Bayern: Kooperation mit Musik

Eine neue Broschüre der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik enthält u. a. Best-Practice-Beispiele der Kooperation zwischen Musikschulen und Ganztagsschulen.

Die Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM) hat in Kooperation mit dem Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e.V. (VBSM) eine 32-seitige Broschüre „Öffentliche Musikschulen als Partner von Kitas und Schulen. Best-Practice-Beispiele“ herausgegeben. Die konkreten Beispiele der Kooperation sollen Erzieherinnen, Erzieher ebenso wie Lehrerinnen und Lehrer zu nachhaltigen Kooperationen motivieren.

Im Vorwort schreiben Christiane Franke von der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik und Wolfgang Greth vom Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen: „Am Anfang stand die Idee, gelungene Beispiele in der Vernetzung außerschulischer Partner mit Schulen im Ganztag zu ermitteln und darzustellen. Zu den außerschulischen Partnern zählen Musikschulen in Bayern, die über professionelle Fachkräfte verfügen, sodass eine qualitativ nachhaltige musikalische Bildungsarbeit möglich wird. Die erste Umfrage hat die Vielfalt an Kooperationen zwischen Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen im regulären Schulalltag wie im Ganztag sowie zwischen Musikschulen und Kindertagesstätten offen gelegt. Aktuell gibt es 2.416 vertraglich vereinbarte Kooperationen in Bayern, 896 mit Kindertagesstätten, 1.190 mit Grundschulen, 53 mit Förderschulen, 128 mit Mittelschulen, 54 mit Realschulen und 95 mit Gymnasien.“

In der Umfrage im Winter 2018/2019 wurden alle öffentlichen Musikschulen in Bayern aufgefordert, ihre Kooperationen nach „Parametern“ darzustellen (Projektbeschreibung, Qualifizierung des Personals, Leistung der Partner, Rahmenbedingungen der Kooperation, Finanzierung, Nachhaltigkeit). Aus den eingereichten Unterlagen wählte eine Kommission Beispiele aus.

Solche Beispiele sind neben vielen anderen:

  • Musikschule Schweinfurt: „Kinder der Jahrgangsstufen 1 und 2 der Friedrich-Rückert-Grundschule Schweinfurt erhalten wöchentlich zusätzlich zum regulären Musikunterricht 90 Minuten musikalische Grundausbildung im Klassenverband. Dieses musikalische Zusatzangebot im Rahmen des gebundenen Ganztags erfolgt im Tandem aus je einer Lehrkraft der Schule und des Zweckverbands Musikschule Schweinfurt.“
  • Musikschule der Stadt Kitzingen: „Die Kooperation mit der St.-Hedwig-Grundschule Kitzingen für die Deutschklasse 2 mit 8- bis 9-jährigen Kindern aus Flüchtlingsfamilien umfasst einen 45-minütigen Percussions-Unterricht im Rahmen des offenen Ganztags. (...) ‚Percussionskids’ ermöglicht (...) Kindern mit geringen oder fehlenden sprachlichen und musikalischen Kenntnissen musikalisch Erfolg zu erleben und sich als Gemeinschaft zu erfahren.
  • Musikschule im Landkreis Passau: „Vier Lehrkräfte der Musikschule im Landkreis Passau unterrichten einmal pro Woche 90 Minuten am Vormittag im Rahmen des regulären Unterrichts an der Grundschule Büchlberg Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 3 und 4 in der jahrgangsübergreifenden Bläserklasse.“
  • Musikschule Unterhaching e. V: „Auf der Grundlage eines Kooperationsvertrags mit der Gemeinde Neubiberg erhalten Kinder der Grundschule Neubiberg im gebundenen Ganztag in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 zusätzlich zum regulären Musikunterricht eine musikalische Grundausbildung (...)

Es werden zahlreiche weitere Beispiele vorgestellt, u. a. der Sing- und Musikschulen Regensburg, Neutraubling, Sulzbach-Rosenberg, Südlicher Landkreis Fürth und Schnaittach.

Die Beispiele werden auch auf der Homepage der BLKM veröffentlicht, um den Zugang zu diesen „Best Practice Beispielen“ zu ermöglichen und damit einen Anstoß zur Vernetzung, für neue Ideen, zur Nachahmung oder Weiterentwicklung zu geben.

Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik / Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e.V. (2019): Musikalische Bildung in Bayern. Öffentliche Musikschulen als Partner von Kitas und Schulen. Best-Practice-Beispiele. München & Weilheim.

Quelle: Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik

 

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