Schulleitungssymposium 2019: „Verantwortung für Bildung“

Das Bildungs- und Schulleitungssymposium der PH Zug hat seine Themenschwerpunkte für die Ausgabe 2019 veröffentlicht. Die Tagesschule wird erneut eine Rolle spielen.

Das im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfindende Internationale Bildungs- und Schulleitungssymposium der Pädagogischen Hochschule Zug hat seinen Schwerpunkt und einige Themen der Hauptkonferenz und des Parallelprogramms für die Veranstaltung vom 25. bis 27. September 2019 veröffentlicht. Zum Symposium unter der Überschrift „Verantwortung für Bildung – Ansprüche, Realität, Möglichkeiten“ sind 800 Experten aus 50 Staaten weltweit eingeladen, um die aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätze im Bildungsbereich zu diskutieren.

Themen werden unter anderem Responsible Leadership, Leitung zwischen Bewahren und Innovieren, Communities of Practice, Bildungslandschaften, aktuelle Herausforderungen und internationale Trends, Bildungspolitik, Praxis: Alltag und Realität, Bildung 5.0, Nachhaltigkeit und Bildungsinnovation sein.

Auch die Ganztagsschule respektive Tagesschule wird wieder ein Thema auf dem Symposium sein. Geplant sind Veranstaltungen zu den Fragen:

  • Was lernen Kinder in der Freizeit?
  • Wie kann Schule / außerschulischer Bereich gemeinsam optimale Lernbedingungen schaffen?
  • Was bringen Bildungslandschaften?
  • Wie kann das Interesse der Schule / von Lehrpersonen an Bildungslandschaften geweckt werden?
  • Wer hat welche Rolle in Bildungslandschaften?
  • Wie ersetzen Schulen Hausaufgaben zu Gunsten der Freizeit von Kinder und Jugendlichen?
  • Wie könnte man außerschulische Ansätze auf die Schule übertragen?
  • Was bedeutet die Entwicklung im Bereich der Tagesschulen für Freizeitangebote (offene Arbeit mit Kindern)?
  • Was bedeutet es für Kinder, wenn sie sich „nur“ noch in Schulstrukturen bewegen?
  • Wo finden Angebote der Tagesschule statt?
  • Wer betreut die Kinder (Ausbildung, Rolle, Qualität)?

Langjähriger Kooperationspartner ist unter anderem der Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz.

Das Parallelprogramm beinhaltet verschiedene Themenstränge, jeweils über 90-minütige Sessions (Workshops und Fachvorträge), zum Beispiel zu:

  • Lernen, Unterricht und Erziehung
  • Personalmanagement
  • Organisation und Wissensmanagement
  • Qualitätsmanagement
  • Kooperation, Bildungslandschaften und System Leadership
  • Lehrerbildung und Führungskräfteentwicklung
  • School Turnaround
  • Digitalisierung
  • Bildungsgerechtigkeit
  • Inklusion und Migration und
  • Partizipation und Demokratie
  • Gesundheit und Resilienz
  • Steuerung in Bildungssystemen, Governance und Bildungspolitik

Die Verantwortung für die Bildung von Kindern und Jugendlichen fußt laut dem Team um Prof. Stephan Huber und Daniela Corti Baumgartner auf ethisch-reflektiertem Denken und Handeln auf Grundlage gesellschaftlich-moralischer Wertvorstellungen und professioneller Haltungen und somit einem wertebezogenen Berufsethos. Zur Professionalität gehören zudem die Nutzung einer umfassenden professionellen Wissensbasis und die (Weiter-)Entwicklung entsprechender Kompetenzen.

Verantwortung für Bildung trifft auf vielfältige und sich teilweise auch widersprechende Erwartungen und Ansprüche. Diesen stehen unterschiedliche Kontextbedingungen mit unterschiedlichen Realisierbarkeiten gegenüber. Responsible Leadership beinhaltet differenzierte Analysen, Ambiguitätstoleranz und Komplexitätsaffinität sowie strategisch ausgerichtetes und systematisches Handeln. Hier liegt es in der Verantwortung der Bildungsakteure – auch in ihrer Zusammenarbeit, zum Beispiel in Form von Bildungsallianzen –, Möglichkeiten zur „Next Practice“, also auf dem Weg zur Best Practice, zu entwickeln und dabei Bewährtes zu bewahren, Bisheriges zu optimieren und Neues einzuführen.

Quelle: Bildungs- und Schulleitungssymposium

 

 


 
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