Hamburg: Ganztagsangebote kultureller Bildung

79 Theater-AGs, 63 Literaturzirkel und 229 Kunst-AGs, 62 Orchester, 62 Big Bands und 101 Chöre – das und noch viel mehr haben Hamburger Schulen zu bieten, meist als Ganztagsangebot.

Ob beim Malen oder Musizieren, beim Tanzen oder Theaterspielen – kulturelle Bildung bietet Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, selbst künstlerisch und kreativ tätig zu sein. Das macht nicht nur Spaß, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein und weitet den Blick für andere Perspektiven. Hamburgs Stadtteilschulen und Gymnasien haben ein breitgefächertes Angebot an kulturellen Aktivitäten.

Laut einer aktuellen Umfrage unter allen 119 weiterführenden Schulen bestanden innerhalb des Ganztagsangebots 79 Theater-AGs, 63 Literaturzirkel und 229 Kunstkreise. Im Schuljahr 2018/2019 gab es allein im musikalischen Bereich 62 Orchester, 62 Big Bands und 101 Chöre. Hinzu kommen weitere kulturelle Angebote, etwa aus den Bereichen Foto, Film oder Tanz sowie interdisziplinäre Angebote.

Bildungssenator Ties Rabe: „Hamburgs Schulen unterstützen Schülerinnen und Schüler dabei, ihre Persönlichkeit und Identität zu entwickeln. Kulturelle Bildung trägt maßgeblich dazu bei und spielt eine hervorragende Rolle in Schule und Unterricht. Die Schüler lernen Kunst, Theater und Musik nicht nur passiv als Zuschauer kennen, sondern werden dank zahlreicher Angebote selbst aktiv, indem sie ein Instrument erlernen, einen Film drehen, spannende Bücher lesen oder in einer Tanzgruppe mitmachen. Ich freue mich, dass Hamburgs Schulen in kultureller Hinsicht so gut aufgestellt sind, denn die Auseinandersetzung mit Künsten aller Art wirkt weit über die Schulzeit hinaus.“

An Hamburgs weiterführenden Schulen stand im Schuljahr 2018/2019 eindeutig die bildende Kunst an vorderster Stelle der Beliebtheitsskala. Innerhalb des Ganztagsangebots gab es an den Gymnasien und Stadtteilschulen insgesamt 229 Kunst-AGs (Arbeitsgemeinschaften). Auf Platz 2 standen in beiden Schulformen die interdisziplinären Angebote (185), die fächerübergreifend verschiedene Bereiche miteinander verbinden, beispielsweise Bühnenbilder für ein Theaterstück malen (Theater-Kunst-AG). Auf dem dritten Platz standen bei den Gymnasien die Chöre (53 Angebote), bei den Stadtteilschulen die Tanz-AGs (71 Angebote).

Chorsingen ist übrigens auch bei Stadtteilschülern beliebt, wie die 48 Angebote an Stadtteilschulen zeigen. Hoch im Kurs standen bei beiden Schulformen die Theater-AGs (Stadtteilschulen: 48, Gymnasien: 31) sowie Orchester (Stadtteilschulen: 25, Gymnasien: 37) und Big Bands (Stadtteilschulen: 25, Gymnasien: 37). Innerhalb des Ganztagsangebots bestanden im Schuljahr 2018/2019 insgesamt mehr als 1.000 Aktivitäten, weitere komplett freiwillige Aktivitäten an Schulen noch nicht einberechnet.

Zu den schulischen Angeboten kommen zahlreiche Programmangebote hinzu, die die Schulbehörde in Kooperation mit Kulturinstitutionen oder Trägern kultureller Bildung anbietet. Hierzu gehört beispielsweise

  • TUSCH Hamburg, ein Programm, das allen Schulen die Chance bietet, in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Theatern der Stadt ihr Profil zu schärfen und jungen Menschen kulturelle Teilhabe und gemeinsame Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.
  • The Young ClassX. Dieses Programm wird in den Schulen teilweise im Rahmen des Fachs „Chor“ geführt und ist damit Teil des lehrplangestützten regulären Unterrichts, teilweise bestehen die Chöre aber auch als zusätzliches Nachmittagsangebot auf völlig freiwilliger Basis.
  • Kulturagenten für kreative Schulen Hamburg, ein Programm, das 2011 in fünf Bundesländern von der Stiftung Mercator und der Kulturstiftung des Bundes initiiert wurde und seit dem Schuljahr 2019/20 komplett in die  Hände der jeweiligen Bundesländer übergeben wurde.
  • Kunstpioniere ist ein innovatives Kooperationsprogramm zwischen Schulen und Kunstmuseen, das auf eine Initiative des Fachreferats Bildende Kunst der Schulbehörde zurückgeht. Zur Finanzierung des Programms Kunstpioniere stellt die Claussen-Simon-Stiftung Fördermittel zur Verfügung. Diese und weitere Programmangebote tragen ebenfalls zur bestehenden Angebotsvielfalt an Hamburgs Schulen bei.

Mit dem Fonds „Kultur & Schule“ setzt der Senat außerdem seit Anfang dieses Jahres einen zusätzlichen Schwerpunkt auf kulturelle Bildung in den Hamburger Schulen mit dem Ziel, Schülerinnen und Schülern breite Möglichkeiten der kulturellen Teilhabe zu eröffnen. Mit dem Fonds sollen Künstler und Künstlerinnen aus allen kulturellen Sparten die Möglichkeit bekommen, an Schulen mit den Schülerinnen und Schülern Projekte umzusetzen, mit denen diese selbst kreativ tätig werden, Kultur aktiv erleben und eigene Erfahrungen in der Begegnung mit Kunst machen. Dafür hat die Bürgerschaft den Senat ersucht, insgesamt 425.000 Euro pro Jahr bereitzustellen. Zusätzlich dazu stellt ein Bündnis aus sieben Hamburger Stiftungen für 2019 insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung.

Quelle: Behörde für Schule und Berufsbildung

Eine übersichtliche Kurzinformation über die aktuellen Artikel, Meldungen und Termine finden Sie zweimonatlich in unserem Newsletter. Hier können Sie sich anmelden.

 

 


 
(Ende der inhaltlichen Zusatzinformationen)