Österreich: Schulentwicklungsprogramm 2020

Mit dem Schulentwicklungsprogramm 2020 wird Österreich 2,4 Milliarden Euro investieren. Schwerpunkte sind ganztägige Schulformen im Primarbereich, Nachhaltigkeit und Digitalisierung.

Die Schule bereitet die nächsten Generationen auf die Zukunft vor. Für diese Aufgabe werden geeignete Räume benötigt, die als „dritter Pädagoge“ fungieren können. Österreich investiert daher in den nächsten Jahren 2,4 Milliarden Euro in Schulen. Österreichweit wird es rund 270 Bauprojekte an den Bundesschulen geben. Das Schulentwicklungsprogramm 2020 basiert auf bildungspolitischen Intentionen, ökologischen Überlegungen, räumlich-demografischen Entwicklungen und verfolgt eine übergeordnete Zielvorstellung. Es soll ein regional möglichst gleichwertiges Schulangebot gewährleistet bleiben.

Daher berücksichtigt das Schulentwicklungsprogramm die regional unterschiedliche Bevölkerungsentwicklung und die Entwicklung der Schulbesuchsquoten. In stark wachsenden Regionen sind Neubauten und Erweiterungen vorgesehen, in Regionen mit abnehmender Zahl an Kindern und Jugendlichen werden die Schulen saniert und umgebaut. In jeder Region soll eine entsprechende Vielfalt und Dichte von Bildungseinrichtungen existieren. Dabei gilt auch das Prinzip, dass die Komplettierung bzw. Ergänzung oder Erneuerung von Ausbildungsangeboten bestehender Schulstandorte vor Neugründungen geht.

Schwerpunkte im Schulentwicklungsprogramm 2020 sind

  • Ganztägige Schulformen im AHS-Unterstufenbereich,
  • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz,
  • Digitalisierung – Ausbau der IT-Infrastruktur.

Das vorangegangene Schulentwicklungsprogramm wurde 2008 beschlossen. Seither haben sich die Anforderungen an die Schulen deutlich verändert. Das aktuelle Schulentwicklungsprogramm sichert den Schulbestand und berücksichtigt geänderte pädagogische Anforderungen.

  • Ganztägige Schulformen im AHS-Unterstufenbereich: Es gibt einen steigenden Bedarf an ganztägigen Schulen. Schwerpunktmäßig werden daher ganztätige Schulformen im AHS-Unterstufenbereich ausgebaut. Schüler/innen der AHS-Unterstufe soll ein bedarfsgerechtes Angebot an schulischer Tagesbetreuung zur Verfügung stehen.
  • Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: Bei allen Schulprojekten wird künftig die Möglichkeit der alternativen Energieerzeugung geprüft. Sofern alle Voraussetzungen vorliegen, sollen Umwelttechnologien wie Geothermie, Solarthermie, thermische Bauteilaktivierung, Wärmerückgewinnung und Photovoltaikanlagen in den Schulen eingesetzt werden. Im Rahmen der nachhaltigen Mindeststandards wird die Klima-Aktiv-Vorgabe mit 750 Punkten (silber) angesetzt.
  • Digitalisierung – Ausbau der IT-Infrastruktur: Eine moderne Infrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz digital unterstützter Lern- und Lehrformen. Ziel ist, jede Schule mit grundlegender IT-Infrastruktur auszustatten. Dazu zählen beispielsweise die Anbindung der Schulstandorte an das Glasfasernetz sowie eine leistungsfähige und ausreichende WLAN-Versorgung in den Unterrichtsräumen.

Quelle (vollständige Pressmitteilung mit detaillierter Schulprojektliste): Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung der Republik Österreich
 

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