lebensmittel aus der Region zum Einsatz. Auf dem Speiseplan stehen auch typische, regionale Gerichte. 

Das Essen in der Schulausspeisung kann ab dem zweiten Schultag in Anspruch genommen werden: Jede Schule bestimmt ihren eigenen Dienstkalender in Abhängigkeit der verfügbaren Plätze. Für das Schulessen bezahlen die Familien einen Kostenbeitrag. Die Gebühren und Gebühren¬ermäßigungen legt jede Gemeinde mit einem eigenen Beschluss fest. 

Zum Beispiel die Stadtgemeinde Meran verköstigt Kinder und Jugendliche von der Kinderkrippe bis hin zur Oberschule und zur Berufsschule. Jährlich werden etwa 350.000 Mahlzeiten ausgegeben, davon rund 200.000 an Schülerinnen und Schüler. Das Essen wird in der Regel in der hauseigenen Küche einer jeden Bildungseinrichtung zubereitet. Falls keine Küche im Haus vorhanden ist, wird das Essen in den kommunalen Zentralküchen oder von externen Partnern zubereitet und zugeliefert.

Quelle: Deutsches Netzwerk Schulverpflegung

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