Hessen: „Pakt für den Nachmittag“ startet in Hanau

Hessens Kultusminister Alexander Lorz und der Hanauer Bürgermeister Axel Weiss-Thiel haben eine Kooperationsvereinbarung zu Ganztagsangeboten unterzeichnet.

Immer mehr Schulträger setzen auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen, so nun auch die Stadt Hanau, die zum kommenden Schuljahr neu am „Pakt für den Nachmittag“ teilnimmt. Dazu haben Hessens Kultusminister Alexander Lorz und Bürgermeister Axel Weiss-Thiel in der August-Gaul-Schule Hanau eine Kooperationsvereinbarung zwischen Land und Schulträger zum Ausbau der Ganztagsangebote an Grundschulen unterzeichnet.

„Mit der Teilnahme am ‚Pakt für den Nachmittag‘ bietet Hanau den Schülerinnen und Schülern ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot. Dadurch wird den Kindern nicht nur eine qualitativ hochwertige Nachmittagsbetreuung ermöglicht. Vielmehr gibt sie auch Eltern die Möglichkeit, Beruf und Familie noch besser zu vereinbaren“, so der Minister. Auch Bürgermeister Axel Weiss-Thiel zeigte sich zufrieden und ergänzte: „Der Pakt für den Nachmittag erweitert unsere bisherigen Möglichkeiten zum Beispiel über Hortplätze in Kitas hinaus, Eltern einen verlässlichen Rahmen für die Betreuung ihrer Grundschulkinder zu bieten.“

Gemeinsam mit den Schulträgern stellt das Land die Bildungs- und Betreuungsangebot bereit. Nicht nur Eltern, sondern insbesondere auch Lehrkräfte teilnehmender Schulen sehen im Pakt eine deutliche Verbesserung. Auch wenn anfangs ein höherer Kommunikations- und Abstimmungsbedarf bestehe, lohne der Aufwand mit Blick auf die Chancen für eine qualitative Schulentwicklung.

„Maßgeblich beim Ausbau unserer Ganztagsangebote ist der Elternwille. Gleichzeitig ist uns sehr daran gelegen, die Qualität durch die Einführung hessenweiter Standards zu erhöhen. Wir stehen den Schulen in diesem Prozess unterstützend zur Seite, nutzen bewährte Strukturen und integrieren neue Angebote. Am meisten wahrgenommen wird unser Lernzeiten-Angebot, das Schülerinnen und Schüler nutzen, um unter pädagogischer Aufsicht Hausaufgaben zu erledigen und Unterrichtsinhalte zu vertiefen.“ Diese Form der Betreuung werde der individuellen Förderung eines jeden Kindes gerecht, so Lorz abschließend.

Hanau startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit der August-Gaul-Schule in den „Pakt für den Nachmittag“. Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr, der Schulträger für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote werden in die Ganztagsangebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung von Seiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule.

Im Schuljahr 2018/2019 werden von 33 Schulträgern insgesamt 25, das heißt rund drei Viertel, im Pakt vertreten sein. Zu den 21 Schulträgerregionen, die schon jetzt im Pakt für den Nachmittag sind, kommen mit der Stadt Rüsselsheim, dem Wetteraukreis, dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau vier weitere Schulträger hinzu. Insgesamt werden im kommenden Schuljahr nach jetzigem Stand mindestens 204 Grundschulen dabei sein.

Quelle: Hessisches Kultusministerium

 

 


 
(Ende der inhaltlichen Zusatzinformationen)