"Die wilden Seiten" gewinnen im Schülerzeitungswettbewerb

"Die wilden Seiten", "Hummelnews" oder "Durchblick" freuen sich über Preise beim Schülerzeitungswettbewerb. Schülerzeitungen "schaffen nicht nur Öffentlichkeit, sondern auch ein Stück demokratische Schulkultur".

35 Gewinnerzeitungen aus elf Bundesländern können sich über ihren Sieg beim Schülerzeitungswettbewerb der Länder 2017 freuen. Zum 14. Mal wählte die Jury aus rund 1.900 Einsendungen aus ganz Deutschland die Besten der besten Blattmacher aus. Veranstaltet wird der Wettbewerb gemeinsam von der Jugendpresse Deutschland und den Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Hauptpartner ist der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger. Landtagsvizepräsident Dieter Dombrowski begrüßte die Jury im Landtag Brandenburg.

Bei der Bekanntgabe der Gewinnerzeitungen unterstrich Dombrowski den Stellenwert von Schülerzeitungen: „Indem sie die Gesellschaft spiegeln und Politik reflektieren, spielen Zeitungen eine bedeutende Rolle in unserer Demokratie. Auch Schülerzeitungsredakteurinnen und -redakteure berichten über Geschehnisse und Entwicklungen, die sie interessieren und bewegen. Sie lernen früh, wie redlicher Journalismus funktioniert und wie er sich von minderwertiger Meinungsmache unterscheidet. Mit ihrer Mitarbeit an einer Schülerzeitung schaffen sie nicht nur Öffentlichkeit, sondern auch ein Stück demokratische Schulkultur.“

Martin Winter, geschäftsführender Bundesvorstand der Jugendpresse Deutschland:„Die Recherche für einen Artikel in einer Schülerzeitung erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Junge Medienmachende lernen dabei ihre Aussagen und Thesen auf Glaubwürdigkeit zu überprüfen, indem sie verschiedensten Quellen nachgehen. Dies ist einer der wichtigsten Bausteine von Medienkompetenz, auf welche auch unsere schnelllebige Gesellschaft aufbauen muss.“

„Die wilden Seiten“, „Hummelnews“ oder „Ventil“ – bereits bei der Namensfindung stechen Schülerzeitungen kreativ ins Auge. Gewonnen haben besonders gut recherchierte Berichte und Gesamtzeitungen in sechs Schulkategorien (Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Förderschulen, beruflichen Schulen). Sechs Förderpreise gingen an Zeitungen mit besonderem Entwicklungspotenzial zur weiteren Unterstützung ihrer Arbeit. 13 Schülerzeitungen erhielten außerdem Sonderpreise für herausragende themenspezifische Beiträge und bestimmte journalistische Stilformen.

Der Wettbewerb wird von der Kultusministerkonferenz empfohlen. Die Projektleitung seitens der Länder liegt zum dritten Mal beim Land Brandenburg. Die Friedrich-Ebert-Stiftung unterstützt den Wettbewerb als Kongresspartner. Die zehn Sonderpreise werden durch den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den SPIEGEL, die AOK –Die Gesundheitskasse, die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, die Werner-Bonhoff-Stiftung, die Joachim-Herz-Stiftung, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, die Otto-Brenner-Stiftung und die Evangelische Kirche in Deutschland vergeben. Die Förderpreise stiftet in diesem Jahr die Jugendpresse Deutschland.

Regionale Wettbewerbe auf Landesebene waren der Bundesjurysitzung vorausgegangen, die ihre Gewinnerzeitungen beim Bundeswettbewerb einreichen und Zeitungen für Sonderpreise nominieren. Zudem konnten sich Schülerredaktionen selbst für Sonderpreise bewerben. Seit 2004 findet der Schülerzeitungswettbewerb der Länder unter dem Titel „Kein Blatt vorm Mund“ jedes Jahr statt. Ziel ist es, das Engagement von Schülern außerhalb des Unterrichts zu honorieren. Demokratische Strukturen an Schulen sollen gestärkt und das Erlernen journalistischer Arbeitsmethoden gefördert werden. Je Schulart erhalten Schülerzeitungsredaktionen für den 1. Platz 1.000 Euro, für den 2. Platz 500 Euro und den 3. Platz 250 Euro.

Unter den Gewinnern sind auch wieder zahlreiche Ganztagsschulen:

Grundschulen
1. Platz: Die wilden Seiten (Grundschule Am Kiefernwald Michendorf, Brandenburg)
2. Platz: Der kleine Hai (Grundschule Haimshausen, Bayern)
3. Platz: Sonnenberg-News (Grundschule am Sonnenberg Alsheim, Rheinland-Pfalz)
Förderpreis: Neues vom Theo (Theodor-Storm-Grundschule Berlin)

Hauptschulen
1. Platz: Hummelnews (Mittelschule Hummelsteiner Weg Nürnberg, Bayern)
1. Platz: Linden-News (Lindenschule Memmingen, Bayern)
3. Platz: Schwamm drüber (Schule am Hexbachtal Mülheim/Ruhr, Nordrhein-Westfalen)
Förderpreis: Durchblick (Hauptschule am Bielenberg Höxter, Nordrhein-Westfalen)

Realschulen
1. Platz: Egon (Staatliche Realschule Hilpoltstein, Bayern)
2. Platz: Gingster Welle (Regionale Schule mit Grundschule Gingst, Mecklenburg-V.)
2. Platz: Notenfrei (Karl-Kisters-Realschule Kleve, Nordrhein-Westfalen)
Förderpreis: Teenager News (Oberschule Leubnitz in Werdau, Sachsen)

Gymnasien
1. Platz: Ventil (Deutschherren-Gymnasium Aichach, Bayern)
2. Platz: Crux (Evangelisches Kreuzgymnasium Dresden, Sachsen)
3. Platz: Blickkontakt (von Müller-Gymnasium Regensburg, Bayern)
Förderpreis: JemandesZeitung (Bertha-von-Suttner-Gymnasium Berlin)

Förderschulen
1. Platz: toll! (Sonnenhofschule Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg)
2. Platz: Eastsider (SFZ München-Ost München, Bayern)
3. Platz: MLS-News (Martin-Luther-Schule Buseck, Hessen)
Förderpreis: Blattsalat (Stephanus-Schule Berlin)

Folgende Ganztagsschulen erhielten Sonderpreise:

Preis „Ideen. Umsetzen. – Der Innovationspreis für Schülerzeitungen“ des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV):

Preis „EinSatz für eine bessere Gesellschaft“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

„SPIEGEL-Sonderpreis für die beste journalistische Leistung“ und Preis „Digitale Medien und Schule“ der Joachim Herz Stiftung:

Preis „Ich komm’ nicht aus dem Katalog! – Zwischen Fitnesstrend und Körperwahn.“ der AOK –Die Gesundheitskasse:

„Unter die Lupe genommen -Sicherheit und Gesundheit an der Schule“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV):

Am 8. Juni wird Bundesratspräsidentin Malu Dreyer die jungen Medienmachenden bei einer feierlichen Preisverleihung im Bundesrat auszeichnen. Der Schülerzeitungskongress der Jugendpresse Deutschland wartet am 7. Juni mit zahlreichen Medienworkshops und Medienprofis auf, mit denen sich die prämierten Redaktionen vernetzen können.

Quelle: schuelerzeitung.de
 

 

 


 
(Ende der inhaltlichen Zusatzinformationen)