Saarland: Erfolgsmodell Ganztagsschulen

Im Saarland ist die Teilnahmequote an ganztägigen Angeboten erstmals auf über 35 Prozent gestiegen. Besonders an den gebundenen Ganztagsschulen steigt die Nachfrage nach Plätzen.

Im Saarland hat das Schuljahr 2018/2019 begonnen. Kultusminister Ulrich Commerçon nahm im Sommergespräch zu verschiedenen Themen Stellung: I. Anmeldezahlen, II. Erfolgsmodell Ganztagsunterricht, III. Gleichwertigkeit von Gemeinschaftsschule und Gymnasium, IV. Entlastungen für Schulen: Ausbau multiprofessioneller Teams, Projekt „Schulen stark machen“, V. Herkunftssprachlicher Unterricht.

Zum Thema Ganztagsschulen heißt es: Im Schuljahr 2018/2019 wird nun erstmals jede/r dritte saarländische Schüler bzw. Schülerin ein Ganztagsangebot an einer allgemeinbildenden Schule wahrnehmen. Die Teilnahmequote an ganztägigen Angeboten steigt erstmals auf über 35 Prozent.

Alle Kinder müssen eine Chance zum Aufstieg haben – unabhängig von ihrer Herkunft, unabhängig von ihren Voraussetzungen. Echter (gebundener) Ganztagsunterricht bietet die besten Möglichkeiten dafür, weil hier die individuelle Förderung im Mittelpunkt steht. Denn echte Ganztagsschulen bieten gegenüber den Halbtagsschulen oder den freiwilligen Ganztagsschulen mit einer Betreuung am Nachmittag viel größere Möglichkeiten für individuelles, fachliches und soziales Lernen.

Besonders an den echten Ganztagsschulen ist die Nachfrage nach Plätzen weiter erneut deutlich gestiegen. So werden im Schuljahr 2018/2019 mehr als 7.000 Kinder und Jugendliche eine echte Ganztagsschule besuchen; das entspricht einer Steigerung um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr, siehe Diagramme: Ganztag, Abbildung 2.
Zum neuen Schuljahr haben sich insgesamt 1.015 Fünftklässler_innen im Bereich der Gemeinschaftsschulen für echte Ganztagsschulen entschieden: Damit wählte mehr als ein Viertel (27 Prozent) ein echtes Ganztagsangebot aus (Vorjahr: 836 Schüler_innen), siehe Diagramme: Ganztag, Abbildung 4.

„Die riesige Nachfrage nach unserem echten – dem gebundenen – Ganztagsangebot zeigt, dass wir damit die richtige Antwort auf die vielen Anforderungen unserer Zeit gefunden haben. In Ganztagsschulen haben Lehrkräfte mehr Zeit, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, ihre Stärken zu festigen und Schwächen zu verringern. Echter Ganztag bringt echte Förderung, garantiert echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, verbessert die Chancengerechtigkeit für alle Kinder und hilft uns mit bester Bildung Saarlands Zukunft zu gestalten“, so Commerçon.

Im Saarland gibt es mittlerweile 31 echte Ganztagsschulen (12 Gemeinschaftsschulen, 10 Grundschulen) und 9 Schulen mit Ganztagsklassen (1 Grundschule, 5 Gemeinschaftsschulen, 3 Gymnasien). Das heißt: Mittlerweile bietet jede zehnte Schule ein echtes Ganztagsangebot an.

Commerçon: „Trotz der gewaltigen Fortschritte müssen wir auch hier weiter das Angebot saarlandweit ausbauen. Denn von einer flächendeckenden Versorgung gerade im ländlichen Bereich, von einer echten Wahlfreiheit sind wir noch ein gutes Stück entfernt.“
Im Schuljahr 2018/2019 werden rund 19.800 Kinder und Jugendliche einen Betreuungsplatz an einer freiwilligen Ganztagsschule in Anspruch nehmen, das entspricht einer Steigerung um ca. 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Quelle / Vollständige Pressemitteilung: Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes

 

 


 
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