Gesundes Lernen und Lehren in Rheinland-Pfalz

Schule solle nicht zur „Stressgemeinschaft“ werden, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig mit Bezug auf das diesjährige Thema des Landeselterntags. Ganztagsangebote könnten helfen, Druck aus dem Schulalltag zu nehmen.

„Nicht nur in Prüfungsphasen kann Schule fordernd und manchmal auch belastend sein – für Lehrkräfte genauso wie für die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern. Wir wissen darum und machen zahlreiche Angebote, damit Schule eben nicht zur Stressgemeinschaft wird“, so Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, die damit auf das diesjährige Thema des Landeselterntags Bezug nahm, der in Haßloch die Frage stellte: „Stressgemeinschaft Schule?“

„Stress entgegnet man am besten, wenn man ihn früh erkennt oder gar nicht erst aufkommen lässt. Deshalb setzen wir sehr stark auf Prävention. Von guter ausgewogener Ernährung bis hin zur psychischen Gesundheit – schon jetzt bieten wir zahlreiche Fort- und Weiterbildungen sowie schulbegleitende Programme und Projekte an. Ganz neu etwa ist das Programm MindMatters, das die Landesregierung mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern an rheinland-pfälzischen Schulen verankern wird, um Schülerinnen und Schüler wie Lehrkräfte resistent zu machen gegen Stress und psychische Belastungen, sagte Hubig und warb gleichzeitig dafür, diese vielfältigen Angebote auch wahrzunehmen und anzunehmen.

„Die Landesregierung macht sich darüber hinaus weiter stark für gesundes und motivierendes Lernen und Lehren: Als erstes Bundesland hat Rheinland-Pfalz ein Institut für Lehrergesundheit gegründet, das den Lehrerinnen und Lehrern gezielt dabei hilft, gesund zu werden und gesund zu bleiben. Außerdem haben wir erst kürzlich die schulpsychologische Beratung personell weiter ausgebaut. Die landesweit 14 Regionalzentren bieten konkrete Hilfe bei belastenden Situationen im Kontext Schule“, betonte die Bildungsministerin.

Bei der Beratung und Hilfestellung für alle am Schulleben Beteiligten, kommt auch der – in Verantwortung der Kommunen stehenden – Schulsozialarbeit eine hervorgehobene Bedeutung zu. Deshalb unterstützt die Landesregierung hier und hat ihre Mittel deutlich auf fast 10 Millionen Euro aufgestockt: An allgemeinbildenden Schulen von 5 Millionen Euro im Jahr 2016, auf 6 Millionen in 2017 und 7 Millionen Euro im laufenden Jahr. Zusätzlich fördert das Land die Schulsozialarbeit an den berufsbildenden Schulen mit 2,7 Millionen Euro. „Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter leisten viel für eine Schulgemeinschaft. Sie sind Ansprechpersonen für Kinder und Jugendliche und arbeiten außerdem an der wichtigen Schnittstelle von Schule und Elternhaus“, so Hubig weiter.

Auch Ganztagsangebote können helfen, Druck aus dem Schulalltag zu nehmen und gleichzeitig Beruf und Familie besser zu vereinbaren – damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu weniger Stress bei Eltern wie bei Schülerinnen und Schülern. „Mittlerweile haben rund 80 Prozent der Schulen in Rheinland-Pfalz ein Ganztagsangebot. Die Rhythmisierung des Schultages, in dem sich Fachunterricht, Lern- und Entspannungsphasen mit gezielter Förderung und Bewegung abwechseln, bietet ein großes Potential für Entschleunigung und gesundes Lernen – auch und gerade in Zeiten, in denen man manchmal den Eindruck hat, dass alles immer nur schneller wird“, sagte die Ministerin.

„Bei aller Diskussion über Stress darf man aber nicht vergessen: An unseren Schulen erlebe ich bei Besuchen vor allem sehr viel Engagement und Freude am Lernen, am Lehren und Schule gestalten. Für dieses große Engagement bedanke ich mich herzlich bei den Elternvertretungen, den Lehrkräften, Schulleitungen und natürlich den Schülerinnen und Schüler. Sie alle tragen jeden Tag dazu bei, dass Schule gelingt“, so die Bildungsministerin abschließend.

Quelle: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz

 

 


 
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