Ganztag an der Theodor-Heuss-Realschule Offenburg

Die offene Ganztagsschule an der Theodor-Heuss-Realschule besteht seit zehn Jahren. Das Jugendbegleiter-Team sorgt für ein vielfältiges Ganztagsangebot für die Schülerinnen und Schüler.

Die Theodor-Heuss-Realschule ist eine sogenannte „offene Ganztagsschule“. In den vergangenen zehn Jahren haben hier über 1.100 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit genutzt, am Nachmittag die Angebote wahrzunehmen. Getragen wird zum Beispiel die Hausaufgabenhilfe von Ehrenamtlichen. Cornelia Dresch-Gotthardt und Rosemarie Iwen sind von Anfang an dabei. Die beiden Frauen haben sich in der Hausaufgabenhilfe an der Theodor-Heuss-Realschule engagiert, als ihre Kinder noch Schüler waren. Doch auch später haben sie diese ehrenamtliche Arbeit weiter betrieben. Heute koordinieren sie diese Form der Nachmittagsbetreuung – und sind sichtlich mit großem Engagement bei der Sache.

„Gerade hier in der Nordweststadt leben viele Menschen mit ganz unterschiedlichem familiären und sozialen Hintergrund. Eine offene Ganztagesbetreuung kommt hier gut an“, sagt Dresch-Gotthardt. „Wir machen Angebote für Schülerinnen und Schüler, die diese auch brauchen“, ergänzt Iwen. Schulleiter Rüdiger Fetsch schätzt die Arbeit mit den Ehrenamtlichen sehr. „Wir haben im Kollegium eine Kooperationslehrerin, die unsere Jugendbegleiter, also in der Regel Eltern von Schülern, unterstützt“, unterstreicht er die Bedeutung dieses Engagements für den Schulalltag.

Die Schülerinnen und Schüler werden täglich von einem Team von Lehrern und Jugendbegleitern betreut, das eng und vertrauensvoll mit den Klassenlehrern und der Schulleitung zusammenarbeitet. Dem Jugendbegleiter-Team kommt in der Ganztagesschule eine besondere Bedeutung zu. Es hat von Anfang an eine hohe Anzahl an Betreuungsstunden übernommen und sorgt damit dafür, dass das Angebot für die Schüler vielfältiger wird und die Gruppengrößen auch überschaubar bleiben.

108 von derzeit insgesamt 610 Schülern von den fünften bis zu den neunten Klassen nehmen das Angebot in Anspruch. Dazu gehört dann auch, dass es raus auf den Hof geht, wo Tischtennisplatten, Einräder und sonstige Sport- und Spielgeräte zur Verfügung gestellt werden. „Wir haben klare Vorgaben, wohin die Kinder zum Spielen gehen dürfen. Meistens halten sie sich auf dem Hof vor der Schule auf. Wenn die Hausaufgaben erledigt sind, dann ist Zeit für Bewegung und frische Luft“, schildert Iwen den nachmittäglichen Ablauf. Derzeit machen insgesamt 13 Jugendbegleiter mit.

Es gibt neben der Hausaufgabenbetreuung noch eine Reihe von Arbeitsgemeinschaften. Am Nachmittag können die Jungs und Mädchen unter anderem an der Kletter-AG mit der schuleigenen Kletterwand, der Kunst-AG, der Percussion-AG teilnehmen oder in der Schulband mitspielen. Dazu gehört auch das in der Schulbibliothek eingerichtete Schülercafé, das von einer Schülerfirma betreut wird, in dem sich Schüler und Lehrer auch außerhalb des Unterrichts begegnen. Unverzichtbar für die Schule ist der Schulsanitätsdienst, der von speziell ausgebildeten Schülern durchgeführt wird.

Einen Aspekt schätzen Dresch-Gotthard und Iwen sehr: Es ist die soziale Komponente, die sich aus der Zusammenarbeit von Schülern aus den verschiedenen Schulstufen ergibt. „Das entspricht ja auch unserem Leitbild an der ‚Theodor Heuss’: das Miteinander“, fügt Fetsch an. Dies komme eben in den fächerübergreifenden Angeboten in besonderem Maße zum Ausdruck. Was manchmal fehle, so die beiden Jugendbegleiterinnen, sei eine Rückmeldung von Eltern. „Wir sind alle so engagiert bei der Sache, da hätten wir manchmal gerne noch ein paar Tipps von Elternseite, wo sie Interessen bei ihren Kindern erkannt haben“, würde sich Dresch-Gotthardt freuen.

Auch unterstützt der Förderverein seit Jahren die Arbeit der Jugendbegleiter. Es stehen gesunde Äpfel zur Verfügung – natürlich geschnitten. „Und die werden von unseren Schülern auch wirklich nachgefragt“, schmunzelt Rosemarie Iwen. Was alle Beteiligten ganz besonders gefreut hat, war die Anerkennung der geleisteten Arbeit, die bei der letzten Fremdevaluation der Schule im vergangenen Jahr formuliert worden war: „Der Ganztagsschulbetrieb beruht auf den Säulen Nachmittagsunterricht, Arbeitsgemeinschaften (AG) und Hausaufgabenbetreuung ... Die Ganztagsbetreuung der Theodor-Heuss-Realschule erfährt eine hohe Akzeptanz unter der Schülerschaft, den Eltern und den Lehrkräften. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sind motiviert und erleben die Schule durch das Nachmittagsangebot als Teil ihres Lebensraums ... Die Lehrkräfte wissen, dass ihre Ganztagsschülerinnen und -schüler im GTS-Bereich auch bei der Erledigung der Hausaufgaben in guten Händen sind.“

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Offenburg vom 30.3.2017
 

 

 


 
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