Hessen: Schulen erhalten „Gütesiegel Hochbegabung“

Sechs Schulen in Hessen haben das „Gütesiegel Hochbegabung“ erhalten, darunter mehrere ganztägig arbeitende Schulen.

Das „Gütesiegel Hochbegabung“ zeichnet Schulen aus, die sich der Förderung hochbegabter und besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler verschrieben haben. Sechs Schulen – die Ernst-Leinius-Ganztagsgrundschule Kassel, die Gesamtschule Fuldatal, die Grundschule am Langenberg aus Großenlüder-Müs, die Heinrich-von-Kleist-Schule Eschborn, die Martin-Niemöller-Schule Wiesbaden und die Regenbogenschule Ebsdorf/Leidenhofen – hat Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz am 7. Februar in Wiesbaden das Gütesiegel verliehen und sie in das hessische Netzwerk zur Begabtenförderung aufgenommen.

Dabei erklärte er: „Beim Stichwort Bildungsgerechtigkeit denken wir instinktiv an Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen. Unser Förderprogramm ‚Gütesiegel Hochbegabung‘ geht einen Schritt weiter und nimmt unabhängig von der sozialen Herkunft all jene in den Blick, die besonders begabt oder leistungsfähig sind. Denn auch diese Schülerinnen und Schüler brauchen eine spezielle Form der Förderung. Ihre Talente im Unterricht zu entdecken und gezielt zu fördern, ist Aufgabe unseres Netzwerks. Dass wir heute sechs weitere Schulen willkommen heißen dürfen, freut mich sehr.“

Zur Erlangung des Zertifikats müssen Schulen mehrere Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählt die Verankerung eines spezifischen Förderkonzepts im Schulprogramm ebenso wie die Erstellung individueller Förderpläne, die regelmäßige Teilnahme von Lehrkräften an Fortbildungen, die sachgemäße Beratung der Eltern und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern.

„Die Entwicklung unseres Wirtschaftsstandorts hängt maßgeblich von klugen Köpfen ab, die ihr Wissen in Unternehmen und Forschungseinrichtungen einbringen wollen“, ergänzte der Minister. „Deshalb sind wir bereits seit vielen Jahren aktiv in der Begabten- und Begabungsförderung und schaffen die notwendigen Rahmenbedingungen, um die Potenziale unserer Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu entfalten.“

Zusammen mit den sechs Neuzugängen nehmen hessenweit aktuell 184 Schulen am Gütesiegelprogramm teil. „Auf diese Weise ist ein dichtes Netz entstanden, das es uns ermöglicht, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Fördermöglichkeiten für hochbegabte Schülerinnen und Schüler anzubieten“, so Lorz. Neben dem Gütesiegel bestehe zudem etwa mit der Internatsschule Schloss Hansenberg ein renommiertes staatliches Angebot für besonders begabte und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler. Seit zwei Jahren nehme Hessen außerdem an dem bundesweiten Projekt „Leistung macht Schule (LemaS)“ teil, das Schulen wichtige Impulse für die Unterrichtsentwicklung gebe.

„Die Förderung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler ist kein Selbstläufer. Ich danke den Schulen deshalb für ihr Engagement, mit dem sie einen wichtigen Beitrag zur Hochbegabtenförderung in Hessen leisten, und wünsche ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung“, hielt der Minister abschließend fest.

Quelle: Hessisches Kultusministerium

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