Wenn der Bürgermeister Eis bringt, ist Sommer im Ganztag

Dschungelabenteuer mit SpielmobilOGS, Zeugnisgrillen, ein Lokführerkurs, eine Nacht bei der Feuerwehr, in der Bücherei oder im Rathaus, ja sogar ein „Blick hinter Gitter“ – die Sommerferien rufen!

© Behörde für Schule und Berufsbildung

Es scheint, als sei seit Monaten ganz Deutschland auf den Beinen, um für Kinder und Jugendliche in Stadt und Land erlebnisreiche Sommerferien zu sichern. Kaum eine Kommune, die nicht ein Ferienprogramm anbietet, sei es in den Ganztagsschulen selbst oder in Kooperation mit ihnen. Kein Museum, das nicht die allerschönsten und kreativsten Kurse anbietet. Kein Naturschutzverband, der nicht Kinder und Jugendliche für die Natur begeistert.

Bürgermeister und Bürgermeisterinnen schreiben nicht nur Grußworte fürs Ferienprogramm und danken lokalen Vereinen, Organisationen, Sportvereinen, Kirchen, der Freiwilligen Feuerwehr, Einzelhandelsgeschäften, Unternehmen und den zahlreichen freiwilligen Helfern. Sie schauen auch persönlich vorbei und sind nicht selten ein aktiver Part des Programms. Nur eine winzige Auswahl können wir – wieder stellvertretend für alle – vorstellen.

„Herbie“ unterwegs

Boot
Auf zum Segeln auf dem Appelhoffweiher in Hamburg© Claudia Pittelkow

„Einfach mal abschalten“, heißt es im Eichsfeld. Hier haben sich für das Ferienprogramm der Jugendring, die Samtgemeinde Gieboldehausen und die Stadt Duderstadt mit Vereinen und Institutionen zusammengeschlossen. Angekündigt sind eine Fledermausexkursion ins Alte Rathaus, ein „Schnuppertag im Land der Bären“ mit Stockbrotbacken am Lagerfeuer, „Minigolf wie du es noch nie gesehen hast!“, eine Harztour mit Ranger und Rodelbahn und ein Theaterfrühstück im Stadtpark.

„Sei kein Frosch, mach mit ...“, ruft das Amt Schafflund – zwischen Nord- und Ostsee – auf. Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen und Amtsvorsteher Wilhelm Krumbügel laden zum 8. Sommerferienprogramm ein, das der örtliche Jugendclub organisiert hat. Die verlässliche Ferienbetreuung steht sogar „werdenden“ Schulkindern offen. An der Grund- und Gemeinschaftsschule Schafflund kann beispielsweise der Fußballführerschein erworben werden. Außerdem gibt es eine Grillparty am Lagerfeuer, eine Fotoschnitzeljagd, Ballspiele aller Art und eine Überraschungsrallye. Schließlich ist Spielmobil „Herbie“ zu den Spielplätzen unterwegs.

Selmer Dschungel – jetzt wird's tierisch!

Ein Floß bauen, Dschungelabenteuer erleben, wilde Tiere sehen, auf Bäume klettern, Zelten, am Lagerfeuer sitzen – all das können Kinder und Jugendliche in Selm. Das Motto in diesem Jahr: „Selmer Dschungel – jetzt wird's tierisch!“ Durchgeführt wird die Sommerferienbetreuung vom SpielmobilOGS der Jugendförderung der Stadt in Kooperation mit GANZ SELM e.V., dem 2011 gegründeten Trägerverein für die Offene Ganztagsschule. Der Verein wurde 2003 von Schulleitungen von Grund- und Förderschulen ins Leben gerufen, um die Aufgaben der Ganztagsbetreuung zu übernehmen, wie in der Grundschule Auf den Äckern, der Overberg-Grundschule, der Ludgerischule und dem Gymnasium Selm.

Insektenhotel in der Ganztagsgrundschule Hützweiler© Redaktion

Wilde Tiere können auch die Kinder der Grundschule Strehla treffen, denn für sie geht es im Juli in den Reptilienzoo Döbrichau. Außerdem wartet das Erzieherteam des Schulhorts – „Ort des Lernens, Erlebens, der Bewegung, Entspannung und der gesunden Lebensweise“ – mit sechs Wochen (!) Ferienprogramm auf. Besuche im Elbepark Hebelei, im O-Park Oschatz, bei der Rettungswache des DRK Riesa-Gröba, in Bibliothek und Kino gehören ebenso dazu wie regelmäßige „Spielzeugtage“ und viel Badezeit. In jeder Woche sind außerdem zwei Tage „frei für Wünsche der Kinder“ vorgesehen.

„Lu4u“: Stadtranderholung

Eine Alternative zum Strandurlaub ist der Hamburger Ferienpass, der gerade 50 Jahre alt geworden ist. 1969 bestand er noch aus ganzen vier Seiten – heute sind es 120 Seiten mit über 400 Angeboten von mehr als 270 Anbietern! Bildungssenator Ties Rabe zum Jubiläum: „Ohne die oft ehrenamtlich arbeitenden Vereine und Einzelpersonen, aber auch ohne die Unternehmen, die bei Vorlage des Ferienpasses Ermäßigungen gewähren, hätten Hamburgs Kinder und Jugendliche kein so großes Angebot an attraktiven Freizeitmöglichkeiten in den Ferien.“ In diesem Jahr können Kinder beispielsweise einen Getränkeautomaten programmieren, Insektenhotels bauen oder lernen, einen Film zu drehen. Renner vor 50 Jahren war übrigens ein Besuch der Baustelle des neuen Elbtunnels.

Broschüre
© 2019 Stadt Ludwigshafen

Die Geschichte der Stadtranderholung begann in Ludwigshafen schon 1926, als der zweite Bürgermeister Paul Kleefoot im Ebertpark einen mit Bäumen bepflanzten und mit Sträuchern umzäunten 5.000-Quadratmeter-Grasplatz und eine 40 Meter lange Halle für Regenwetter einrichten ließ. 100 Kinder nahmen – auf ärztlichen Vorschlag – teil. Ein Sonderwagen der Straßenbahn sammelte die „Kleefoot-Kinner“ morgens ein und brachte sie abends nach Hause. Die Verpflegung, einschließlich täglicher Lebertran-Gabe, kam aus der Städtischen Volksküche. Seit 1954 findet die Stadtranderholung in der Großen Blies statt. Ihr Höhepunkt ist die „STRE-City: Kinder spielen Stadt“ mit vielfältigen Angeboten und Workshops, über die Lu4u.de, das Kinder- und Jugendportal der Stadt, Auskunft gibt.

15 Jahre Neuköllner Sommerschule feiert die Stadtvilla Global, die wieder für Kinder von 8 bis 13 Jahren, die in den Sommerferien nicht verreisen, für drei Wochen stattfindet. In diesem Jahr ist das Motto „Eine Zukunft für die Kinder“. Zur Zukunftskonferenz werden Fragen gestellt wie: Was essen wir im Jahre 2050? Werden Autos auf den Straßen fahren oder fliegen? Brauchen wir in Zukunft überhaupt zu heizen, weil das Wetter so warm wie in der Südsee sein wird? Werden Roboter uns überlegen sein? Die Kinder werden ihre Zukunft malen, Science-Fiction-Filme drehen, Roboter programmieren und mit der Zeitmaschine reisen.

Nicht ganz neue Medien: Flaschenpost verschicken

„Steinzeit-Krimi“ für Spürnasen im Neanderthal-Museum Mettmann© Museum Neanderthal

In jedem Sommer bieten die Museen zahlreiche Entdeckungsreisen. Kinder und Jugendliche können nicht nur Ausstellungen anschauen, sondern sich selbst künstlerisch betätigen und forschen. Im Neanderthal-Museum Mettmann gibt es diesmal „Ferien in der Steinzeit“ für Offene Ganztagsschulen und Freizeitgruppen mit einem „Steinzeit-Krimi“ für Spürnasen oder einer archäologischen Schatzsuche. Zur „Taxonomie-Werkstatt“ mit Mikroskop, Bestimmungsübungen, Exkursionen und Präparationskursen lädt das Zoologische Forschungsmuseum Bonn ein.

Im Stadtmuseum Dresden geht es mit „Wasser marsch“, den Spuren des Wassers folgend, auf eine Reise in die Stadtgeschichte – bei schönem Wetter mit Wasserschlacht. Das Museum für Kommunikation Frankfurt am Main lädt ein, einen Werbespot zu drehen, ein Videospiel zu programmieren oder eine Flaschenpost zu verschicken – also mit „neuen und alten Medien“ zu experimentieren. Und weil im Museum Ludwig in Köln manche Bilder aussehen, „als hätten die Pinsel darauf eine wilde Party gefeiert“, gibt es die Ferienprojekte „Pinsel außer Rand und Band“ und „Sei ein Druckomat!“ mit Drucktechniken vom Fingerabdruck bis zum Siebdruck.

Watt'n Dreck

„Deine Ferien können kommen!“ lädt wieder die Naturschutzjugend ein. „Der Natur auf der Spur“ ist die NAJU Baden-Württemberg mit ihren Ferienfreizeiten für 8- bis 12-Jährige, zum Beispiel mit den „Naturentdecker*innen“ im Donautal, wo umherflatternde Fledermäuse in der Dämmerung beobachtet werden, oder mit dem Stamm der OxMox-Indianer beim PowWow mit Federschmuck, Indianerwerkzeug, Anschleichmanövern und Stammesgeheul im Schwarzwald.

Kinder spielen
Mit dem SpielmobilOGS wird es „tierisch“ im „Selmer Dschungel“.© ganz-selm.de

Bei der NAJU Niedersachsen wartet auf die Jüngeren „ein Sommer voller Abenteuer“, während sich für Naturfreunde ab zwölf diesmal im Feriencamp „Watt'n Dreck“ die große Frage stellt: Wie kommt so viel Müll ins Meer? Am Strand, im Watt, auf dem Wasser und an Land gilt die Entdeckungsreise dem Plastik- und anderem Müll. Doch bleibt noch reichlich Zeit für Spaß und Entspannung am Meer. Wer „unsichtbar wie die Waldmaus, schlau wie der Fuchs, wach wie das Reh und aufmerksam wie der Uhu“ durch die Natur gehen will, ist im Wildniscamp der NAJU Sachsen richtig. Die ruft übrigens schon zur großen Elbwiesenreinigung am International Coastal Cleanup Day am 21. September auf: „Komm vorbei und hilf uns beim Befreien des Elbufers!“

„Hängende Blumentöpfe gestalten“ oder „Pilot für einen Tag“ sein

Damit in Detmold keine Langeweile aufkommt, haben Jugendzentren, Kirchengemeinden, Museen und Vereine das Sommerferienprogramm gut gefüllt: Es gibt Besuche bei der Feuerwehr, im Tierheim, im Landestheater, bei der Lippischen Landeszeitung, in einer Bäckerei, einem Autohaus, bei der Polizei oder im Klinikum Lippe. Beim Jugendrotkreuz werden im Erste-Hilfe-Kurs Wunden geschminkt und auf dem Biohof Hühnermobile besichtigt. Zum Programm gehört schließlich ein StadtGang mit Bürgermeister Rainer Heller und Stadtführer Daniel Wahren.

© Britta Hüning

Wen wundert's, dass in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm schon Wartelisten bestehen, obwohl 100 Veranstaltungen angekündigt sind. Von der Falken- und Adler-Flugschau im Kurpfalzpark über eine Feuerjonglage nach dem Vorbild der Maori, „Hängende Blumentöpfe gestalten“, „Afrikanisch kochen“ und „Australisch backen“ in der IGS Nieder-Olm bis zum Schwimmkurs mit Schwimmabzeichen mit der DLRG und einem Wikinger-Schach-Turnier sind die Angebote nur allzu verlockend.

In der „legendären Stadtranderholung“ der Stadt Crailsheim können Kinder „Pilot für einen Tag“ oder „Tierpfleger auf dem Eselhof“ sein, „Tiere verstehen“ lernen, das „Geheimnis der Gitarre“ erkunden oder „eine Nacht bei den Wölfen“ verbringen, „Brot aus dem Blumentopf“ oder „Blootz“ im Holzofen backen und Rezepte probieren – „Satt heißt nicht, dass kein Nachtisch mehr reinpasst“ –, schließlich „Ganz großes Kino“ mit Popcorn oder das „Playstation Fifaturnier“ erleben. Auch das Lernen kommt nicht zu kurz: Mit „Brainkinetik“, „Easy English – Fit für die Fünfte" oder dem „Rechtschreib-Express“ kann das neue Schuljahr kommen.

Summer's Cool: Sommerschule mit Mathe auf dem See

Apropos Lernen mit Spaß: „Motiviert und schlau ins neue Schuljahr“ ist das Motto der 51 Sommerschulen in Baden-Württemberg, in denen Schülerinnen und Schüler, die sich in den Hauptfächern unsicher fühlen oder einen Motivationsschub brauchen, Spaß und Lernen zusammenbringen können. Eine davon ist die „Summer's Cool“, die Freiburger Sommerschule an der Ökostation im Seepark. Hier können Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 „Mathe auf dem Flückiger See“, „Englisch in der Solarstation“ und „Deutsch mit SC Freiburg Profis“ lernen.

Drachenboot
© Claudia Pittelkow

Für Sommerschulen engagiert sich auch das Netzwerk der Integrierten Gesamtschulen in Hannover und Region. An der IGS List ist das eine dreiwöchige Förderung in Deutsch und Mathe für Schülerinnen und Schüler der 5. bis 7. Klassen, durchgeführt von Studierenden der Leibniz-Universität. Wem das zu schulisch klingt: Ein Rahmenprogramm gehört natürlich dazu – mit Zirkus, Theater, T-Shirt-Gestaltung, Hochseilgarten, Spiele, Ausflügen. In der IGS Badenstedt organisierten die Studierenden voriges Jahr bei Temperaturen um 30 Grad eine Wasserschlacht und ließen einen Eiswagen kommen.

Grillen & Chillen oder: Werde Juniorwolfsberater!

In Lengerich, der „Stadt mit Weitblick“, beginnt das Ferienprogramm mit „Zeugnisgrillen“. Gegrillt werden aber nicht die Zeugnisse, sondern es gibt Spezialitäten vom Grill bei Musik, um die Ferien einzuläuten. In den Tagen darauf ist vom Skateboardbauworkshop über Tischkickerturnier, Mondscheinkino, Radioworkshop, Eseltrekking im Wald bis zum Lokführerkurs für Anfänger und der Reihe „girls on tour“ (zum E-Kartfahren) wirklich alles dabei. Bürgermeister Wilhelm Möhrke bietet sogar eine Bürgermeistersprechstunde für 8- bis 12-Jährige an und beantwortet alle Fragen.

In Birkenwerder und Hohen Neuendorf startet das Sommerferienprogramm der Träger der Jugendarbeit mit einer „School’s Out Party“ im Kinder- und Jugendfreizeithaus CORN in Birkenwerder. Neben Musik, Jugendbands und DJ, Graffiti und Spielen soll es auch ein „Plaudersofa mit den Bürgermeistern“ geben. Grillen & Chillen heißt es dann im Kinder- und Jugendzentrum Wasserwerk in Hohen Neuendorf, wo auch ein Fußballcamp des SV Blau-Weiss Hohen Neuendorf e.V. wartet.

Der Verein GANZ SELM e.V. sorgt in Selm für die Ganztagsbetreuung.© ganz-selm.de

„Die Grille wird 25 Jahre alt !!!“, freut sich die Stadt Gifhorn. „Grille“ ist das Freizeit- und Bildungszentrum der Jugendförderung, benannt nach den kleinen Tierchen. Jeden Tag ist etwas los: ein Jugendfußballtag mit der JSG Gifhorn Nord, „Golfen wie die Profis“ mit dem Golfclub Gifhorn, Segelfliegen, Wasserski, Hip-Hop-Workshop, „Kochen für Jungs“ oder ein Aktionstag bei der Freiwilligen Feuerwehr. Für 8- bis 12-Jährige heißt es im Historischen Museum Schloss Gifhorn ganz aktuell: „Werde Juniorwolfsberater!“. Gleich eine ganze Nacht bei der Feuerwehr können die Kinder der Gemeinde Straßlach-Dingharting bei der „24-Stunden-Feuerwehr“ verbringen. Hier lädt Bürgermeister Hans Sienerth zum Ferienprogramm ein, zu dessen Höhepunkten eine „Erste Mondlandung“ sowie Besuche bei "wilden" Hühnern, Greifvögeln und Eulen oder am Gemüsestand in Großdingharting gehören.

Hoch zu Ross dabei – die Polizei

„Auf geht´s in erlebnisreiche Ferien“ in Waldkraiburg. Bürgermeister Robert Pötzsch freut sich, dass es wieder gelungen ist, „für fast jeden Ferientag ein Programm anzubieten", insgesamt 99 Veranstaltungen, darunter neun Busfahrten und eine Bahnfahrt. Jugendreferentin Charlotte Konrad kündigt an, dass es erneut in die Allianz Arena geht, und zwar „den gleichen Gang entlang wie unsere Fußballmeister". Neben „altbekannten Highlights“ gibt es neue Angebote wie den Thai-Kochkurs oder ein LEGO-Bau-Event – und: einen Besuch bei der Polizeiinspektion inklusive Blick „hinter Gitter". Ein weiteres Highlight: eine Übernachtung im Rathaus mit Schnitzeljagd und vielen Überraschungen.

Puppen
© Claudia Pittelkow

Oder wie wäre es mit einer Übernachtung in der Bücherei – mit Nachtwanderung und Zeit zum Lesen und Schmökern? Möglich ist das in Rohrdorf, wo sich das Programmbüro direkt im Gemeindeamt befindet und Bürgermeister Christian Praxl auch Vorsitzender des Vereins „Ferienprogramm Rohrdorf" ist. Unter anderem warten diesmal ein „Pferdeerlebnisvormittag“, bei dem auch Esel anwesend sind, das MALmobil mit Staffeleien, Farbflaschen, Pinseln und Papier, ein Fahrrad-Geschicklichkeitsparcours mit Prüfung der Fahrräder auf Verkehrssicherheit, das „Sommerkino“ und eine Räuberparty. Auch hier ein Höhepunkt: der Besuch der Polizeiinspektion, zu dem zwei Kollegen der Reiterstaffel mit ihren Pferden und ein Motorradfahrer der Autobahnpolizei kommen, und auch hier darf erkundet werden, „ob die Haftzellen an diesem Tag belegt sind“.

Der Bürgermeister bringt Eis vorbei

Ob Sticken, Stricken und Häkeln, Trommelworkshop, „Baseball für Bambinis“ bei den Reutlingen Woodpeckers e.V., eine Fahrt ins Bowling-Center mit dem Oldtimerbus der Stadtverkehrsgesellschaft oder „Einmal fliegen wie ein Vogel“ bei der Fliegergruppe Pliezhausen – in der Walddorf-Häslach ist in diesem Sommer all das möglich. Wie eine Gemeinde funktioniert und was ein „Haushalt“ ist, lassen sich schließlich Bürgermeisterin Silke Höflinger und ihr Team bei einer Rathausbesichtigung, einer Ortsrundfahrt im Mannschaftsbus der Feuerwehr und beim anschließendem Pizzaessen fragen.

© Redaktion

Für den kommunalen Nachwuchs wird in der Gemeinde Scheeßel im Landkreis Rotenburg (Wümme) gesorgt, denn hier gehört zu den 36 Programmpunkten des Ferienprogramms wieder die „Kinderbürgermeisterwahl“ in der BeekeSchule. Ein Jahr lang darf die oder der Gewählte dann der hauptamtlichen Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele von Zeit zu Zeit über die Schulter schauen.

Wie in anderen Orten bietet die Ganztagsschule Reichenbach an der Fils auch Schülerinnen und Schülern, die sonst nicht im Ganztag angemeldet sind, einwöchige Angebote – ausdrücklich auch für Kinder mit Handicap. Der Höhepunkt ist sicherlich wieder das „SoFeLa“, das einwöchige Sommerferienlager mit täglicher Betreuung von 9 bis 17 Uhr. Im vorigen Jahr kam Bürgermeister Bernhard Richter als SoFeLa-Schirmherr höchstpersönlich vorbei und brachte leckeres Eis mit. Eine übernehmenswerte Idee – Richter ist seit 27 Jahren Bürgermeister und wurde zuletzt mit 97,1 Prozent wiedergewählt.

Ob also am Stadtrand oder in der Wildnis, am Meer oder im Rathaus, im Museum oder im Jugendzentrum – einen erlebnisreichen Sommer wünscht die Redaktion www.ganztagsschulen.org.

Ein herzliches Dankeschön an den Verein GANZ SELM e.V., das Neanderthal-Museum Mettmann, die Stadt Ludwigshafen, die Behörde für Schule und Berufsbildung sowie Claudia Pittelkow (Hamburg), die für diesen Beitrag freundlicherweise Fotos zur Verfügung gestellt haben!

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