Hessen: „Pakt für den Nachmittag“ startet in Rüsselsheim

Hessens Kultusminister Lorz, Oberbürgermeister Bausch und Bürgermeister Grieser haben eine Kooperationsvereinbarung zu Ganztagsangeboten unterzeichnet.

Immer mehr Schulträger setzen auf eine qualitative Ganztagsbetreuung an Grundschulen, so nun auch die Stadt Rüsselsheim, die im neuen Schuljahr erstmals am „Pakt für den Nachmittag“ teilnehmen wird. Dazu haben Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Oberbürgermeister Udo Bausch sowie Bürgermeister und Schuldezernent Dennis Grieser heute in der Grundschule Königstädten eine Kooperationsvereinbarung zwischen Land und Schulträger zum Ausbau der Ganztagsangebote an Grundschulen unterzeichnet.
„Mit der Teilnahme am ‚Pakt für den Nachmittag‘ bieten wir den Schülerinnen und Schülern ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot. Dadurch wird den Kindern nicht nur eine qualitativ hochwertige Nachmittagsbetreuung ermöglicht. Vielmehr gibt sie auch Eltern die Möglichkeit, Beruf und Familie noch besser zu vereinbaren“, erklärte Kultusminister Lorz.

Auch Oberbürgermeister Bausch zeigte sich zufrieden: „Gute Bildungs- und Betreuungsangebote sind ein wichtiger Baustein der Standortförderung. Wir haben großes Interesse daran, die bereits angesiedelten Familien mit guten Angeboten für die Kinderbetreuung und die schulische Laufbahn der Kinder zu versorgen. Außerdem möchten wir weitere Menschen dafür gewinnen, sich neu in Rüsselsheim niederzulassen, denn wir weisen neue Wohngebiete aus und wollen weiter wachsen. Das ist mit Blick auf die Beschäftigten zugleich auch wichtig für die Unternehmen, denn die Stadt Rüsselsheim bietet die Möglichkeit, Beruf und Familie gut miteinander zu vereinbaren.“

Bürgermeister und Schuldezernent Dennis Grieser ergänzte: „Ich freue mich besonders, dass die Grundschule Königstädten die erste Rüsselsheimer Schule ist, die in den Pakt für den Nachmittag einsteigt. Denn die Nachfrage nach Ganztagsbetreuung ist im Stadtteil Königstädten traditionell hoch. Dies belegen die bisher zur Verfügung stehenden 100 städtischen Hort- und 90 Betreuungsplätze des Fördervereins der Grundschule. Durch den Pakt für den Nachmittag können nun rund 50 weitere Königstädter Familien von einem verlässlichen Bildungs- und Betreuungsangebot profitieren. Der Ausbau des Ganztagsangebots ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit und Bildungsteilhabe.“

Qualitativ hochwertiges Angebot gewährleistet

Gemeinsam mit den Schulträgern stellt das Land die Bildungs- und Betreuungsangebote bereit. Nicht nur Eltern, sondern insbesondere auch Lehrkräfte teilnehmender Schulen sehen im Pakt eine deutliche Verbesserung. Auch wenn anfangs ein höherer Kommunikations- und Abstimmungsbedarf bestehe, lohne der Aufwand mit Blick auf die Chancen für eine qualitative Schulentwicklung. „Maßgeblich beim Ausbau unserer Ganztagsangebote ist der Elternwille. Gleichzeitig ist uns sehr daran gelegen, die Qualität durch die Einführung hessenweiter Standards zu erhöhen. Wir stehen den Schulen in diesem Prozess unterstützend zur Seite, nutzen bewährte Strukturen und integrieren neue Angebote“, so Lorz abschließend.

Rüsselsheim startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit der Grundschule Königstädten in den „Pakt für den Nachmittag“. Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr, der Schulträger für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote werden in die Ganztagsangebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung vonseiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule.

Drei Viertel aller Schulträger sind zum kommenden Schuljahr bereits dabei

Im Schuljahr 2018/2019 werden von 33 Schulträgern insgesamt 25, d.h. rund drei Viertel, im Pakt vertreten sein. Zu den 21 Schulträgerregionen, die schon jetzt im Pakt für den Nachmittag sind, kommen mit der Stadt Rüsselsheim, dem Wetteraukreis, dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau vier weitere Schulträger hinzu. Insgesamt werden im kommenden Schuljahr nach jetzigem Stand mindestens 204 Grundschulen dabei sein.

Quelle: Hessisches Kultusministerium

 

 


 
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