Hessen: Ganztagsangebote an 70 Prozent aller Schulen

Schülerinnen und Schüler an 70 Prozent aller Schulen in Hessen können Ganztagsangebote nutzen. Der Pakt für den Nachmittag und die Ganztagsprofile 1, 2 und 3 erfreuten sich einer kontinuierlich steigenden Beliebtheit, so Kultusminister Lorz.

Zum vierten Mal werden nach den Sommerferien wieder Schulträger und Schulen neu in den „Pakt für den Nachmittag“ aufgenommen. In das Landesprogramm zum Ausbau der Ganztagsangebote an Grundschulen wird es also auch zum Schuljahr 2018/2019 wieder zahlreiche Neuaufnahmen geben: „Ich freue mich sehr, dass unser Programm von Jahr zu Jahr mehr überzeugt. So werden wir im kommenden Schuljahr vier neue Schulträgerregionen und insgesamt 37 Schulen neu in den Pakt aufnehmen“, verkündete Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz am 24. April in Wiesbaden. „Darüber hinaus nehmen wir in diesem Jahr wieder viel Geld und neue Stellen in die Hand, um auch im regulären Ganztagsprogramm neue Angebote zu schaffen oder bestehende auszubauen.“

Um noch mehr Schulen und Schulträgern eine Teilnahme und Ausweitung zu ermöglichen, ist der Antragszeitraum in diesem Jahr erstmals bis zum 30. April verlängert worden.

25 von 33 Schulträgern werden im vierten Schuljahr der Einführung des „Pakts für den Nachmittag“ im Pakt mitarbeiten – so sind drei Viertel der Regionen abgedeckt. Zu den 21 Schulträgerregionen, die schon jetzt im Pakt für den Nachmittag sind, kommen noch einmal vier hinzu:

•    die Stadt Rüsselsheim
•    der Wetteraukreis
•    der Main-Kinzig-Kreis
•    die Stadt Hanau

Aus diesen vier Regionen starten zehn Schulen in den Pakt für den Nachmittag, 27 weitere kommen aus den Schulträgerregionen, die schon länger dabei sind. Damit werden nach momentanem Stand insgesamt 37 Schulen neu in den Pakt aufgenommen. Zusammen mit den 167 Schulen, die bereits im laufenden Schuljahr dabei sind, werden im Schuljahr 2018/2019 mindestens 204 Schulen im Pakt für den Nachmittag ganztägig arbeiten.

„Erstmals erhalten alle am Pakt für den Nachmittag teilnehmenden Grundschulen – unabhängig von ihrer Größe – eine Sockelzuweisung im Umfang einer Lehrerstelle“, erläuterte Kultusminister Lorz. Davon profitierten voraussichtlich 31 der 204 künftigen Paktschulen. Die Resonanz in den Schulträgerbezirken sei ausgesprochen positiv; so gebe es bereits Signale, dass nun noch weitere (kleine) Grundschulen für die Teilnahme am Pakt nachgemeldet werden. „Damit rücken wir unserem Ziel, landesweit zusätzliche Bildungs- und Betreuungsangebote am Nachmittag zu schaffen, immer näher und kommen damit dem Wunsch vieler Eltern nach, die sich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie wünschen“, so Lorz.

Ausbau auch in den Ganztagsprofilen 1, 2 und 3

Vor allem für die weiterführenden Schulen ist aber auch der Ausbau im regulären Ganztagsprogramm von hoher Bedeutung. So können sich Schulen im kommenden Schuljahr mit zusätzlichen Ressourcen in ihren Profilen weiterentwickeln, in eines der Profile neu einsteigen oder einen Profilwechsel vornehmen: „Im Schuljahr 2018/2019 nehmen wir 24 Schulen neu in das reguläre Ganztagsprogramm des Landes auf, davon 23 in Profil 1 und eine Neugründung sogleich in Profil 3, also als gebundene Ganztagsschule“, erläuterte der Kultusminister weiter.

Darüber hinaus haben 165 eine Erweiterung in den bestehenden Profilen beantragt, die allesamt genehmigt worden sind. Durch eine höhere Stellenzuweisung erhalten sie nun die Möglichkeit, ihre Angebote im bestehenden Profil sowohl quantitativ als auch qualitativ zu erweitern. Für den Pakt für den Nachmittag und das Ganztagsprogramm stehen so insgesamt 350 zusätzliche Stellen zur Verfügung.

Auch im kommenden Schuljahr wird es wieder mindestens fünf Schulen geben, die sich zur gebundenen Ganztagsschule weiterentwickeln oder gleich als solche neu gegründet werden – darunter mit der Leibnizschule in Offenbach erstmals ein Gymnasium:

•    die Johanniterschule in Münzenberg-Gambach (Wetteraukreis)
•    die Grundschule Buchhügel (Stadt Offenbach)
•    die IGS Gleiberger Land in Wettenberg (Landkreis Gießen)
•    die IGS 15 (Neugründung in Frankfurt) sowie
•    die Leibnizschule (Stadt Offenbach)

„Wie im vergangenen Jahr gilt auch 2018: Alle Schulen in Hessen, die sich zu einer gebundenen Ganztagsschule weiterentwickeln oder von ihrer Neugründung an als Ganztagsschule starten wollen und ein entsprechendes tragfähiges pädagogisches Konzept vorlegen, erhalten unsere Unterstützung und werden genehmigt“, hob Kultusminister Lorz hervor. Insgesamt wird es damit im kommenden Schuljahr mindestens 104 gebundene Ganztagsschulen in Hessen geben.

Zweite Antragsrunde läuft noch – Schulträger können weitere Schulen melden

„Beide Förderlinien – der Pakt für den Nachmittag als auch die Ganztagsprofile 1, 2 und 3 – sind für die Schulen und Schulträger hochattraktiv und erfreuen sich einer kontinuierlich steigenden Beliebtheit“, so Lorz. „Mit unserem Angebot an die Schulträger, noch bis zum 30. April Anträge für alle Programme bzw. Programmteile zu stellen, kommen wir dem Wunsch von Städten und Kreisen entgegen, auch noch zu diesem fortgeschrittenen Zeitpunkt weiteren Schulen den Ausbau ihrer Ganztagsangebote im nächsten Schuljahr zu ermöglichen.“

Insofern sei zu erwarten, dass das Kultusministerium in den kommenden Wochen noch eine ganze Reihe weiterer Anträge wird genehmigen können. „Die Nachfrage steigt, und das Land kommt dem Bedarf nach. Schülerinnen und Schüler in Hessen sowie ihre Eltern können sich daher auf viele zusätzliche Angebote im kommenden Schuljahr freuen“, erklärte Kultusminister Lorz.

Quelle: Hessisches Kultusministerium

 

 


 
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