Hessen: „Besuch vor Ort“ im Staatlichen Schulamt

Staatliche Schulämter bieten Unterstützung, Beratung und Begleitung, sie sind Ansprechpartner für Schulen einer Region. Während eines „Besuchs vor Ort“ würdigte Kultusminister Lorz diese Arbeit.

„Unsere Schulämter sind von besonderer Bedeutung für das erfolgreiche Zusammenspiel von Schulen und Kultusverwaltung“, sagte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz anlässlich seines Besuchs des Staatlichen Schulamts für den Lahn-Dill-Kreis und den Landkreis Limburg-Weilburg.

„Die Arbeit der Staatlichen Schulämter und ihrer Beschäftigten steht oft im Schatten der Schulen vor Ort auf der einen Seite und der Bildungspolitik im Kultusministerium auf der anderen Seite. Heute geht es mir darum, sie in den Mittelpunkt zu rücken, gerade weil die vielfältigen und zahlreichen Aufgaben in den vergangenen Jahren immer bedeutender wurden“, so der Kultusminister. Insbesondere im Bereich der Beratung für die Schulen zu den Themen Inklusion, Integration und Ganztagsbetreuung, aber auch bei Fragen zur pädagogischen Schulentwicklung und zum Einsatz von Medien, stehen die Schulämter den Schulleitungen und Lehrkräften kompetent zur Seite.

Entsprechend ergänzen Unterstützungsangebote für Beratung, Schul- und Unterrichtsentwicklung zunehmend die klassische Schulaufsicht. „Unser Selbstverständnis ist das eines Dienstleisters für unsere Schulen und Lehrkräfte vor Ort. Gleichzeitig sind wir auch Ansprechpartner für Eltern und Schüler, wenn es um die Wahl der weiterführenden Schulen geht oder um Fördermöglichkeiten für Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse“, erklärte Schulamtsleiter Michael Scholz.

Der Kultusminister nahm anlässlich seines Besuchs an einer Besprechung des Schulpsychologischen Teams teil und würdigte deren Arbeit: „Die Schulpsychologinnen und Schulpsychologen des Staatlichen Schulamtes bemühen sich auf beeindruckende Weise, den Schulen ein gemeinsam abgestimmtes psychologisches Beratungs- und Unterstützungsangebot zu unterbreiten, das sich aktuell mit einem Schwerpunkt auf die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrungen bezieht. Außerdem leisten sie bei Bedarf hochprofessionelle Arbeit für die Schulen der Region bei der Betreuung in schwierigen Krisenfällen“, so Lorz. Bei einer Dienstversammlung stellte er sich darüber hinaus den Fragen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierbei standen die aktuellen Herausforderungen wie die Lehrerversorgung bzw. die Stellenbesetzung, die Unterstützung für die Grundschulen aber auch die Zusammenarbeit mit anderen Behörden im Mittelpunkt.

Der Besuch in Weilburg bildete den dritten Termin der Reihe „Besuch vor Ort“, in der Kultusminister Lorz und Staatssekretär Lösel im Laufe dieses Schuljahrs alle 15 Staatlichen Schulämter besuchen und sich über deren Arbeit in den Regionen informieren wollen. „Heute ging es mir vor allem darum, die äußerst wichtige Arbeit und die zahlreichen verschiedenen Aufgabenfelder der Schulverwaltung hervorzuheben und mich für den beeindruckenden Einsatz zur Lösung der täglich anfallenden Fragen des Schullebens zu bedanken“, sagte der Minister und ergänzte abschließend: „Die Landesregierung weiß sehr zu schätzen, was hier rund um die Uhr getan wird, die Schulen mit ausreichend Lehrkräften zu besetzen und sie in ihrer pädagogischen Arbeit auf vielfältige Weise zu beraten und zu unterstützen.“

Kurz zusammengefasst: Was sind die Aufgaben der Staatlichen Schulämter?

  • Pädagogische Unterstützungsangebote für die Schulen – Fortbildung, Beratung, Schulevaluation:
    Schulentwicklungsberatung
    Unterrichtsentwicklungsberatung
    Lesen, Schreiben, Rechnen
    Medienbildung
    Sonderpädagogische Förderung und Unterstützung
    Schulische Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen
    Berufs- und Studienorientierung
    Ganztagsangebote
    Schule & Gesundheit
    Kulturelle Bildung
     
  • Schulpsychologie: Psychologische Beratung und Prävention
  • Aufnahme- und Beratungszentrum für Schülerinnen und Schüler mit keinen oder nur geringen Deutschkenntnissen (Zuwanderer, Flüchtlinge etc.)
  • Medienzentren für medienpädagogische und medientechnische Beratung
  • Berufs- und Studienorientierung: OloV – „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf“

Quelle: Hessisches Kultusministerium


 

 

 


 
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