32 „Verbraucherschulen“ ausgezeichnet

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat 32 Schulen aus 13 Bundesländern, die in der Verbraucherbildung praxisnahe und individuelle Ideen und Projekte umsetzen, ausgezeichnet.

Lernen für das Leben – dieser Grundsatz zählt in besonderer Weise in der Verbraucherbildung: Wie ernähre ich mich gesund? Wie lebe ich klimafreundlich, und was muss ich beim Unterzeichnen von Verträgen beachten? Wie Verbraucherbildung in der Schule vermittelt werden kann, zeigen 32 Schulen aus 13 Bundesländern in besonderer Weise. Für dieses Engagement verleiht der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) bereits zum zweiten Mal die Auszeichnung „Verbraucherschule“.

Die von einer Expertenjury ausgewählten 32 Schulen vermitteln Verbraucherbildung in den Themenfeldern Finanzen, Ernährung, Medien und nachhaltiger Konsum praxisnah und individuell: Schüler werden zu Medienscouts ausgebildet, betreiben eine Fahrradwerkstatt als Schülerfirma oder organisieren Reste-verwerten-Kochduelle.

„Der große Einsatz und die Kreativität, mit denen die ausgezeichneten Verbraucherschulen Konsum- und Alltagskompetenzen von Kindern und Jugendlichen fördern, sind beeindruckend“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. „Diese Schulen zeigen vorbildlich, wie Verbraucherbildung lebensnah und spannend umgesetzt werden kann. Nun ist die Politik gefragt, die Schulen zu unterstützen und die Rahmenbedingungen für Verbraucherbildung durch eine Aufhebung des Kooperationsverbotes weiter zu verbessern, damit Verbraucherbildung an allen Schulen bundesweit umgesetzt werden kann.“ Die ausgezeichneten Schulen zeigen, wie dies praktisch gelingen kann, und bieten so anderen Schulen Orientierung und Anregungen.

Am 2. März 2018 werden die neuen Verbraucherschulen bei der zentralen Auszeichnungsveranstaltung in Potsdam prämiert. Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, Anne Quart, Staatssekretärin für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, sowie Dr. Thomas Drescher, Staatssekretär für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, werden die Auszeichnungen überreichen und die Schulen damit für ihr herausragendes Engagement würdigen.

Die Auszeichnung wird in zwei Kategorien verliehen: Schulen, die Verbraucherbildung im Schulcurriculum und am Lernort Schule verankert haben, werden als Verbraucherschule Gold geehrt. Mit der Auszeichnung Verbraucherschule Silber werden Schulen gewürdigt, die Verbraucherbildung vorbildlich mit einzelnen Maßnahmen umsetzen.

Die Auszeichnung Verbraucherschule wird durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz gefördert.

Ausgezeichnet wurden u. a. auch folgende Ganztagsschulen:

Verbraucherschule in Gold
•    Paula-Modersohn-Schule Bremerhaven
•    Albrecht-Thaer-Gymnasium Hamburg
•    Schule am Steinautal Büchen (Grundschule mit Förderzentrum), SH

Verbraucherschule in Silber
•    Friedrich-Wöhler-Gymnasium in Singen, BW
•    Gerhard-Thielcke-Realschule in Radolfzell am Bodensee, BW
•    Schillerschule Aalen, BW
•    Nehring-Grundschule Berlin
•    Oberschule „Johann Heinrich August Duncker“ Rathenow, BB
•    Stadtteilschule Stellingen Hamburg
•    Arche-Schule Waren/Müritz, MV
•    Carl-Friedrich-Gauß-Schule Friedland, NI
•    Städtische Fröbelschule Arnsberg, NW
•    Integrierte Gesamtschule Gerhard Ertl Sprendlingen, RP
•    Gymnasium „Am Breiten Teich“ Borna, SN
•    Dannewerkschule Schleswig, SH

2016 wurden erstmals 14 Schulen als Verbraucherschule ausgezeichnet – davon sieben als Verbraucherschule Silber und sieben weitere als Verbraucherschule Gold. Die zwei verschiedenen Stufen der Auszeichnung wurden etabliert, da der Weg zu einem eigenen Schulprofil Verbraucherbildung mitunter lang sein kann und den unterschiedlichen Entwicklungsschritten somit Rechnung getragen werden kann.

Mit der Verbraucherschule Silber werden Schulen gewürdigt, die Verbraucherbildung in Form von mindestens vier Maßnahmen im Schuljahr 2016/2017 aktiv umgesetzt haben; die Verbraucherschulen Gold müssen darüber hinaus Verbraucherbildung im Schulcurriculum, im Schulentwicklungs- oder Qualitätsprogramm verankert haben.

Alle interessierten, allgemeinbildenden Schulen erhalten nach der Abgabe ihrer Interessensbekundung die Bewerbungsunterlagen und Zugang zu den Unterstützungsangeboten.

Quelle: Verbraucherzentrale - Bundesverband
 

 

 


 
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