Sachsen: Zuhören macht schlau!

Über 50 Grund- und Förderschulen in Sachsen haben sich für die Teilnahme am Projekt der Stiftung Zuhören beworben. Ein medienpädagogisches Konzept der Stiftung sind Hörclubs.

In Sachsen haben sich über 50 Grund- und Förderschulen für die Teilnahme am Projekt der Stiftung Zuhören zur Zuhörbildung in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus im Schuljahr 2020/2021 beworben. 15 Grund- und Förderschulen werden mit Material, einer Fortbildung und kollegialer Begleitung unterstützt, um das Konzept der Zuhörbildung in ihrer Schule einzuführen. Aufgrund der großen Nachfrage seitens der Schulen unterstützt das Sächsische Staatsministerium für Kultus alle übrigen Schulen, die sich beworben hatten und nicht berücksichtigt werden konnten, nun mit einer HörSpielBox und einer digitalen Fortbildung.

Kultusminister Christian Piwarz: „Zuhören ist wichtig für das Miteinander, darin kommen Respekt, Verständnis und Resonanz zum Ausdruck, wird Achtsamkeit und Konzentration gefördert. Durch das Zuhören wird dem Wissen und den Menschen Aufmerksamkeit entgegengebracht. Dies gerade in der Primarstufe bewusst in den Blick zu nehmen, stellt einen Beitrag zur grundlegenden Bildung dar.“

Hörclubs sind ein medienpädagogisches Konzept der Stiftung Zuhören, das Lehrkräfte dabei unterstützt, die Zuhörbildung in der Schule zu etablieren, indem das Zuhören und die Freude am Hören ein fester Bestandteil des Schulalltags werden. Zugleich werden wichtige Grundlagen der Medienkompetenz erworben und erweitert. In Hörclubs üben Kinder spielerisch das Zuhören – eine Grundlage für Bildung, Sprachenlernen und das Leben in der Gemeinschaft. Hörclubs können jederzeit stattfinden: im regulären Unterricht oder als Förderangebot, als Ganztagsangebot oder AG. In der Gruppe werden gemeinsam Hörspiele gehört und besprochen, Geräuschrätsel gelöst, eigene Aufnahmen gemacht und Zuhörspiele gespielt. Lehrkräfte der Einrichtungen leiten die Hörclubs.

Hörclubs ermöglichen den Kindern, sich ohne Leistungsdruck auf das Zuhören zu konzentrieren. Die Kinder lernen: Zuhören macht Spaß! Hörclubs bieten zudem die Möglichkeit, ganz gezielt die alltäglichen Unterrichtselemente aus dem Kompetenzbereich Sprechen und Zuhören zu verbinden. Zuhören ist in allen Fächern und Situationen wichtig und Bestandteil auch des sächsischen Lehrplans. Mit einfachen Mitteln aus der Zuhörbildung erzielen sie langfristig Effekte wie höhere Aufmerksamkeit, besseres Sprachgefühl und eine angenehmere Atmosphäre im Klassenzimmer durch mehr Achtsamkeit. Zuhörbildung hat nachweislich einen Mehrwert für den pädagogischen Alltag und die Schülerinnen und Schüler.

Die operativ tätige Stiftung wurde 2002 von öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Landesmedienanstalten gegründet mit dem Ziel die Schlüsselkompetenz des Zuhörens in Kultur, Wirtschaft und Medien zu fördern. Neben dem umfassendem Material zur Zuhörbildung sowie dem Fortbildungsangebot setzt sie Impulse für die Zuhörforschung, informiert zu qualitativ hochwertigen Hörspielangebote und bietet eine Diskussionsplattform. Ihre Projekte finanziert sie aus Erlösen und Drittmittelzuwendungen. Die Stifterhäuser sind nicht an der Finanzierung der Projekte beteiligt.

Mittlerweile wurden von der Stiftung über 4.500 Hörclubs initiiert. Die Initiative geht von der Stiftung Zuhören aus, die die nötigen Materialien zur Durchführung der Hörclubs sowie Fortbildungen für Lehrkräfte anbietet. Einmal pro Woche treffen sich die Kinder und hören gemeinsam Hörspiele, spielen Zuhörspiele und machen eigene Audioaufnahmen. Über die medienpädagogischen Angebote und medienpraktischen Projekte der Stiftung werden jährlich über 50.000 Kinder regelmäßig und direkt erreicht.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Kultus

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