Fachtag „Guter Ganztag in Kooperation – gemeinsam, vielfältig, kindgerecht“

Der Fachtag „Guter Ganztag in Kooperation – gemeinsam, vielfältig, kindgerecht“ der DKJS befasste sich mit Fragen der Qualität im Ganztag.

Wie sieht gute Qualität im Ganztag unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen aus? Welche Faktoren tragen zum Gelingen der Kooperation von Kinder- und Jugendhilfe und Schule bei? Und was verstehen die Kooperationspartnerinnen und -partner jeweils unter einer guten Angebotsqualität? Diese Fragen diskutierte der Fachtag „Guter Ganztag in Kooperation – gemeinsam, vielfältig, kindgerecht“ am 29. November 2018 im Umweltforum in Berlin. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam durch die Programme „Qualität vor Ort“ und „Ganztägig bilden“ der Deutschen Kinder und Jugendstiftung (DKJS).

Auf dem Fachtag konnten Vertreterinnen und Vertreter der Schule und der Kinder- und Jugendhilfe ihre jeweilige Perspektive einbringen, sich über Gelingensbedingungen und Herausforderungen austauschen und die Gelegenheit nutzen sich zu vernetzen.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch einen Begrüßungs-Talk zwischen Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, Jan Gloystein, Leiter des Bereichs Bildungshäuser & Kooperation Kinderwelt Hamburg e.V. und Ute Hussak-Thomsen, Schulleiterin der Grundschule Buschhausen in Niedersachsen. Bereits an dieser Stelle wurde deutlich, dass es verschiedene Ganztagsmodelle gibt und keine einheitliche Lösung. Ein wichtiger Punkt für das Gelingen ist aber für alle, dass gemeinsam auf die Kinder und ihre Bedürfnisse geschaut wird.

Im Anschluss stellte Prof. Dr. Sascha Neumann von der Universität Luxemburg die Ergebnisse der 4. World Vision Kinderstudie vor. Dabei legte er den Fokus auf Rückschlüsse, die auf Ganztagsschule und ihre Ausgestaltung gezogen werden können. So ist es beispielsweise wichtig, dass Kinder die Angebote im Ganztag mitbestimmen können. In einem zweiten Input sprach Prof. Dr. Gunda Voigts, Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, über die Rolle von Kooperationen zwischen Lehrkräften, Schulsozialarbeiterinnern, Erziehern und nicht-pädagogischen Kräften. „Guter Ganztag kann nur dann gelingen, wenn die Interessen aller Beteiligten gehört werden“, lautete das Fazit.

Arbeitsphasen in kleinen Gruppen bildeten den zweiten Teil der Veranstaltung. Insgesamt wurden acht Workshops zu verschiedenen Themen rund um Ganztag, Kooperation und Kindorientierung angeboten. In der ersten Workshop-Runde wurde die Frage, wie die ganztägige Erziehung, Bildung und Betreuung Kindern im Grundschulalter gerecht werden kann, beleuchtet. Den roten Faden der zweiten Arbeitsphase bildeten die Themen systematische Kooperation und multiprofessionelle Zusammenarbeit. Zum Abschluss des Fachtages trat der Poetry Slamer Jesko Harbert auf. Treffend formulierte er das Ziel, das wohl alle an diesem Tag teilen: „Kinder können so viel mehr, als bloß Stühle zu besetzen.“

Quelle: Ganztägig bilden
 

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Eine übersichtliche Kurzinformation über die aktuellen Artikel, Meldungen und Termine finden Sie zweimal monatlich in unserem Newsletter. Hier können Sie sich anmelden.

 

 


 
(Ende der inhaltlichen Zusatzinformationen)