Der „Mümmel-Express“ gewinnt im Schülerzeitungswettbewerb

Sie heißen „Free Style“, „Mümmel-Express“ oder „Blickkontakt“. Schülerzeitungen tragen dazu bei, „dass Schüler und Schülerinnen den kompetenten Umgang mit Nachrichten lernen“.

29 Gewinnerzeitungen aus elf Bundesländern können sich über ihren Sieg beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2018 freuen. Zum 15. Mal wählte die Jury aus rund 1.900 Einsendungen aus ganz Deutschland die Besten der besten Blattmacher aus. Veranstaltet wird der Wettbewerb gemeinsam von der Jugendpresse Deutschland und den Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Hauptpartner ist der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Britta Ernst, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg begrüßte die Jury im Brandenburg-Saal in der Staatskanzlei Brandenburg.

Gewonnen haben besonders gut recherchierte Berichte und Gesamtzeitungen in sechs Schulkategorien (Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Förderschulen, beruflichen Schulen). Zudem erhielten elf Schülerzeitungen Sonderpreise und eine Auszeichnung für herausragende themenspezifische Beiträge und bestimmte journalistische Stilformen.  

Die Jurymitglieder sind immer wieder vom großen Engagement der jungen Medienmachenden beeindruckt, die hauptsächlich ehrenamtlich neben der Schule für ihre Zeitungen brennen, der großen inhaltlichen Bandbreite der Themen und der Professionalität der Schülerzeitungen.  

Bei der Bekanntgabe der Gewinnerzeitungen unterstrich Britta Ernst den Stellenwert von Schülerzeitungen: „Schülerzeitungen gehören zum Schulalltag dazu. Wer wissen will, was Schülerinnen und Schüler denken, muss Schülerzeitung lesen. Und sie bzw. er wird spüren, mit welcher Leidenschaft, mit welchem Ideenreichtum und mit welchem Humor die Kinder und Jugendlichen ihre Artikel schreiben. Schülerzeitungen informieren und unterhalten. Sie machen Spaß. Sie sind nichts weniger als ein Hort der Meinungsvielfalt an den Schulen und somit ein Beitrag zur Demokratie. So wie die großen Zeitungen auch.“

„Es ist beeindruckend, mit wie viel Kreativität und handwerklichem Können Schülerinnen und Schüler Zeitungen gedruckt oder digital entwickeln und produzieren“, gratulierte Dietmar Wolff, Hauptgeschäftsführer des BDZV, den Gewinnerinnen und Gewinnern. „Großes Kompliment an alle Teilnehmenden. Schülerzeitungen leisten einen wichtigen Beitrag für die demokratische Schulkultur. Ihre Redaktionen tragen wesentlich dazu bei, dass Schüler und Schülerinnen den kompetenten Umgang mit Nachrichten und auch mit Informations- und Kommunikationstechnologien lernen. Es ist dem BDZV ein besonderes Anliegen, den Einsatz der Schülerinnen und Schüler und der betreuenden Lehrer und Lehrerinnen zu würdigen.“

Medienprofis unterstützten die Jury mit ihrem Fachwissen: Jan Drebes aus der Parlamentsredaktion der Rheinischen Post; Roman Eichinger, Ressortleiter Politik von Bild am Sonntag; Brigitte Fehrle, freie Journalistin; Beatrix Fricke, Redaktion Leben der Berliner Morgenpost; David Kluthe, künftiger Ressortleiter Kindernachrichten bei der dpa; Volkmar Krause, Chefreporter bei der Märkischen Allgemeinen, sowie Dr. Susanne Stracke-Neumann, freie Journalistin.

Der Wettbewerb wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen. Regionale Wettbewerbe auf Landesebene waren der Bundesjurysitzung vorausgegangen, die ihre Gewinnerzeitungen beim Bundeswettbewerb einreichen und Zeitungen für Sonderpreise nominieren. Zudem konnten sich Schülerredaktionen selbst für Sonderpreise bewerben. Seit 2004 findet der Schülerzeitungswettbewerb der Länder unter dem Titel „Kein Blatt vorm Mund“ jedes Jahr statt. Ziel ist es, das Engagement von Schülern außerhalb des Unterrichts zu honorieren. Demokratische Strukturen an Schulen sollen gestärkt und das Erlernen journalistischer Arbeitsmethoden gefördert werden. Je Schulart erhalten Schülerzeitungsredaktionen für den 1. Platz 1.000 Euro, für den 2. Platz 500 Euro und für den 3. Platz 250 Euro.

Unter den Gewinnern sind auch wieder zahlreiche Ganztagsschulen:

Sonderpreise

„Ideen. Umsetzen. – Der Innovationspreis für Schülerzeitungen“ des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV):

  • erKant (Onlinezeitung, Immanuel-Kant-Gemeinschaftsschule Reinfeld, Schleswig-Holstein)

„EinSatz für eine bessere Gesellschaft“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

„Europa hier bei mir“ der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland:

  • Lindenblatt (Lindenhof-Grundschule Berlin)
  • Standpunkt (Onlinezeitung, Gesamtschule Hardt Mönchengladbach, NRW)

„Ich komm’ nicht aus dem Katalog! – Zwischen Fitnesstrend und Körperwahn.“ der AOK –Die Gesundheitskasse:

  • Jacobsblick (Jakob-Grimm-Schule Kassel, Hessen)

„Hat Deine Schule Mobbing im Griff?“ der Werner-Bonhoff-Stiftung:

„Unter die Lupe genommen -Sicherheit und Gesundheit an der Schule“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV):

„Digitale Medien und Schule“ der Joachim Herz Stiftung:

„Ich und @Ich“ der Stiftung Selbstwertgefühl:

Am 14. September wird Bundesratspräsident Michael Müller die jungen Medienmachenden bei einer feierlichen Preisverleihung im Bundesrat auszeichnen. Namhafte Journalistinnen und Journalisten werden die Preise überreichen und die Laudationes halten. Der Schülerzeitungskongress der Jugendpresse Deutschland wartet am 13. September mit zahlreichen Medienworkshops und Medienprofis auf, mit denen sich die prämierten Redaktionen vernetzen können.

Quelle: schuelerzeitung.de

 

 


 
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