Bielefeld: Qualitätsstandards für OGS-Ferienangebote

Die Stadt Bielefeld fördert und bezuschusst Ferienangebote der Offenen Ganztagsschule im Primarbereich (OGS). Doch dafür gibt es Rahmenvorgaben und Qualitätsstandards.

Die Stadt Bielefeld bezuschusst seit 2007 die Ferienangebote der Offenen Ganztagsschule im Primarbereich (OGS). OGS-Ferienangebote, die als solche anerkannt und bezuschusst werden, müssen jedoch sowohl Rahmenvorgaben als auch Qualitätsstandards erfüllen. Angebote, die den Rahmenvorgaben oder Qualitätsstandards nicht genügen, werden nicht bezuschusst.

Zu den Rahmenvorgaben gehören unter anderem Verlässlichkeit, tägliche Öffnungszeiten, die den Öffnungszeiten der OGS während der Schulzeit entsprechen – mindestens
von 8 bis 16 Uhr, freitags mindestens bis 15 Uhr –, festgelegte Obergrenzen für Teilnahmebeiträge bei den Angeboten und einheitliche Preise für Mittagessen und Verpflegung.

OGS-Träger bzw. Anbieter von OGS-Ferienangeboten müssen ihr Angebot grundsätzlich für OGS-Kinder anderer Schulen öffnen. Um Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf die qualifizierte Teilnahme zu ermöglichen, sollen in jedem Stadtbezirk entsprechende Kontingente vorgehalten werden. Bei der Aufnahme in die OGS-Ferienangebote haben Kinder aus der OGS Vorrang; es folgen Kinder aus anderen Betreuungsprogrammen der OGS-Schulen, dann erst Kinder, die weder an der OGS noch an anderen Betreuungsprogrammen teilnehmen.

Die OGS-Ferienangebote sollen grundsätzlich nach den Prinzipien der Arbeit in der OGS und der Jugendhilfe durchgeführt werden. Zu den Zielen gehören u. a. eine sinnerfüllte Freizeitgestaltung mit Erholungscharakter; geschlechtsspezifisch orientierte spielerische, erlebnis- und sportpädagogische sowie kulturelle Angebote; ausreichende Möglichkeiten für die Kinder, zur Ruhe zu kommen und Entspannung zu finden, die Förderung des sozialen Lernens und die Vermittlung von Bildungskompetenzen. Möglichst alle Angebote sollen so durchgeführt werden, dass sie auch den Bedürfnissen von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf gerecht werden.

Die Qualitätsstandards betreffen im Einzelnen den Zeitrahmen und die Struktur, die räumliche Ausstattung, die Verpflegung und das Personal, aber ebenso die inhaltliche Ausgestaltung der Angebote. So können Angebote unter einem Thema stehen, müssen aber dennoch breit gefächert sein, um unterschiedlichen Bedürfnissen der teilnehmenden Kinder gerecht zu werden. Ein „Fußballcamp“ soll beispielsweise auch Möglichkeiten zum Basteln, freien Spiel und für andere Bewegungsspiele bieten.

Jedes OGS-Ferienangebot muss von einer Fachkraft koordiniert werden. Erwartet wird eine pädagogische Grundausbildung der Mitarbeitenden, für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf auch speziell geschultes Personal. Fragen der Sicherheit spielen selbstverständlich ebenfalls eine Rolle, und mindestens zwei Mitarbeitende pro Angebot müssen über den „großen Erste-Hilfe-Schein“ verfügen.

Quelle: Stadt Bielefeld

 

 

 


 
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