Ganztagsschulen sind Gewinner der „Rohstoff-Expedition“

Mehr als 1.600 Schulen beteiligten sich an der „Rohstoff-Expedition“ im Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde. Gemeinsam mit allen deutschen Netzbetreibern wurden 65.090 Handys gesammelt. Erfolgreich waren zum Beispiel die Erich-Kästner Realschule plus und die Freie Gesamtschule „Gustav-Adolf“.

Rund um die Uhr in der Natur sein, Essen am Lagerfeuer zubereiten und im Zelt in den Schlafsack krabbeln – auf eine Woche Wildniscamp freuen sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a der „Erich Kästner Realschule plus“ in Ransbach-Baumbach (Rheinland-Pfalz). Als Experten für nachhaltiges Leben holten sie sich einen der Klassenpreise bei der Rohstoff-Expedition, denn sie haben beim Wissensquiz am besten abgeschnitten. „Unsere Schülerinnen und Schüler freuen sich wahnsinnig über den Gewinn. Jetzt sind sie sehr gespannt, was sie während ihrer Expedition in die Wildnis erleben und wie sie eine ganze Woche lang ohne technische Hilfsmittel auskommen“, wird ihr Lehrer Albert Hopfgartner in einer Pressemitteilung im Rahmen des „Wissenschaftsjahres 2012 – Zukunftsprojekt Erde“ zitiert.

Zu den Gewinnern des Wissensquiz’ gehörten auch das Stiftsgymnasium Sindelfingen (Baden-Württemberg), das – mit Mitteln des IZBB gefördert – seit vier Jahren Ganztagsschule ist, sowie das Cornelius-Burgh-Gymnasium in Erkelenz (Nord-Rhein-Westfalen), das ab 2014 den Ganztag einführen wird.

Das Engagement während der Rohstoff-Expedition zahlt sich auch für die Freie Gesamtschule „Gustav Adolf“ in Lützen aus. Die Schülerinnen und Schüler haben die meisten gebrauchten Mobiltelefone eingesammelt. „Mit Kreativität und Eifer haben sich die Jungen und Mädchen dafür eingesetzt, Mitschüler, Freunde und Nachbarn zu überzeugen, ihre Althandys in die Sammelbox zu geben“, beschreibt Schulleiter Klaus-Dieter Hinz das Engagement der Jugendlichen.

Zu den „fleißigsten Sammlerinnen und Sammlern“ gehören Schulklassen weiterer Ganztagsschulen: Seyboldschule Förderschule Metzingen (Baden-Württemberg), Oberschule Bösel (Niedersachsen), Schulzentrum Helpsen (Niedersachsen), Sophie-Scholl-Schule Gießen in freier Trägerschaft (Hessen), Maximilian-Kolbe-Schule Rüthen (Nord-Rhein-Westfalen).

Klassensätze von Handy-Rohstoffboxen haben 2012 im Wettbewerb um den besten SMS-Dreizeiler zur Aktion u. a. das Jürgen-Fuhlendorf-Gymnasium Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) und das Ernst-Abbe-Gymnasium Eisenach (Thüringen) gewonnen.

Mehr als 1.600 Lehrkräfte haben sich für „Die Rohstoff-Expedition – Entdecke, was in (d)einem Handy steckt!“ angemeldet. Das Wissenschaftsjahr 2012 hat Lern- und Arbeitsmaterialien bereitgestellt, damit der Umgang mit begrenzt verfügbaren Ressourcen im Unterricht behandelt werden kann. Der Ansatz, Jugendlichen im Unterricht zu ermöglichen, Mobiltelefone aufzuschrauben, um bis ins kleinste Detail herauszufinden, woraus sie bestehen, hat sich bewährt. Ergänzend zu diesem handfesten Ansatz haben die Schülerinnen und Schüler auch ihre eigenen Konsumgewohnheiten analysiert und hinterfragt.
 
Die „Rohstoff-Expedition“ ist als Aktion im Wissenschaftsjahr ¬2012 – Zukunftsprojekt Erde gestartet. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
 
Weitere Informationen: http://www.die-rohstoff-expedition.de/ 

 

 


 
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