Kultusministerkonferenz: Gespräch im Kanzleramt

Erklärung von KMK-Präsidentin Dr. Hubig zu den Ergebnissen der Gespräche im Kanzleramt: Ziel ist eine digitale Bildungsinfrastruktur, die sich mit führenden internationalen Standards messen kann.

Erklärung von KMK-Präsidentin Dr. Hubig zu den Ergebnissen der Gespräche im Kanzleramt am 21. September 2020:

Unser Gespräch ist in einer sehr guten und konstruktiven Atmosphäre verlaufen. Wir sind uns einig, dass der Bildungsföderalismus unangetastet bleibt, auch bei einer engeren Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Bereich der Digitalisierung. Für die Weiterentwicklung der Digitalisierung in Schulen haben wir heute gemeinsam über die bereits im DigitalPakt getroffenen Vereinbarungen hinausgehende Fortschritte erzielt.

Ausdrücklich zu begrüßen ist die Bereitschaft der Bundesregierung, noch in diesem Jahr die Beschaffung der Endgeräte für Lehrkräfte zu ermöglichen. Hierbei sollten wir zügig die entsprechenden Voraussetzungen schaffen, damit wir ebenso schnell wie bei der Beschaffung der Endgeräte für Schülerinnen und Schüler diese Investition zu Gunsten der Lehrkräfte realisieren. Das wird noch einmal einen wichtigen Schub für die Modernisierung der Schulen auslösen. Die kurz vor dem Abschluss stehende Vereinbarung zur Finanzierung der Administratoren schließt dabei den Kreis nachhaltiger Vereinbarungen von Bund und Ländern. 

Wir verfolgen als Bund und Länder das gemeinsame Ziel, Schulen, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräften das Lernen und Lehren in einer digitalen Bildungsinfrastruktur zu ermöglichen, die sich mit führenden internationalen Standards messen kann. Mit dem heutigen Gespräch sind wir diesem Ziel, unsere Bildungseinrichtungen digital weiter zu stärken und auszustatten, einen weiteren wichtigen Schritt vorangekommen.

Wir freuen uns, diese Arbeiten mit dem Bund weiter fortzusetzen. Dazu werden wir in den bestehenden Strukturen zum Digitalpakt Schule noch intensiver zusammenarbeiten. Die bestehenden Strukturen in der Lehreraus- und -fortbildung sollen ausgebaut werden, um praxisorientierte Kompetenzzentren für den digitalen Unterricht zu schaffen und darüber hinaus die Vernetzung mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen, wie die Leibniz-Institute für Bildungsforschung, zu befördern.

Praxisorientierte Lernprogramme und hochwertige Bildungsmedien wie intelligente tutorielle Lernsysteme müssen in der fachlichen Breite entwickelt und rasch in die Schulpraxis gebracht werden. 

Thema der Unterredung im Kanzleramt waren auch die Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen in den Schulen. Es bestand großes Einvernehmen, dass Schülerinnen und Schüler ihr Recht auf Bildung möglichst in ihrer Schule verwirklichen können sollen. Der Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen zum Schuljahresstart ist deshalb der richtige Schritt gewesen.  Gleichzeitig haben wir Verständnis für die Fragen und Sorgen von Schülerinnen und Schülern, ihrer Eltern und der Lehrkräfte, wie der Schulbetrieb in der nun beginnenden kühleren Jahreszeit unter vertretbaren hygienischen Bedingungen und unter Wahrung des Infektionsschutzes aufrechterhalten werden kann. Um auf Grundlage wissenschaftlicher Expertise beraten zu können, hat die Kultusministerkonferenz für Mittwoch, den 23. September 2020, zu einem Fachgespräch zum Thema Lüftungshygiene eingeladen.

Quelle: Kultusministerkonferenz

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