„Kinder zum Olymp!“ vergibt Preise für kulturelle Bildung

Das Programm „Max – Artists in Residence an Berliner Grundschulen“ und die IGS Herder aus Frankfurt am Main wurden im Wettbewerb „Kinder zum Olymp!“ ausgezeichnet. Einen Sonderpreis erhielt die Regelschule „Franz Kolbe“ aus Thüringen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Schirmherr des bundesweiten Wettbewerbs von Kinder zum Olymp!, gab am 10. Juli 2018 auf der Preisverleihung im Pierre Boulez Saal in Berlin die beiden glücklichen Gewinner bekannt: Die Stiftung Brandenburger Tor wurde für ihr Programm kultureller Bildung „Max – Artists in Residence an Berliner Grundschulen“, die Integrierte Gesamtschule Herder für ihr kulturelles Schulprofil „Eine Kunst für jeden – Künstlerisches Curriculum mit Kulturpartnern“ prämiert.

Zwei Sonderpreise für Beiträge aus dem ländlichen Raum gingen an Avantgarde Schiphorst e. V. in Schleswig-Holstein und an die Staatliche Regelschule „Franz Kolbe“ in Auma-Weidatal in Thüringen.

Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, zeigte sich von der kreativen Vielfalt der 350 Bewerbungen beeindruckt: „Besonders freuen wir uns darüber, dass kulturelle Bildung an so vielen Schulen fest im Stundenplan verankert ist. Vierzehn Wochenstunden ‚Kulturelle Praxis‘ an der IGS Herder bieten allen Schüler*innen ausreichend Freiraum für wichtige künstlerische und kulturelle Erfahrungen. Das Programm der Stiftung Brandenburger Tor macht kulturelle Bildung lebendig und vielfältig zugleich, wenn Künstler*innen ihre Ateliers in die Schulen verlegen und für die Kinder öffnen. Freier Zugang zu kultureller Bildung ebnet den Weg für gesellschaftlichen Zusammenhalt und schult nachhaltig die Kritikfähigkeit.“ Die Hauptpreisgewinner erhalten neben dem Pokal DER OLYMP auch ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Überzeugt im bundesweiten Wettbewerb der Bildungsinitiative der Kulturstiftung der Länder, den die Deutsche Bank Stiftung fördert, war die Jury vom Programm der Stiftung Brandenburger Tor: „Die Jury würdigt die außergewöhnliche Symbiose, die im Programm ‚Max – Artists in Residence an Grundschulen‘ angelegt ist: Hier werden umfassende, langfristige und kontinuierliche Begegnungen zwischen Schüler*innen und Künstler*innen ermöglicht.“ Mit ihrem Erfolgskonzept ermöglicht die Stiftung in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin seit drei Jahren Künstler*innen, für mindestens ein Jahr einen zur Verfügung gestellten Atelierraum in einer von acht Schulen im Raum Berlin-Brandenburg zu nutzen.

Am Programm „Max – Artists in Residence an Berliner Grundschulen“ sind mehrere Ganztagsschulen beteiligt, darunter:

•    Picasso-Grundschule
•    Carl–Kraemer–Grundschule
•    Johann-Peter-Hebel-Schule
•    Carl-Humann-Grundschule

„Eine Kunst für jeden“ verspricht die Integrative Gesamtschule Herder in Frankfurt am Ma in ihren 650 Schüler*innen. Vierzehn Wochenstunden im Lehrbereich „Kulturelle Praxis“, vielfältige Praxistage in allen Jahrgangsstufen: Fest verankert im Curriculum, ist kulturelle Bildung Teil des Schulalltags an der zertifizierten Kulturschule. „Im Zentrum des Kulturprofils steht die qualitativ hochwertige Arbeit von Kulturschaffenden, verankert in einer langfristigen konzeptionellen Zusammenarbeit mit einer überwältigenden Vielzahl von externen Partnern: verschiedenen Museen, Theatern, kulturellen Institutionen und Künstler*innen. Wir sind beeindruckt“, betont die Jury, „von der Fülle kulturellen Schaffens an der IGS Herder.“

Erstmalig wurden in den Wettbewerbskategorien „Programme kultureller Bildung“ und „Kulturelles Schulprofil“ auch Sonderpreise für Beiträge aus dem ländlichen Raum ausgelobt. Avantgarde Schiphorst e. V. gewann mit dem Beitrag „Kultur auf dem Land – Kultur in der Hand! Künstlerische Projekte selbst entwickeln“ und die Staatliche Regelschule „Franz Kolbe“, Auma-Weidatal, mit dem Motto „Kulturelles Zentrum der Landgemeinde Auma-Weidatal“ in der Kategorie „Kulturelles Schulprofil“.

Quelle: Kulturstiftung der Länder

 

 


 
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