Hamburg: Klimaschulen 2018 ausgezeichnet

Vier Hamburger Ganztagsschulen und ein Ganztagsgymnasium aus Kempten erhielten für ihre vorbildliche Arbeit im Klimaschutz das Gütesiegel "Klimaschule 2018".

Vier Hamburger Schulen und eine Schule aus Kempten (Bayern) wurden im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) erstmalig für ihre vorbildliche Arbeit im Klimaschutz mit dem Gütesiegel „Klimaschule 2018“ ausgezeichnet. Damit steigt die Anzahl der Hamburger Klimaschulen auf 60 Schulen. Diese haben durch die Erstellung ihres schuleigenen Klimaschutzplans und die Umsetzung erster Maßnahmen bewiesen, dass gemeinsame Anstrengungen im Klimaschutz zum Erfolg führen.

Ties Rabe, Senator der Schulbehörde, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der konkreten Klimaschutzideen, die die Schulen in ihren Klimaschutzplänen für die nächsten Jahre geplant haben. „Konkrete Maßnahmen, wie die klimafreundliche Klassenreise, Energiedienste der Schülerinnen und Schüler und der stetige Ausbau von Umweltthemen in den Schulcurricula verdeutlichen, wie intensiv sich die Schulen mit dem Klimaschutz und dessen Integration in den Unterricht auseinandersetzen.“

Die Fritz-Schumacher-Schule aus Langenhorn hat einen gewählten Schüler-Umweltrat eingerichtet. Das Gymnasium Altona hat mit Schülerinnen und Schülern einen Energiesparwettbewerb entwickelt, und in der Stadtteilschule Niendorf können die Schülerinnen und Schüler nun das Profil „Umwelt und Klimaschutz“ wählen. Das Margaretha-Rothe-Gymnasium aus Barmbek-Nord hat Mode und andere Produkte aus Reststoffen hergestellt, während das Hildegardis-Gymnasium aus Kempten 1.500 Bäume gepflanzt und Umwelt- und Klimathemen in den Fächern verankert hat.

Aber auch technische Maßnahmen werden in den Klimaschulen umgesetzt: Unterstützt von Schulbau Hamburg wurden beispielsweise Einstellungen von Heizungssteuerungen optimiert und Thermostate erneuert. Energiespareinstellungen von PCs und Kopierern wurden als Standard gesetzt.

Für die Schulen lohnt sich das Vorhaben in mehrfacher Hinsicht: Sie werden öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet und erhalten in begrenztem Rahmen finanzielle und personelle Unterstützung. Vor allem können sie sonst eher trockene Fachinhalte mit Praxis unterfüttern und mit dem Schulleben verknüpfen. Daten mathematisch auszuwerten, macht beispielsweise deutlich mehr Spaß, wenn man sie selbst gesammelt hat und die Ergebnisse braucht, um die Luftqualität in der Klasse zu optimieren.

Die Hamburger Schulen wurden unterstützt durch das Projekt Klimaschule PLUS der Hamburger Klimaschutzstiftung. Klimaschule PLUS wird finanziert aus Mitteln des Hamburger Klimaplans und steht weiteren Schulen offen. Die städtische Hamburger Klimaschutzstiftung arbeitet seit ihrer Gründung 2008 schwerpunktmäßig in der Klimabildung. Dazu betreibt sie unter anderem das Hamburger Umweltzentrum Gut Karlshöhe.

Bereits seit 2010 können sich Hamburger Schulen für das Gütesiegel „Klimaschule“ bewerben. Ziel des Programms ist die Stärkung der Klima-Kompetenzen der Schulgemeinschaft, sowie die reale Reduzierung der CO2-Emissionen, die durch den Schulbetrieb verursacht werden. Die Schulen müssen sich alle zwei Jahre neu für eine Auszeichnung als Klimaschule bewerben und die Umsetzung ihrer Maßnahmen darlegen. Die Bewerbungen werden durch das LI Hamburg, Referat für Umwelterziehung und Klimaschutz, geprüft und eine fachkundige Kommission entscheidet über die Vergabe der Gütesiegel. Das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung betreut und berät die Schulen nicht nur auf dem Weg zur Klimaschule, sondern auch bei der Umsetzung der durchschnittlich 40 Klimaschutz-Maßnahmen einer Schule.

Quelle: Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg
 

 

 

 


 
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