Mecklenburg-Vorpommern startet Kooperationsinitiative

Mecklenburg-Vorpommern schaltet eine Kontaktbörse für Ganztagsschulen und ihre Partner aus Kinder- und Jugendbildung, Kultur, Sport und den Kirchen frei.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern, Dachverbände und Netzwerke in den Bereichen Kinder- und Jugendbildung, Kultur und Sport sowie die Kirchen haben sich auf eine Zusammenarbeit verständigt. Bildungsministerin Birgit Hesse und die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände, Netzwerke und Kirchen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Kooperationen mit Vereinen, Verbänden, Institutionen und Einrichtungen sollen das Ganztagsangebot an den staatlichen Schulen bereichern und den Schulalltag für Schülerinnen und Schüler abwechslungsreicher gestalten.

„Schulen mit Ganztagsangeboten machen neue Lernformen möglich“, sagt Bildungsministerin Birgit Hesse. „Schülerinnen und Schüler verbringen den Schultag gemeinsam mit Gleichaltrigen und sitzen nachmittags nicht allein zu Hause. Dies ist gerade für Familien wichtig, die auf dem Land leben. Ich freue mich darüber, dass die Verbände, Netzwerke und Kirchen sich zur stärkeren Zusammenarbeit mit den Schulen bereiterklärt haben. Ich bedanke mich für das Engagement, gemeinsam dafür zu sorgen, dass sich die Zahl der Kooperationen an den Schulen noch weiter erhöht. Wenn Schulen nicht nur Lern-, sondern auch Lebensorte sein sollen, dann ist es eine logische Konsequenz, dass dort mehr stattfindet als Unterricht“, betonte Hesse.

Schulen, die Ganztagsangebote mit Kooperationspartnern gestalten wollen, sollen künftig alle Angebote auf der Homepage der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ finden. Dort wird eine Kontaktbörse entstehen, die alle Ganztagsangebote von Kooperationspartnern in Mecklenburg-Vorpommern aufführt. Kooperationspartner können dort ihre Aktivitäten eintragen und mit Schulen auf diesem Weg in Kontakt treten. Die Serviceagentur ist ein Angebot der RAA Mecklenburg-Vorpommern in Waren/Müritz und wird durch das Land finanziert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen Schulen und Kooperationspartner, die ganztägige Bildungsangebote entwickeln, ausbauen und qualitativ verbessern wollen.

Für die Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen stellt das Land pro Jahr 26 Millionen Euro bereit. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 337 ganztägig arbeitende Schulen. Das sind circa 65 Prozent aller staatlichen allgemein bildenden Schulen. Bezogen auf die Gesamtzahl der Schüler der Primarstufe und Sekundarstufe I nimmt bereits jeder zweite Schüler an ganztägigen Angeboten teil. Im Schuljahr 2016/2017 waren das insgesamt 71.102 Schülerinnen und Schüler. Das ist ein Anstieg um rund 10 Prozent gegenüber dem Schuljahr 2014/2015.

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

 

 

 


 
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