Qualität in der offenen Ganztagsschule. 2. Praxismesse Nordrhein-Westfalen

Qualität verpflichtet, denn nach dem großen Erfolg der 1. OGS-Messe im Jahr 2007 fand am 14. Mai 2009 in der Alfred-Fischer-Halle in Hamm /Westfalen die 2. Praxismesse "Qualität in der offenen Ganztagsschule durch Vernetzung" statt. Ein Gastbeitrag von Birgit Schröder von der Serviceagentur "Ganztägig lernen in Nordrhein-Westfalen".

Tanzvorführung auf der OGS-Messe

Beinahe 90 Prozent der Grundschulen in Nordrhein-Westfalen arbeiten bereits als offene Ganztagsschulen. Für die meisten dieser Schulen sind organisatorische Fragen aus der Einführungsphase mittlerweile in den Hintergrund gerückt. Wie die offene Ganztagsschule ausgestaltet und das Angebot qualitativ weiterentwickelt werden kann, wird demgegenüber wichtiger. Immer mehr spielt der Gedanke der Vernetzung eine tragende Rolle.

Eröffnet wurde die zweite OGS-Messe "Qualität in der offenen Ganztagsschule durch Vernetzung" von prominenten Persönlichkeiten: dem Oberbürgermeister der Stadt Hamm, Thomas Hunsteger-Petermann, dem Staatssekretär im Ministerium für Schule und Weiterbildung, Günter Winands, und der Staatssekretärin im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Dr. Marion Gierden-Jülich.

Über 1.500 Interessierte aus offenen Ganztagsschulen, vor allem Schulleitungen, Lehr- und Fachkräfte, Zuständige aus der kommunalen Schulverwaltung oder der Jugendhilfe besuchten die Messe. An 55 Messeständen wurde eine große Vielfalt an interessanten Netzwerken und regionalen und überregionalen Verbünden vorgestellt. Es waren insbesondere gemeinnützige Träger und außerschulische Kooperationspartner aus den Bereichen Jugendhilfe, Sport, Kultur sowie der Fort- und Weiterbildung.

Das Messegeschehen wurde weiterhin durch insgesamt zwölf themenspezifische Kurzvorträge und offene, moderierte Foren zu Praxisthemen in den Nebenräumen der Alfred-Fischer-Halle ergänzt. Neben aktuellen Themen wie z. B. das von der Serviceagentur, dem BLK-Verbundprojekt "Lernen für den GanzTag" und dem Institut für soziale Arbeit e. V. entwickelte Verfahren  zur Qualitätsentwicklung in Ganztagsschulen (QUIGS) und der Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse gab es u. a. auch ein spannendes Diskussionsforum zum Thema "Ressourcen im Offenen Ganztag".

Besucherinnen und Besucher der OGS-Messe

Ein buntes Rahmenprogramm lieferten die acht Grundschulen, deren Schülerinnen und Schüler Ergebnisse aus ihren Ganztagsprojekten präsentierten. Hierzu gehörten u. a. die Darbietung einer Trommlergruppe, eines Schulchores, verschiedene Tanzvorführungen - mit einem Spektrum vom "polnischen Volkstanz" bis hin zu "Rap mit Pep" -, Chinesisch in der Grundschule und Coolness-Training.

Den Abschluss der OGS-Messe bildete das bekannte Münsteraner Improvisationstheater "Impro 005", das trotz der fortgeschrittenen Tageszeit eine besonders hohe Resonanz fand. Die Zuschauer wurden spontan in die Szenengestaltung mit einbezogen. Dabei gelang es den Künstlern besonders gut, aktuelle Begrifflichkeiten rund um das Themenfeld "Schule - offener Ganztag" auf der Bühne zu präsentieren.

Vor dem Hintergrund von Vernetzungen bot die OGS-Messe viele Gelegenheiten, interessante und hilfreiche Hinweise und Anregungen für die Weiterentwicklung der (eigenen) offenen Ganztagsschule mitzunehmen, Erfahrungen auszutauschen und die Vielfalt der Angebote und Dienstleistungen, die sich um die offene Ganztagsschule entwickelt haben, besser kennen zu lernen.

Organisiert und veranstaltet wurde die 2. Praxismesse zur offenen Ganztagsschule im Primarbereich von der Serviceagentur "Ganztägig lernen in Nordrhein-Westfalen". Die Serviceagentur - unter dem Dach des Instituts für soziale Arbeit e. V. - ist ein gemeinsames Angebot des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW (MSW), des Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW (MGFFI), und des Instituts für soziale Arbeit e.V. (ISA) im Rahmen des Begleitprogramms "Ideen für mehr! Ganztägig Lernen" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

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