Hessen: „Pakt für den Nachmittag“ startet im Wetteraukreis

Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und der Landrat des Wetteraukreises Jan Weckler haben eine Kooperationsvereinbarung zu Ganztagsangeboten unterzeichnet.

Auch der Wetteraukreis setzt auf ganztägige Betreuungsangebote an Grundschulen und tritt zum kommenden Schuljahr dem „Pakt für den Nachmittag“ bei. Dazu haben Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz und Landrat Jan Weckler am 18. Mai in der Reichelsheimer Grundschule im Ried eine Kooperationsvereinbarung zwischen Land und Landkreis zum Ausbau der Ganztagsangebote an Grundschulen unterzeichnet.

„Ich freue mich, auch im Wetteraukreis den Startschuss für die Beteiligung des Landes an einem zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Ganztagsangebot geben zu dürfen“, zeigte sich Lorz sichtlich zufrieden und ergänzte: „Wir kommen unserem Ziel, flächendeckend zusätzliche Bildungs- und Betreuungsangebote am Nachmittag zu schaffen, immer näher und entsprechen damit dem Wunsch vieler Eltern nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

„Der Pakt für den Nachmittag entlastet die Eltern und sorgt für einen verlässlichen Rahmen, den unsere Gesellschaft und die Familien dringend benötigen“, sagte Landrat Jan Weckler. „Für den Wetteraukreis bedeutet der Pakt Ressourcen, denn jede zusätzliche Lehrerstelle, die das Land für die Schulen im Pakt zur Verfügung stellt, bringen in umgewandelten Mitteln fast 50.000 Euro vor Ort. Wir haben im vergangenen Jahr mit der neuen ‚Richtlinie zur Förderung von ganztägig arbeitenden Schulen und Grundschulen mit Betreuungsangebot‘ den Weg in den ‚Pakt für den Nachmittag‘ vorbereitet, einheitliche Kriterien zur Verteilung der Mittel aufgestellt und die Haushaltsmittel für ganztägig arbeitende Schulen um 50 Prozent erhöht.“

Der Pakt für den Nachmittag steht für eine höhere Qualität der Angebote

Land und Schulträger stellen die Bildungs- und Betreuungsangebote gemeinsam an den Grundschulen bereit. Sowohl Eltern als auch Lehrkräfte teilnehmender Schulen bewerten die Konzepte bisher sehr positiv und nehmen sie als deutlichen Fortschritt wahr. Auch wenn anfangs ein höherer Kommunikations- und Abstimmungsbedarf nötig sei, lohne der Aufwand mit Blick auf die Chancen für eine qualitative Schulentwicklung, so Lorz. „Wir verfolgen mit unserer Strategie zwei Ziele: zum einen den bedarfsgerechten Ausbau unserer Ganztagsangebote und zum anderen die systematische Erhöhung der Qualität durch landesweite Standards. Wir stehen den Schulen in diesem Prozess unterstützend zur Seite, nutzen bewährte Strukturen und integrieren neue Konzepte.“ Eines der wichtigsten Angebote, das an vielen Paktschulen unterbreitet werde, seien sogenannte Lernzeiten, in denen die Kinder unter pädagogischer Betreuung ihre Hausaufgaben erledigen und den im Unterricht behandelten Stoff vertiefen können. „Diese Form der Betreuung wird gerne genutzt, denn sie stärkt die Möglichkeiten individueller Förderung jedes einzelnen Kindes“, ergänzte Lorz.

Der Wetteraukreis startet zum kommenden Schuljahr zunächst mit vier Grundschulen in den „Pakt für den Nachmittag“:
•    Georg-August-Zinn-Schule Büdingen
•    Regenbogenschule Bad Vilbel
•    Philipp-Dieffenbach-Schule Friedberg
•    Grundschule im Ried Reichelsheim

Drei Viertel aller Schulträger sind zum kommenden Schuljahr bereits dabei

Kern der Vereinbarung ist ein verlässliches und integriertes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 bis 17.00 Uhr. Das Land leistet seinen Beitrag für die Angebote rechnerisch an fünf Tagen in der Woche bis 14.30 Uhr, der Schulträger für den Zeitraum von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr und in den Schulferien. Vorhandene Träger bewährter Bildungs- und Betreuungsangebote werden in die Ganztagsangebote einbezogen. Grundlage der Ressourcenberechnung vonseiten des Landes ist die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der jeweiligen Grundschule.

Im Schuljahr 2018/2019 werden von 33 Schulträgern insgesamt 25, d.h. rund drei Viertel, im Pakt vertreten sein. Zu den 21 Schulträgerregionen, die schon jetzt im Pakt für den Nachmittag sind, kommen mit der Stadt Rüsselsheim, dem Wetteraukreis, dem Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau vier weitere Schulträger hinzu. Insgesamt werden im kommenden Schuljahr nach jetzigem Stand mindestens 204 Grundschulen teilnehmen.

Quelle: Hessisches Kultusministerium

 

 


 
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