Deutscher Schulpreis: Gebrüder-Grimm-Schule Hamm gewinnt

Die Gebrüder-Grimm-Schule Hamm erhielt den Deutschen Schulpreis 2019. NRW-Bildungsministerin Gebauer: Exzellente Schulpraxis aus Nordrhein-Westfalen.

Eine Grundschule aus Nordrhein-Westfalen hat den mit 100.000 Euro dotierten Deutschen Schulpreis 2019 gewonnen: die Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm. Schulministerin Gebauer gratuliert den erfolgreichen Schulen und erklärt: „Der Deutsche Schulpreis macht Jahr für Jahr exzellente schulische Praxis sichtbar. Umso mehr freue ich mich, dass die beste Schule in diesem Jahr aus Nordrhein-Westfalen kommt und zwei weitere unserer Schulen unter den Top 6 sind.

Die Gebrüder-Grimm-Schule hat in besonders hervorragender Weise gezeigt, wie Schule mit Engagement und einem innovativen Konzept als Lern- und Lebensort vorbildhaft gestaltet werden kann – trotz oder gerade wegen vielfältiger Herausforderungen. Die Auszeichnung bestätigt einmal mehr, dass wir unseren Schulen und Lehrkräften pädagogische und konzeptionelle Freiräume ermöglichen müssen, damit vor Ort und individuell beste Bildung vermittelt werden kann. Ich gratuliere allen Gewinnerschulen ganz herzlich und bedanke mich für ihre exzellente Arbeit.“

Die Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm ist eine Grundschule, die in einem sozial benachteiligten Stadtteil liegt. Von den rund 220 Schülerinnen und Schülern, die dort unterrichtet werden, erhält knapp die Hälfte Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Mehr als 100 Kinder haben einen Migrationshintergrund und jedes zehnte Kind hat sonderpädagogischen Förderbedarf. Besondere Herausforderungen, mit denen die Schule laut Jury hervorragend umzugehen weiß. Dabei schaffen es die Lehrerinnen und Lehrer, dass jedes Kind seine individuellen Talente und Stärken entdecken und zeigen kann.

So arbeitet die Schule zum Beispiel mit einem Kinderlehrplan in kindgerechter Sprache. Zudem hebt die Jury besonders die ausgeprägte Lobkultur der Schule heraus. So werden unter anderem in monatlichen Schulversammlungen Lobbriefe verlesen, die neben Lernleistungen auch positives Verhalten der Schülerinnen und Schüler würdigen.

Mit der GGS Kettelerschule in Bonn, einer inklusiven, ganztägigen Gemeinschaftsgrundschule, und der Schiller-Schule, einem Bochumer Gymnasium, das die Demokratieerziehung besonders ausgeprägt vermittelt, wurden bei der Preisverleihung in Berlin zwei weitere Schulen aus Nordrhein-Westfalen mit einem Preis in Höhe von jeweils 25.000 Euro geehrt. Zudem bekamen zwei Schulen (Friedrich Wilhelm Murnau-Gesamtschule Bielefeld; Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck) aus Nordrhein-Westfalen einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro.

Der Hessische Kultusminister und Präsident der Kultusministerkonferenz Prof. Dr. R. Alexander Lorz, überreichte den Hauptpreis bei einem Festakt in Berlin.

78 Schulen hatten sich für den Deutschen Schulpreis 2019 beworben. 15 Schulen kamen in die Endrunde. Unter ihnen waren insgesamt fünf Schulen aus Nordrhein-Westfalen. Neben dem Hauptpreis werden fünf weitere Preise zu je 25.000 Euro vergeben. Alle weiteren für die Endrunde nominierten Schulen erhalten einen Anerkennungspreis in Höhe von 5.000 Euro.

Die nominierten Schulen haben zuvor ein aufwendiges Bewerbungsverfahren durchlaufen. Eine Expertenjury hat die Schulen nach sechs Qualitätsbereichen – „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“ – nominiert:

Bayern:

Baden-Württemberg

Hamburg:

Hessen:

Nordrhein-Westfalen:

Saarland

  • Technisch-Wissenschaftliches Gymnasium Dillingen

Sachsen

Sachsen-Anhalt

Deutsche Auslandsschulen

  • Deutsche Schule Mariscal Braun in La Paz (Bolivien)

Quellen:
Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen
Der Deutsche Schulpreis
 

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