Hessen: Neue Ganztagsangebote im „Pakt für den Nachmittag“

Die Stadt Kelsterbach tritt dem „Pakt für den Nachmittag“ bei: Hessens Kultusminister Prof. R. Alexander Lorz und der Landrat des Wetteraukreises Jan Weckler haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Auch Kelsterbach setzt auf ganztägige Betreuungsangebote an Grundschulen und tritt zum kommenden Schuljahr dem „Pakt für den Nachmittag“ bei. Dazu haben Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Bürgermeister Manfred Ockel heute in Wiesbaden eine Kooperationsvereinbarung zwischen Land und Schulträger zum Ausbau der Ganztagsangebote unterzeichnet.

„Im Zentrum unserer Anstrengungen steht der Wunsch vieler Eltern nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, betonte Kultusminister Lorz. „Dem kommen wir nun auch in Kelsterbach nach. Es freut mich sehr, gemeinsam mit der Stadt den Startschuss für ein zuverlässiges und qualitativ hochwertiges Ganztagsangebot an Grundschulen geben zu dürfen. Ich bin mir sicher, dass wir damit einen spürbaren Mehrwert für Eltern und Kinder schaffen.“

Anspruchsvolle Bildungs- und Betreuungsangebote

Kelsterbach startet zunächst mit einer der beiden städtischen Grundschulen, der Bürgermeister-Hardt-Schule, in das Programm. „Das Vorhalten von gleichermaßen qualitativ wie quantitativ anspruchsvollen Bildungs- und Betreuungsangeboten ist seit vielen Jahrzehnten ein grundlegender Bestandteil der Kelsterbacher Kommunalpolitik“, sagte Bürgermeister Ockel bei der Unterzeichnung. „Wir betrachten unsere Angebote nicht nur als einen grundlegenden gesellschaftspolitischen Beitrag für eine angemessene Sozialpolitik, sondern auch als einen essentiellen Baustein einer gelungenen Integrationspolitik. Mit dem ‚Pakt für den Nachmittag‘ können wir diesen Anspruch nachhaltig sichern.“

Land und Schulträger stellen die Bildungs- und Betreuungsangebote gemeinsam bereit. Sowohl Eltern als auch Lehrkräfte teilnehmender Schulen bewerten die Konzepte bisher sehr positiv und nehmen sie als deutlichen Fortschritt wahr. Auch wenn anfangs ein höherer Kommunikations- und Abstimmungsbedarf nötig sei, lohne der Aufwand mit Blick auf die Chancen für eine qualitative Schulentwicklung, so Lorz. „Letztlich geht es uns um den bedarfsgerechten Ausbau unserer Ganztagsangebote und um die systematische Erhöhung der Qualität durch landesweite Standards. Dabei können wir auf mittlerweile bewährte Strukturen zurückgreifen.“

Ein wichtiges Angebot, das vielen Paktschulen unterbreitet werde, seien sogenannte Lernzeiten, in denen Schülerinnen und Schüler unter pädagogischer Betreuung ihre Hausaufgaben erledigen und den im Unterricht behandelten Stoff vertiefen könnten. „Dadurch werden wir unserem Anspruch, jedes Kind individuell und bestmöglich zu fördern, noch besser gerecht“, ergänzte Lorz.

Achtzig Prozent aller Schulträger dabei

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr, der Schulträger für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote wirken aktiv an den Ganztagsangeboten mit. Im Schuljahr 2019/20 werden damit insgesamt 26 der 33 Schulträger in Hessen und damit rund 80 Prozent im Pakt vertreten sein.

Der aktuelle Koalitionsvertrag sieht die Umwandlung des „Pakts für den Nachmittag“ in den „Pakt für den Ganztag“ vor, der die bestehenden Angebote weiter ausbauen und die Gebührenfreiheit bis mindestens 14.30 Uhr sicherstellen soll. „Während der Bund bei der Berechnung der Kosten des Ganztagsanspruchs noch im Trüben fischt, schaffen wir in Hessen in enger Absprache mit den Schulträgern mit unserem systematischen Ausbau der Ganztagsangebote seit Jahren positive Tatsachen und sind auf einen möglichen Rechtsanspruch gut vorbereitet“, hielt der Minister abschließend fest.

Quelle: Hessisches Kultusministerium
 

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