Ganztag NRW – verlässlich und stark

„Ganztag – verlässlich und stark für Kinder im Grundschulalter“ ist der Schwerpunkt einer Ausgabe des Jugendhilfereports 3/2017 des LVR-Landesjugendamts Rheinland.

„Ganztag – verlässlich und stark für Kinder im Grundschulalter“ ist der Schwerpunkt einer Ausgabe des Jugendhilfereports 3/2017 des LVR-Landesjugendamts Rheinland. Eingeleitet wird das Heft durch Beiträge von Lorenz Bahr-Hedemann, LVR-Dezernent Jugend, und Dr. Karin Kleinen, Fachberaterin für OGS beim LVR-Landesjugendamt Rheinland. Bahr-Hedemann: „Ganztagsbildung muss das Leben und die Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen bereichern, ihre Verselbstständigung, Selbstpositionierung und ihre Sozialität fördern. Das ist der Gradmesser! Mehr noch als im gebundenen Ganztag der weiterführenden Schule sind mit dem Trägermodell der OGS dafür auch die richtigen Weichen gestellt.“

Zu einigen ausgewählten Beiträgen:

Agathe Tabel vom Forschungsverbund DJI/TU Dortmund stellt Ergebnisse der Bildungsberichterstattung Ganztagsschule NRW (BiGa NRW) vor, nachdem dort erstmals mit der Befragung von Schulverwaltungs- und Jugendämtern auch die kommunale Steuerung der Ganztagsschulentwicklung untersucht wurde.

Über die Qualitätsentwicklung der OGS berichten anschließend in einem ausführlichen Interview zwei Schulaufsichtsbeamte, Thomas Bongartz und Boris Preuss, die in den Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln für den Primarbereich zuständig sind. Sie erläutern die Aufgaben der „Regionalkonferenz OGS“, eines Gremiums, in dem schulfachliche Aufsicht, Beraterinnen und Berater im Ganztag und Jugendämter kooperieren. Auch die Serviceagentur „Ganztägig Lernen“ spielt dabei eine Rolle.

Über die Steuerung der Qualitätsentwicklung in einer kommunalen Bildungslandschaft berichtet Sandra Clauss von der Stadt Sankt Augustin, wo alle Grundschulen als OGS arbeiten. Ein Instrument der Qualitätsentwicklung ist der STRUGA, der strukturierte Ganztag, in dem schulisches Lernen und Jugendhilfeangebote den Tag rhythmisieren. Es geht aber auch um Fragen wie Raumbedarf und Kosten des Ganztags.

Vorgestellt wird auch ein Praxisforschungsprojekt: Prof. Ulrich Deinet von der Hochschule Düsseldorf hat im Auftrag der Stadt Düsseldorf die OGS aus der Sicht der Kinder evaluiert. Dabei ging es um die Angebote („Stell dir vor, du bist vier Wochen nicht in der Schule. Gibt es etwas, was dir fehlen würde?“), die Beziehungen zu den pädagogischen Fachkräften, die Ausstattung, das Mittagessen und besonders um die Mitbestimmung der Kinder in der Schule.

„Ein Plädoyer für das Spielen in der OGS“ hält Marietheres Waschk von der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW.

Ein weiterer Beitrag widmet sich schließlich der Qualifizierung und Weiterbildung von Fachkräften für den Ganztag, darunter der „Aufbaubildungsgang offene Ganztagsschule“, in dem sich bereits seit 11 Jahren pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Fachkräften qualifizieren, oder der gemeinsam mit der Akademie der kulturellen Bildung durchgeführte Zertifikatskurs für pädagogische Ergänzungskräfte.

Quelle: Jugendhilfereport 3/2017 des LVR-Landesjugendamts Rheinland

 

 


 
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