Hessen: Neue Ganztagsangebote 2020/2021

Zum Schuljahresstart 2020/2021 in Hessen dankte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz Schulleitungen und Lehrkräften. 263 hessische Schulen starten mit neuen Ganztagsangeboten.

„Das neue Schuljahr 2020/2021 beginnt ... alles andere als normal: Unter erschwerten Bedingungen und mit vielen neuen Regeln – aber wir sind motiviert wie nie“, erklärte Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz zum Schulstart in Wiesbaden. Auch wenn das neuartige Corona-Virus die gesamte Gesellschaft vor kaum für möglich gehaltene Herausforderungen stelle, habe die Situation der vergangenen Monate doch eindrücklich vor Augen geführt, welch große Bedeutung Schule und Unterricht in der Gesellschaft haben.

„Für ihren Auftrag, junge Menschen zu bilden und auszubilden und ihnen eine feste Struktur für den Alltag zu geben, und mit dem nicht zu unterschätzenden Beitrag für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat sich die Schule und haben sich alle an ihr Beteiligten größten Respekt erworben.“

Mit diesem Schwung starte am Montag auch Hessen ins neue Schuljahr. „Gleichzeitig wissen wir, dass das Schuljahr 2020/2021 viele Hürden und Unwägbarkeiten mit sich bringt. Wir haben in den vergangenen Wochen deshalb viel dafür getan, die nötigen Voraussetzungen für einen guten Start zu schaffen – dazu gehören die Ferienlernangebote für Schülerinnen und Schüler genauso wie die Aktualisierung der Hygieneregeln, die Klärung der Bewertung im Distanzunterricht sowie der Ausbau der digitalen Infrastruktur“, so der Kultusminister.

In diesem Jahr steigt erstmals sowohl die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler in Hessen um rund 1.500 auf 760.500 als auch die der Erstklässlerinnen und Erstklässler um rund 650 auf nun 55.600. Sie werden an insgesamt 1.795 öffentlichen Schulen unterrichtet. Die Zahl der Lehrerstellen steigt noch einmal um rund 770 auf nun 55.470, von denen etwa die Hälfte für den weiteren Ganztagsausbau zur Verfügung stehen.

Ein weiterer Großteil deckt die entstandenen Mehrbedarfe für den Grundunterricht und den allgemeinen Aufschlag (104/105 Prozent). Außerdem wird es 100 Stellen mehr für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst geben.

Neben weiteren Themen, darunter insbesondere aktuellen Fragen des Regelschulbetriebs unter Corona-Bedingungen, kündigte Lorz auch Vorhaben im Bereich der Ganztagsangebote an.

Neun von zehn weiterführenden Schulen und zwei Drittel aller Grundschulen in Hessen verfügen mittlerweile über ein Ganztagsprogramm mit verlässlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten – und es werden jährlich mehr. Allein in diesem Schuljahr kommen 61 Schulen, die neu in einem Landesprogramm arbeiten, hinzu, und 202 bauen ihre bestehenden Angebote zum Teil deutlich aus. „Damit das klappt, stellen wir unseren Schulen für den Ganztagsbereich knapp 3.630 Lehrerstellen und damit rund 340 mehr als im Vorjahr zur Verfügung“, erläuterte der Kultusminister weiter.

„Beim Ausbau des Ganztagsprogramms folgen wir der Überzeugung, dass freiwillige Angebote den individuellen Bedürfnissen von Eltern und Kindern besser gerecht werden als eine verpflichtende Ganztagsschule für alle.“

Quelle (vollständige Pressemitteilung): Hessisches Kultusministerium

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