Neue Website: Kinder- und Jugendfilme zu Flucht und Migration

Filme zum Thema Migration präsentiert das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum auf der Website www.migration-im-film.de. Ein Angebot für die Filmbildung und die filmkulturelle Arbeit.

Neben den Filmempfehlungen bietet die Website auch einen Überblick an Projekten, Links zu didaktischen Materialien sowie Hintergrundinformationen, wie etwa Literaturtipps und Adressen von Filmanbietern. Für eine differenzierte und vertiefende Auseinandersetzung mit dem Themenfeld sind die Filme nach vielschichtigen Aspekten aufgefächert: "Begegnung der Kulturen", "Fluchterfahrungen", "Auswanderung" (gestern und heute), "Menschenrechte", "Asyl" oder "Xenophobie".

Die Filmauswahl auf der Website zeigt, dass man sich dem Thema auf vielfältige Weise nähern kann: nicht nur anhand von dramatischen Flüchtlingsschicksalen, sondern auch sehr unterhaltsam, wie etwa im Film "Almanya", der Chronik einer "Gastarbeiterfamilie" aus der Türkei.

Berücksichtigt werden ebenso der historische Rückblick auf "Die andere Heimat" von Edgar Reitz oder reizvolle Vergleiche mit Filmklassikern wie "Tee im Harem des Archimedes".

Zugleich deutlich werden die vielfältigen Gründe, die Menschen dazu bewegen, ihre angestammte Heimat zu verlassen und die Erfahrungen die sie in fremden Kulturen machen. Exemplarisch genannt seien hier "Mediterranea - Refugees Welcome?", "Deine Schönheit ist nichts wert" oder "The Immigrant".

Zur Auswahl gehören auch Filme, die von den Schwierigkeiten der Integration handeln, wie z.B.  "Die Fremde" oder "Fightgirl". Um schleppende Asylverfahren und Abschiebungen geht es in "Weil ich schöner bin" oder "Bread and Roses". Schließlich thematisieren eine ganze Reihe von Arbeiten aller Genres den sogenannten "Culture Clash" und die Suche nach einer Identität zwischen verschiedenen Kulturen, wie etwa die autobiografische Comicverfilmung "Persepolis" oder "Geh und lebe".

Eine kleinere Auswahl speziell an Kinderfilmen zum Thema Migration ist übrigens auch auf der Seite www.kinderfilmwelt.de zu finden, beispielsweise so wichtige wie "Bekas", "Deine Schönheit ist nichts wert", "Paddington" oder "Lola auf der Erbse".

Die Website basiert auf den Filmempfehlungen des Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums (KJF), das kontinuierlich über aktuelle Kinder- und Jugendfilme im Kino und auf Video informiert.

Filmtipp:

Tee im Harem des Archimedes (1985)

Die Freunde Pat und Madjid leben in einer Pariser Vorstadtsiedlung. Pat ist Franzose, die Eltern von Madjid wanderten einst aus Algerien nach Frankreich ein. Der Alltag in dem trostlosen Viertel, das von sozialen Problemen, Drogen, Jugendkriminalität, Prostitution und Arbeitslosigkeit bestimmt wird, schweißt die beiden Jugendlichen zusammen.

Der autobiografisch gefärbte Film von Mehdi Charef war einer der ersten und bis heute wichtigsten Filme des „Cinema beur“, in dem junge Filmemacher mit Migrationshintergrund aus nordafrikanischen Staaten ihre Alltagsprobleme in Frankreich zu verarbeiten suchten.

Ein Rückblick im Film erklärt den Titel: Im Physik-Unterricht soll ein Schüler den „Satz des Archimedes“ („Le théorème d'Archimède“) an die Tafel schreiben. Er schreibt es: „le Thé au harem d'Archimède“ („Tee im Harem des Archimedes“).

Quelle: Bildungsserver Berlin-Brandenburg

 

 

 


 
(Ende der inhaltlichen Zusatzinformationen)