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Rheinland-Pfalz: "Keine(r) ohne Abschluss"

Im Projekt „Keine(r) ohne Abschluss“ mit einem zehnten Schuljahr an ausgewählten (ganztägigen) Realschulen plus haben über 81 Prozent der Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr den Schulabschluss geschafft.

Sie wollen Maurer, Schreiner oder Hotelfachkraft werden, manche von ihnen gar die Schulbank noch ein weiteres Jahr drücken und die mittlere Reife machen. Und das, obwohl sie nach neun Schuljahren die Berufsreife noch nicht erreicht hatten. „Im Projekt ‚Keine(r) ohne Abschluss‘ haben 115 von 141 Schülerinnen und Schülern in diesem Jahr den Schulabschluss geschafft. Das sind über 81 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Rund 90 Prozent von ihnen (103 Jugendliche) haben darüber hinaus direkt einen Anschluss in Form einer Ausbildung oder einer weiteren schulischen Qualifizierung gefunden. Das gibt den jungen Menschen eine Perspektive und schenkt ihnen Selbstvertrauen“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig heute in Mainz.

„Keine(r) ohne Abschluss“ ist ein besonderes zehntes Schuljahr an ausgewählten Realschulen plus: Es richtet sich an Jugendliche, die nach neun Schuljahren den Abschluss der Berufsreife noch nicht erreicht haben oder an Schülerinnen und Schüler aus Förderschulen, die nach dem Abschluss der besonderen Form der Berufsreife nun auch dieses Ziel erreichen wollen.

Der Unterricht findet im Rahmen eines verpflichtenden Ganztagsschulangebots statt und geht ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ein: Sie lernen in vier Bereichen, Mathematik/Naturwissenschaften, Gesellschaftswissenschaften, Sprache und Fremdsprache. Die Klassen bestehen aus maximal 20 Schülerinnen und Schüler. „Mit diesen Rahmenbedingungen wollen wir dafür sorgen, dass möglichst viele Jugendliche individuell gefördert werden können und ihren Abschluss erreichen“, so die Bildungsministerin.

Alle Beteiligten, die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern, die Lehrkräfte und die Schule schließen vorab einen Vertrag. In diesem verpflichten sich die Jugendlichen dazu, am Unterricht teilzunehmen, ihre Fortschritte zu dokumentieren und alle Aufgaben verantwortungsvoll anzugehen. Eltern und Lehrkräfte wiederum unterstützen die Schülerinnen und Schüler bestmöglich.

„Die Verbindlichkeit von Keine(r) ohne Abschluss ist sicherlich eine Grundlage für den Erfolg des Projekts. Alle Beteiligten arbeiten gemeinsam auf ein Ziel hin – den Schulabschluss“, so die Ministerin. Ein weiterer zentraler Baustein des Projekts ist die Verbindung zwischen Theorie und Praxis, Schule und Berufsalltag: „Die Schülerinnen und Schüler besuchen Betriebe, machen Tages-, Block- und Langzeitpraktika. Das hilft ihnen, herauszufinden, was sie in ihrem späteren Berufsleben machen wollen“, erklärte Stefanie Hubig und dankte den Lehrkräften, die ihre Schülerinnen und Schüler durch dieses besondere Jahr begleiten: „Sie motivieren die Jugendlichen, zeigen ihnen Perspektiven auf und ermöglichen ihnen so den Übergang ins Berufsleben.“

Zusätzliche Unterstützung erhalten die jungen Leute und ihre Lehrkräfte durch Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der teilnehmenden Unternehmen und die Fachkräfte außerschulischer Partner wie der Bundesagentur für Arbeit. Auch ihnen dankte die Bildungsministerin herzlich.

Hintergrundinformationen: 

„Keine(r) ohne Abschluss“ wurde im Schuljahr 2009/2010 an zwei Pilotschulen gestartet. Mittlerweile wird das Projekt an zehn Schulen im Land umgesetzt – in Bad Bergzabern, Bad Sobernheim, Birkenfeld, Kaiserslautern (an der Lina-Pfaff-Realschule plus), Lauterecken-Wolfstein, in Pirmasens (an der Kirchberg-Realschule plus), Ramstein-Miesenbach, Ransbach-Baumbach, Sohren-Büchenbeuren und in Trier-Ehrang.

Zielsetzung ist, mindestens 80 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen zu einem Schulabschluss zu führen. Mindestens 40 Prozent davon sollen einen direkten Anschluss finden. 

Quelle: Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz
 

 
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