Rheinland-Pfalz: „Schule stärken, starke Schule!“

„S⁴: Schule stärken, starke Schule!“ heißt ein neues Programm des Bildungsministeriums, der Wübben-Stiftung und des Pädagogischen Landesinstituts in Rheinland-Pfalz.

„Schule hat sich verändert: Schülerinnen und Schüler haben heute vielfältige Bedürfnisse, das Verhältnis von Schule und Eltern hat sich gewandelt und Lehrerinnen und Lehrer stehen vor der Herausforderung einer heterogener werdenden Schülerschaft. Vor diesem Hintergrund haben die Wübben-Stiftung, das Bildungsministerium sowie das Pädagogische Landesinstitut ein Programm aufgelegt, das Schulen in herausfordernder Lage unterstützt.

„Mit ‚S⁴: Schule stärken, starke Schule!’ haben wir ein Instrument geschaffen, dass Schulen stark macht für den Alltag, aber auch gut für die Zukunft aufstellt. Es richtet sich an Grund- und weiterführende Schulen, die wegen ihrer sozialräumlichen Lage und der sich daraus ergebenden Zusammensetzung ihrer Schülerschaft vor besonderen Herausforderungen stehen. Im ersten Durchgang sind 15 Grundschulen, neun Realschulen plus und zwei Integrierte Gesamtschulen dabei. Wir sind überzeugt davon, dass unsere Schulen davon profitieren werden und haben mit der Wübben-Stiftung einen sehr erfahrenen und einen sehr erfolgreichen Partner an unserer Seite“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig Anfang März bei der Pressekonferenz zur Vorstellung von „S⁴: Schule stärken, starke Schule!“.

S⁴ ist in erster Linie ein Schulentwicklungsprogramm, das die ausgewählten Schulen drei Jahre lang begleitet: Es besteht aus zentralen Fortbildungsveranstaltungen für die Schulleiterinnen und Schulleiter, umfasst aber auch ein individuelles Coachingangebot für Schulleitungen, Vernetzungsangebote, Schulentwicklungsbegleitung, Fortbildungen des pädagogischen Landesinstituts, Anrechnungsstunden und ein jährliches Budget. Am ersten Durchgang, der zum 1. Februar 2020 begonnen hat, nehmen insgesamt 26 Schulen teil.

Eine Schule, die am ersten Durchgang von „S⁴“ teilnimmt, ist die Goethe-Grundschule in Mainz. „Unsere Schule und unsere Lehrerinnen und Lehrer leisten täglich hervorragende Arbeit. Wir wollen uns auch für die Zukunft gut aufstellen, um allen unseren Schülerinnen und Schülern die Entfaltung ihrer individuellen Potentiale zu ermöglichen. (...) Ich erhoffe mir, dass im weiteren Verlauf Interventions- und Unterstützungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden, die für die Schülerinnen und Schüler eine Chancengerechtigkeit und für die Lehrkräfte eine Entlastung bei ihren mittlerweile sehr umfänglichen Aufgaben bewirken“, sagte Gabriele Erlenwein, die die Goethe-Grundschule bereits seit 18 Jahren leitet.

Ralf Früholz, Leiter der Anne-Frank-Realschule plus in Mainz, erläuterte: „Die Anne-Frank-Realschule plus hat tolle Kolleginnen und Kollegen, die sich jeder Herausforderung stellen. Aufgrund sich ständig verändernder Bedingungen in der Schülerschaft und deren Lebensumwelt ist es erforderlich, dass wir als Schule jederzeit flexibel und effektiv agieren können. Daher ist es wichtig, dass wir professionell unterstützt und begleitet werden. Denn wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern in der Entwicklung und in den damit verbundenen Schwierigkeiten die notwendige Unterstützung bieten. Damit Schulentwicklung gelingen kann, muss der Aspekt der Partizipation aller Beteiligten gelebt werden, die durch die Bereitstellung von Anrechnungsstunden und finanziellen Mitteln am produktivsten umsetzbar ist.“

„S⁴: Schule stärken, starke Schule!“ ist eine zusätzliche Maßnahme der Landesregierung zur Unterstützung von Schulen in herausfordernder Lage: „Rheinland-Pfalz ist im Bundesvergleich das Land, in dem der Bildungserfolg mit am wenigsten stark von der sozialen Herkunft abhängig ist. Dafür haben wir schon vor vielen Jahren den Grundstein gelegt: (...) Unsere Schulen – von den Grundschulen (...) bis zu den weiterführenden Schulen – verfügen über gute Rahmenbedingungen. Die Ganztagsschule ist ebenfalls beitragsfrei und die Landesregierung unterstützt die Schulträger jedes Jahr mit zehn Millionen Euro bei der Finanzierung der Schulsozialarbeit“, sagte Hubig und betonte: „S⁴ wird ein weiterer Baustein sein, von dem perspektivisch alle Schulen in Rheinland-Pfalz profitieren können. Wir werden im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Programms Erkenntnisse darüber gewinnen, welche Unterstützung Schulen in herausfordernder Lage brauchen.“

Am 1. Februar sind u. a. Schulen in Mainz, Koblenz, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Bad Kreuznach, Worms, Idar-Oberstein gestartet – viele davon sind Ganztagsschulen, z. B.

Quelle: Bildungsserver Rheinland-Pfalz

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