Demokratisch handeln: Schulwettbewerb zeichnet 65 Projekte aus

Im Wettbewerb „Gesagt! Getan!“ von Demokratisch Handeln e.V. sind in dieser Woche 65 Schul- und Jugendprojekte aus ganz Deutschland ausgezeichnet worden.

200 Kinder, Jugendliche, deren Lehrkräfte sowie Pädagoginnen und Pädagogen treffen sich in dieser Woche auf der „Lernstatt Demokratie“ in Hamburg, die vom 13. bis 15. Juni 2018 im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung stattfindet.

Die „Lernstatt Demokratie“ ist der Hauptpreis der jährlichen Wettbewerbsausschreibung „Gesagt! Getan!“ des Förderprogramms „Wettbewerb Demokratisch Handeln“ und wird vom Förderverein Demokratisch Handeln e.V. ausgerichtet. Zu der Veranstaltung reisen herausragende Schul-und Jugendprojekte an. „Es ist beeindruckend, mit welchem Ideenreichtum es Kindern und Jugendlichen gelingt, über das Lernen in der Schule hinaus Eigeninteresse, Partizipation und Verantwortung öffentlichkeitswirksam zu entfalten“, so Wolfgang Beutel, Geschäftsführer des Wettbewerbs.

Eingeladen sind zum Beispiel die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle aus dem Saarland, die in ihrer „Stolperstein-AG“ seit mehreren Jahren Projekte gegen das Vergessen und für Toleranz in ihrer Gemeinde durchführen. Das Projekt „Lebenswelt“ bringen die Schülerinnen und Schüler des Christian-Wolff-Gymnasiums aus Halle (Saale) ein. Sie besuchen für zwei Schulstunden jeden Dienstag Kinder aus der benachbarten Grundschule und üben mit den Lernanfängern Lesen, Rechnen und Schreiben. Andere sportbegeisterte Jungen gestalten und planen den Sport-Förderkurs mit. In der Albert-Einstein-Schule im niedersächsischen Laatzen verfassen die Schülerinnen und Schüler im Projekt „Hand in Hand“ einen eigenen Rapsong und gestalten ein dazugehöriges Musikvideo. Weiterhin drucken sie Textzeilen des Raps auf T-Shirts als Antwort auf verallgemeinernde, populistische Überschriften der BILD-Zeitung.

Im Rahmen der „Lernstatt Demokratie“ werden die eingeladenen Projekte öffentlich präsentiert und Ideen für gelingende Projektarbeit entwickelt. Bei ganztägigen Workshops wird an Themen der Politik, Umwelt und Geschichte gearbeitet – Demokratie verbindet sich mit Engagement.

Die „Lernstatt Demokratie“ erarbeitet in diesem Jahr zusammen mit dem 44. Schülerforum ein Hamburger Manifest „Demokratie entert Schule“. Den Abschluss der Lernstatt-Woche bildet die feierliche Urkundenübergabe an die Teilnehmenden im Kaisersaal des Hamburger Rathauses zusammen mit Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard. Dabei wird das Hamburger Manifest auch der Öffentlichkeit vorgestellt.

Im Rahmen der Lernstatt-Woche erfolgte am 13. Juni zudem die Verleihung des Hildegard Hamm-Brücher-Preises im Körber-Forum. Der Preis ging dieses Jahr an Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm (Ratsvorsitzender der EKD) und an zwei ausgewählte Projekte des Wettbewerbs. Im Anschluss daran fand eine Schüler-Politik-Gesprächsrunde mit den Preisträgern, Heiko Geue (BMFSFJ), Steffen Reiche (Kultusminister Brandenburg a.D.) und Jan Hofmann, dem Vorsitzenden von Demokratisch Handeln e.V., statt.

Quelle: Demokratisch handeln

 

 


 
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