Kinderwelt ist Bewegungswelt

Bei einem von der Deutschen Sportjugend veranstalteten Netzwerktreffen standen die „Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“ im Mittelpunkt, aber auch fehlende Daten zur Lebenswelt Sportverein.

Vertreterinnen und Vertreter von Mitgliedsorganisationen der Deutschen Sportjugend (dsj) und des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) haben sich in Berlin zu verschiedenen Schwerpunkten im Themenfeld Kinderwelt ist Bewegungswelt ausgetauscht. Bei dem von der Deutschen Sportjugend am 23. und 24. Februar 2018 veranstalteten Netzwerktreffen ging es am ersten Tag um die 2016 neu herausgegebenen nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung. Sven Messing von der Alexander-Friedrich-Universität Nürnberg-Erlangen stellte die Empfehlungen mit dem Blick auf Kinder und Jugendliche vor.

Mit Ernüchterung stellten die Anwesenden fest, dass zur Lebenswelt Sportverein nahezu keine belastbaren Zahlen vorliegen und Aussagen über Bewegungsempfehlungen nur bedingt getroffen werden konnten. Die Empfehlungen zur Bewegungsförderung im Bereich Kita und Schule hingegen sind den Akteurinnen und Akteuren nicht neu. Das Netzwerk war sich einig, dass dringender Handlungsbedarf seitens der Verantwortlichen besteht, damit die Empfehlungen zur Umsetzung kommen. Die Bewegungsempfehlungen für Kinder will das Netzwerk zukünftig in seine Kommunikation mit aufnehmen.

„Um die Bewegungssituation von Kindern an Kitas und Schulen zu verbessern, muss auch die Politik tätig werden“, so Tobias Dollase, dsj-Vorstandsmitglied. „Es braucht ein systematisches Umdenken bei der Gestaltung von Schule und Kita sowie Förderprogramme, die dieser Änderung den Weg ebnen. Der gemeinnützig organisierte Sport – insbesondere seine Jugendorganisationen – stehen dabei als Bewegungsexpertinnen und -experten bei der Ausgestaltung als Partner gerne zur Verfügung.“

Am zweiten Tag wurde die Ausbildung für Trainer/innen und Übungsleiter/innen mit dem Fokus Kinder beziehungsweise Elementarbereich näher in den Blick genommen. Gudrun Schwind-Gick, stellvertretende Ressortleiterin Bildung des DOSB, setzte zu Beginn einen Impuls und erläuterte das Grundkonzept der Rahmenrichtlinien für die Ausbildungslehrgänge. Diskutiert wurden unter anderem das Angebot einer Ausbildung mit dem Profil „Elementarbereich“ auf der ersten Lizenzstufe sowie die Beteiligung „Externer“ an der Teilnahme an Ausbildungslehrgängen des Sports. Eine Arbeitsgruppe wird sich in der Folge des Netzwerktreffens mit der Aufgabe ein gemeinsames Grundverständnis zu erarbeiten befassen, das zukünftig als Basis von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen genutzt werden kann.

„Ziel ist es“, so Tobias Dollase, „der Vielfalt, die sich in unserer Struktur wiederfindet, eine gemeinsame Richtung zu geben. Auch wenn wir in unterschiedlichen Kontexten arbeiten und aus verschiedenen Sportarten kommen, eint uns das Ziel, Kinder in Bewegung zu bringen und uns als Bewegungsanwältinnen und -anwälte für die Bewegungsrechte von Kindern und deren Chance auf eine positive ganzheitliche Entwicklung stark zu machen.“

Quelle: Deutsche Sportjugend

 

 


 
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