Forum zur Zukunft der Thüringer Schule

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport lud Schulträger und Schulämter zu einem Forum ein. Vorbereitet wird der Thüringenplan „Zukunft Schule“ 2018.

Am 8. November 2017 hat das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport alle Thüringer Schulträger sowie die Schulämter zu einem gemeinsamen „Forum Schulträger und Schulämter“ nach Bad Berka eingeladen. Das Forum war Teil des Werkstattprozesses „Zukunft Schule“.

Im Werkstattprozess erarbeiten die verschiedenen Beteiligtengruppen gemeinsam Antworten auf die großen Zukunftsherausforderungen der Thüringer Schulen. In dem am 21. Juni 2017 veröffentlichten Bericht der Kommission „Zukunft Schule“ sind wesentliche dieser Herausforderungen herausgearbeitet: Zu wenig Lehrkräftenachwuchs in verschiedenen Schularten und Fächern, zu hoher Unterrichtsausfall in einem Schulnetz, das im Ländervergleich besonders kleinteilig und personalintensiv ausgelegt ist. Auch der Erhalt der für die Gemeinden wichtigen Schulstandorte gehört, neben anderen, zu diesen wesentlichen Herausforderungen, denen sich Thüringen angesichts einer absehbar sehr unterschiedlichen Entwicklung der künftigen Schülerinnen- und Schülerzahlen stellen muss.

Die Kommission empfahl deshalb ein abgestimmtes Zusammenwirken von Schulträgern, Schulaufsicht und Ministerium, nicht zuletzt mit Blick auf vielerorts fehlende Planungssicherheit für einen bestmöglichen Einsatz der Ressourcen für unsere Schulen. Hierbei müssen die freien Träger Thüringer Schulen, an deren Einrichtungen mehr als jede zehnte Schülerin oder Schüler lernt, künftig intensiver und mehr auf Augenhöhe einbezogen sein, da sich die Herausforderungen nur gemeinsam bewältigen lassen.

Ziel des Forums war es, die Vorschläge und Lösungsansätze der Schulträger für den weiteren Werkstattprozess und den für 2018 angekündigten Thüringenplan „Zukunft Schule“ aufzunehmen und die gemeinsame Verständigung über die Zielrichtungen voranzutreiben: Unsere Schulen verdienen Entscheidungen, die für die nächsten ein bis zwei Schülergenerationen stabile Perspektiven bieten.

Minister Helmut Holter stellte in Bad Berka zunächst einen Ausschnitt der bereits von den Schulen, Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie der Kommission „Zukunft Schule“ eingebrachten Vorschläge und Empfehlungen vor. Im Anschluss fanden verschiedene Workshops statt.

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

Im Bericht der Kommission „Zukunft Schule“ heißt es u. a.: „Bei der Ganztagsbetreuung ist das Land insgesamt im Spitzenfeld und auch bei der Bewältigung der ebenso wichtigen wie
komplexen Herausforderung, Inklusion im Bildungswesen angemessen zu gestalten, kann Thüringen auf gute Ergebnisse verweisen. In diese Erfolge investiert der Freistaat mit den bundesweit höchsten Ausgaben je Schülerin und Schüler aller Länder.

Als Herausforderung für die Zukunft wird genannt: „Mittelfristig sollten Grundschulen zu echten Ganztagsschulen ausgebaut und dabei sowohl der Einsatz der Erzieherinnen weiterentwickelt als auch die Hortkostenbeteiligung überprüft werden.

Thüringer Grundschulen sind flächendeckend als offene Ganztagsschulen organisiert. Charakteristisch für die Ganztagsangebote der Thüringer Primarstufe ist die schulgesetzliche Verankerung des Schulhorts mit Erzieherinnen und Erziehern an Grundschulen.

Nach der aktuellen KMK-Statistik verfügen 77,6 Prozent aller Schulen der Primarstufe und Sekundarstufe I in Thüringen, davon 100 Prozent der Grundschulen, über Ganztagsangebote.  51,5 Prozent aller Schülerinnen und Schüler und 85,3 Prozent der Grundschülerinnen und ‑schüler nehmen am Ganztag teil.

 

 

 


 
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