Thüringen: Dialog Schule 2030

Im Thüringer Landtag hat Bildungsminister Helmut Holter dem Bildungsausschuss den Abschlussbericht zum „Dialog Schule 2030“ übergeben. Im Bericht wird auch der Schulhort thematisiert.

Bildungsminister Helmut Holter hat am 26. Februar im Landtag dem Bildungsausschuss den Abschlussbericht zum Dialog Schule 2030 übergeben. Seit Dezember 2019 hatte das Bildungsministerium mit Vertreterinnen und Vertretern der Thüringer Schulpraxis ebenso wie der verschiedenen Parteien in einem politisch offenen Prozess wesentliche Leitziele und Forderungen an die Thüringer Bildungspolitik diskutiert und erarbeitet. Der Abschlussbericht ist auf der Internetseite des Bildungsministeriums abrufbar.

Der Abschlussbericht fasst wesentliche Leitziele und Forderungen an die Thüringer Bildungspolitik zusammen, insbesondere bezogen auf den bereits stattfindenden und bis 2030 weiter bestimmenden Personalumbruch im Thüringer Bildungswesen, aber auch zu anderen Herausforderungen für die Schullandschaft. Ziel des Dialogprozesses war es, gemeinsame Lösungen zu suchen und Lösungswege zu beschreiben, auch unbequeme Fragen anzusprechen und sich in der Thüringer Bildungspolitik weiter „ehrlich zu machen“, damit die großen Herausforderungen möglichst in einem breiten politischen Konsens bewältigt werden können. 

Kernforderungen im Abschlussbericht sind unter anderem, langfristig für ausreichend unbefristete Personalstellen im Schulbetrieb zu sorgen, die Ausbildung von Lehrkräften weiter voranzutreiben, gute Bedingungen für den Seiteneinstieg zu schaffen oder die Bildung multiprofessioneller Teams an den Schulen weiter voranzutreiben; und einiges mehr.

Minister Holter erklärte: „Der Dialog Schule 2030 zeigt die Richtung. Gleichzeitig ist er bereits die Grundlage für die wichtigsten seit Ende 2020 eingeleiteten Schritte, mit denen wir die Herausforderungen im Thüringer Schulsystem gemeinsam beantworten. Die Corona-Pandemie hat uns Probleme wie unter dem Brennglas offengelegt, nicht nur, aber gerade auch an den Schulen. Dass es große Herausforderungen bis 2030 gibt, war der Ausgangspunkt, als ich am 16. Dezember 2019 bei einem großen Forum in Gotha den Dialog Schule 2030 vereinbart habe. Wie alle ostdeutschen Länder erlebt Thüringen bis etwa 2030 einen dramatischen Umbruch beim pädagogischen Personal. (...) Aus-, Fort- und Weiterbildung benötigen eine verbesserte Aufstellung, Seiteneinsteiger faire Bedingungen, die Lehrergewinnung ausreichend Stellen mit konkurrenzfähiger Besoldung, und auch die Weiterentwicklung der Schulqualität kann nicht auf Halt gestellt werden. Die wichtigsten Schritte hierzu haben wir im Dialog Schule 2030 vereinbart und mit dem Haushaltsbeschluss 2021 im Zusammenwirken mit den Bildungspolitikern im Landtag bereits untersetzt, in finanziellen Größenordnungen, die historisch für das Land Thüringen sind. (...)“

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugendamt und Sport

Die „Werkstatt 7, Erzieherinnen und Erzieher, Schulhort“ thematisiert im Besonderen auch die Berufsgruppe der Erzieherinnen und Erzieher und deren Rolle im schulischen Kontext (Schulhort/Ganztag) (Bericht, S. 59f.). Zu Fragen der ganztägigen Bildung empfiehlt die Steuergruppe, „den Ausbau der Thüringer Ganztagsschule an geeigneter Stelle weiter zu diskutieren“ (Bericht S. 23).

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