IN VIA Köln: Ganztagsbetreuung in OGS zu Zeiten von Corona

Pädagogen*innen, Erzieher*innen in den OGS und Schulsozialarbeiter*innen von IN VIA Köln sind kreativ, wenn es heißt, Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern zu halten.

Mit kreativen Ideen halten die Offenen Ganztagsschulen (OGS) und Schulsozialarbeiter*innen von IN VIA Köln in der Corona-Zeit Kontakt mit Abstand zu Kindern und Jugendlichen. Dabei ist die Kommunikation mit den Kindern in den Grundschulen, weiterführenden und Berufsschulen sowie zu Hause im derzeitigen Ausnahmezustand eine Herausforderung für alle.

Kreative Wege sind von Pädagogen*innen und Schulsozialarbeiter*innen gefragt, damit der Kontakt nicht abreißt und keine Isolation entsteht. Vom Corona-Tagebuch, über Zeitungen der Ganztagsbetreuung, Link-Übersichten mit Basteltipps, Videos, Kinderpost vom Maskottchen „LUBO“, Ressourcenschatzkisten und Bauwettbewerben gibt es vielfältige Ideen, damit die Zeit des „Homeschoolings“ und die Betreuung vor Ort bereichert wird.

Bereits seit mehreren Wochen sind im Schulbetrieb Lehrkräfte, Pädagogen, Kinder und Jugendliche weitestgehend isoliert voneinander. Nach wie vor ist nicht klar, wann wieder ein geregelter Schulbetrieb möglich sein wird. Viele Eltern zerreißen sich zwischen Homeoffice und Kinderbetreuung – ein belastender Stresstest für zahlreiche Familien. Experten*innen befürchten einen deutlichen Anstieg an häuslicher Gewalt. „Wichtig ist in dieser Zeit mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben, und hier sind einfallsreiche Lösungen gefragt. Es gibt Zeiten, da treten schulische Belange, Richtlinien und Lehrpläne in den Hintergrund“, betont Karin Anders, Fachbereichsleiterin Bildung und Schulkooperationen bei IN VIA Köln.

IN VIA Köln betreut in 26 Offenen Ganztagsschulen knapp 4.447 Kinder. Während der Corona-Pandemie nutzten bisher nur wenige die Notfallbetreuung, obwohl viel mehr Eltern mit ihren Kindern den Anspruch wahrnehmen könnten. Um zu möglichst vielen Kindern den wichtigen Kontakt zu halten, haben die Pädagogen*innen, Erzieher*innen in den OGS und die Schulsozialarbeiter*innen kreative und ungewöhnliche Kommunikationsmöglichkeiten konzipiert.

In der OGS Lustheider Straße entstand die Idee eines Corona-Tagebuches. In ihr persönliches Tagebuch können die Kinder alles reinschreiben, über was sie gerade nachdenken, wovor sie Angst haben, aber auch worüber man sich freut, was einen zum Lachen bringt und was man Neues gelernt hat. Auch Spiel- und Basteltipps, ein Corona-Comic sowie Lernvideos sind in dem liebevoll gestalteten Tagebuch auf rund 26 Seiten enthalten.

Das OGS-Team der Severin-Schule, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Sehen, hat viele tolle Beschäftigungsideen gesammelt, die helfen sollen, die Langeweile der Kinder in den nächsten Wochen etwas erträglicher zu machen. Herausgekommen ist eine bunte Online-Dropbox mit Geschichten, Bastelideen, Rezepten und vielen weiteren schönen Dingen. Die OGS der Kardinal-Frings-Schule setzt in der Notbetreuung das Thema „Glück“ in den Mittelpunkt. Mit Spielen und Angeboten aus der Glückswerkstatt, ein pädagogisches Konzept, das die OGS in diesem Jahr ins Leben gerufen hat, konnte den Kindern immer noch ein Lächeln in die kleinen Gesichter gezaubert werden. Das Kreativangebot „Ich bastel mein Glücksschwein“ ist ein ganz besonderes Highlight und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Im Offenen Ganztag der Berthold-Otto-Grundschule und der KGS Friedlandstraße wurde mit den Kindern, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten, gemeinsam Hochbeete auf dem Schulhof frühlings- und sommerfit gemacht, Rasen gepflanzt und frisch eingesät. Außerdem musste alles frisch Eingesäte auch täglich bewässert werden. Des Weiteren vertrieb unter den Kindern noch ein Bauwettbewerb mit dem höchsten Bauklotzturm mögliche Langeweile.

Für die Kinder und Eltern der OGS Ernstbergstraße wird eine liebevoll erstellte Schülerzeitung veröffentlicht, eine Gemeinschaftsproduktion der Lehrer*innen, des OGS-Teams und der Schulsozialarbeiterinnen. Die Idee einer Ressourcenschatzkiste für die Viertklässler*innen, die bald die Schule verlassen, kommt ebenfalls aus der Ernstbergstraße. Jedes Kind erhielt eine Bastelanleitung für eine eigene Ressourcenschatzkiste, in der die Erinnerungen an ihre Grundschulzeit, Wünsche an die neue Schule, Gedanken/Gedichte etc. gesammelt werden können.
 
Seitdem alle Schulen geschlossen wurden, versuchen auch die Schulsozialarbeiter*innen den Kontakt zu den Kindern und ihren Familien über andere Kommunikationswege aufrecht zu erhalten: So lässt das Maskottchen LUBO, ein Angebot des Sozialkompetenztrainings im Rahmen der Schulsozialarbeit in der GGS Lustheider Straße die Kinder an seinem Alltag teilhaben, schreibt Tagebuch und ermuntert sie, ihm Briefe zu schreiben. LUBO gibt Antworten und Tipps, wie die Kinder beispielsweise mit Themen wie Wut, Langeweile, Traurigkeit oder Geschwisterstreit umgehen können.

Das sind nur einige Beispiele, die exemplarisch für die gute Arbeit stehen, die derzeit – trotz des Kontaktverbots – an Schulen im Ganztag und durch Schulsozialarbeit in Trägerschaft von IN VIA Köln geleistet wird. Dabei sollte die Situation von sozial benachteiligen Kindern und Familien mehr in den Mittelpunkt gerückt und Unterstützungsmöglichkeiten gesucht werden.

Gemeinsam mit der jeweiligen Schule entwickelt IN VIA Köln bedarfsgerechte und schulspezifische Ganztags-Konzepte für die pädagogische Arbeit vor Ort. Orientierungspunkte sind hierbei die Schulkonzepte, die IN VIA-Qualitätsstandards sowie wichtige Standortfaktoren der jeweiligen Schule.

Quelle: IN VIA Köln

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