BMBF: Bildung im Strukturwandel

Kompetenzzentren „Bildung im Strukturwandel“ und „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Kommunen“ nehmen in drei Braunkohlerevieren ihre Arbeit auf, unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Am heutigen Mittwoch nehmen die Kompetenzzentren „Bildung im Strukturwandel“  und „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Kommunen“ in den drei Braunkohlerevieren Lausitzer Revier, Rheinisches Revier und Mitteldeutsches Revier ihre Arbeit auf. Damit unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Kommunen bei innovativer Bildungsarbeit vor Ort. Hierzu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek:

„Mit guter Bildung gestalten wir gemeinsam die Zukunft jedes Einzelnen und die Zukunft unseres Landes. Tiefgreifende Veränderungen wie den Strukturwandel in den Kohleregionen meistern wir nur mit begleitenden Bildungsangeboten. Dafür brauchen wir innovative Konzepte, die zu den Strukturen vor Ort passen. Das gilt zum Beispiel für Bildung für nachhaltige Entwicklung: Der Wandel hin zu einem nachhaltigeren Leben und Wirtschaften erfordert auch Veränderungen im Bildungsangebot für alle Lebensphasen. Mit den neuen Kompetenzzentren unterstützen wir die Kommunen bei beiden Aufgaben. Das Bundesbildungsministerium stellt dafür in den nächsten drei Jahren rund zehn Millionen Euro bereit.“

Die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände, Oberbürgermeister Burkhard Jung (Deutscher Städtetag), Landrat Reinhard Sager (Deutscher Landkreistag) und Bürgermeister Ralph Spiegler (Deutscher Städte- und Gemeindebund):

„Bildung für nachhaltige Entwicklung ist kein Nischenthema, sondern ein sehr wichtiger Bestandteil kommunaler Bildungslandschaften. (...) Es geht darum, das Wissen um nachhaltiges Wirtschaften und nachhaltige Lebensführung zu stärken. Für die vom Strukturwandel betroffenen Braunkohlereviere ist der Ausbau der Bildungsangebote besonders wichtig. (...) Die vorgesehenen Kompetenzzentren können hierbei ihr Angebot flexibel auf die jeweiligen örtlichen Bedarfe der Kommunen ausrichten. (...)“

Hintergrund:

Das Kompetenzzentrum „Bildung im Strukturwandel“ (Laufzeit: 2020-2022) unterstützt die Kommunen und Regionen in den drei Braunkohlerevieren Lausitzer Revier, Rheinisches Revier, Mitteldeutsches Revier, ihren Bürgerinnen und Bürgern in allen Lebensphasen hochwertige und passgenaue Bildungsangebote zu machen. Ziel ist es, die dafür nötigen Bildungsangebote und -strategien als Teil des Strukturwandels zu erarbeiten. In jedem der Braunkohlreviere ist ein Netzwerkbüro angesiedelt. Diese sind in regionale Gremien zum Strukturwandel eingebunden. Zudem erarbeiten sie ein regionales Bildungsmonitoring, das unter anderem Daten zu Demografie, Wirtschaft und vorhandenem Bildungsangebot einbezieht und als Grundlage für die Gestaltung neuer Bildungskonzepte im Strukturwandel dient.

Das Kompetenzzentrum ist im Lausitzer Revier bei kobra.net, Kooperation in Brandenburg gGmbH, angesiedelt.

BNE soll daher stärker als bisher von den Kommunen in den örtlichen Bildungseinrichtungen verankert werden. Dieses Ziel wird vom neuen Kompetenzzentrum „Bildung für nachhaltige Entwicklung – Kommunen“ (Laufzeit: 2020-2023) unterstützt. Ein Verbund aus dem Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI), dem Trägerverein Kommunales Bildungsmanagement Niedersachsen e.V. (TV NDS) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ) bildet das neue BNE-Zentrum.

Ausgehend von den vier Standorten, Leipzig, Halle, München und Osnabrück werden bis zu 50 Kommunen bundesweit unterstützt, Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungseinrichtungen vor Ort zu vermitteln (...). Zu den vielfältigen Angeboten gehören individuelle Beratungen. kommunenübergreifende Qualifizierungsworkshops und Lernräume sowie europäische Austauschformate.

Quelle (und vollständige Pressemitteilung): Bundesministerium für Bildung und Forschung

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