Bildungsmonitor: Ganztag in Sachsen und Thüringen vorn

Der INSM-Bildungsmonitor 2020 sieht die Bildungssysteme von Sachsen, Bayern, Thüringen und Hamburg als besonders leistungsfähig. Bei ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangeboten liegen Sachsen, Thüringen, Hamburg und Berlin vorn.

Der jährlich erscheinende INSM-Bildungsmonitor bezieht insgesamt 93 Indikatoren in die Bewertung der Bildungssysteme ein, darunter auch Indikatoren zur Beschreibung der Infrastruktur, beispielsweise die Verfügbarkeit von Ganztagsschulen und Ganztagsbetreuung sowie die Betreuungsrelationen an Schulen. Mit weiteren Indikatoren werden Aspekte der Bildungsgerechtigkeit und Impulse des Bildungssystems zur Stärkung der Qualifikationsbasis der Volkswirtschaft gemessen. 

Die ausgewerteten Handlungsfelder sind: „Ausgabenpriorisierung“, „Inputeffizienz“, „Betreuungsbedingungen“, „Förderinfrastruktur“, „Internationalisierung“, „Zeiteffizienz“, „Schulqualität“, „Bildungsarmut“, „Integration“, „Berufliche Bildung“, „Hochschule/MINT“ sowie „Forschungsorientierung“.

Der INSM-Bildungsmonitor sieht insgesamt die leistungsfähigsten Bildungssysteme in Sachsen und Bayern, gefolgt von Thüringen, Hamburg, Baden-Württemberg und dem Saarland. Der Bildungsmonitor konstatiert über alle Handlungsfelder seit 2013 eine Stagnation der Ergebnisse. Verbesserungen gibt es bei der Internationalisierung der Bildungssysteme und beim Ausbau der Förderinfrastruktur durch Ganztagsschulen.

Im Handlungsfeld „Förderinfrastruktur“, das auch Auskunft über ganztägige Bildungs- und Betreuungsangebote begibt, belegt Sachsen den ersten Platz, gefolgt von Thüringen, Hamburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Zahl der Grundschülerinnen und -schülern in Ganztagsschulen (Anteil an allen Grundschülern) ist die Reihenfolge nur leicht verändert: An der Spitze liegen Hamburg (98,4 %) und Thüringen (90,5 %), gefolgt von Sachsen (87,4 %) und Berlin (76,8 %).

Im Handlungsfeld „Schulqualität“, das Auskunft über die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler (durchschnittliche Kompetenzen in Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften) gibt, liegen Sachsen, Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt vorn.

Themen des Gesamtberichts sind in diesem Jahr auch die Digitalisierung und die Corona-Krise.

Der seit 2004 jährlich erstellte INSM-Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) untersucht im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), inwieweit die Bundesländer Bildungsarmut reduzieren, zur Fachkräftesicherung beitragen und Wachstum fördern. Die Zahlen kommen von verschiedenen statistischen Einrichtungen wie beispielsweise den Statistischen Landesämtern und werden in Punkte umgerechnet. Die Daten für den Bildungsmonitor 2020 stammen zumeist aus dem Jahr 2018 und 2019. Neben einer Bestandsaufnahme zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems werden die Ergebnisse des INSM-Bildungsmonitors auch mit dem Vorjahr verglichen.

Quelle: INSM-Bildungsmonitor 2020

Eine übersichtliche Kurzinformation über die aktuellen Artikel, Meldungen und Termine finden Sie zweimonatlich in unserem Newsletter. Hier können Sie sich anmelden.

 

 


 
(Ende der inhaltlichen Zusatzinformationen)